Neuer Gipfel in den Allgäuer Alpen sucht einen Namen

367 Gipfel  über 1000 m zählt die Liste der Gipfel der Allgäuer Alpen in der Wikipedia.(Okt. 2015) Laut UIAA handelt es sich um einen Gipfel, wenn die Schartenhöhe, also die Prominenz mehr als 30 Meter beträgt.

In den Alpen gilt nach einer von der UIAA getroffenen Festlegung eine Erhebung als Gipfel, wenn ihre Schartenhöhe mindestens 30 Meter beträgt.Um bei einem Gipfel auch von einem eigenständigen Berg zu sprechen, werden für die Alpen ein Mindestmaß von ca. 100[ bis 300 Metern Schartenhöhe genannt. Im Himalaya sind sogar 500 Meter als Wert zu finden

Manche markanten  Berge wie der Giebel oder der Breitenberg fehlen, da ihnen mangels Schartenüberhöhung die Gipfeleigenschaft fehlt. Ein nach seiner Schartenüberhöhung gemessener sehr eigenständiger Gipfel fehlt ebenfalls, obwohl er an Prominenz so manchen bekannten Gipfel der Allgäuer Alpen übertrifft. Wohl nur deshalb, weil er keinen Namen trägt. Die Rede ist von dem markanten Felskopf im Ostgrat des Hochvogels.

Die Alpenvereinskarte Allgäuer-Lechtaler Alpen 2/2 gibt die Höhe mit 2140 m an. Der nächste höhere Gipfel ist der Hochvogel. Die tiefste, umgebende Scharte zu ermitteln ist nicht ganz einfach. Hier müsste man genau nachmessen. Der Einschnitt der unseren Berg vom Hochvogel trennt, dürfte nicht höher als der Fuchsensattel sein. Vermutlich sogar ein paar Meter tiefer.

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Neuer Gipfel 12
Vom Gipfel des namenlosen Berges sind es rund 15 bis 20 Höhenmeter bis zur Abseilstelle. Die Abseillänge beträgt exakt 35 Meter. Von dort dürften es nochmals 30 bis 40 Meter bis in die tiefe Scharte sein. Nur von ganz wenigen Punkten ist der Schartengrund wirklich sichtbar. Die Höhe über NN dürfte in etwas dem Fuchsensattel entsprechen.
Scharte
Eng eingeschnitten: Die tiefe Scharte dahinter ein Teil der Hochvogel Nordwand

Damit ergibt sich eine Prominenz von rund 100 Metern. Somit willkommen im Club der Gipfel der Allgäuer Alpen.

Weder die genannte Alpenvereinskarte, als auch die ÖK50 oder Tiris geben einen Namen an.

Namen:

Vielleicht ist in Hinterhornbach ein alter Flurnamen gebräuchlich, der niemals den Eingang in gängige Kartenwerke gefunden hat. Ansonsten sind Vorschläge willkommen.

Die Tour in Stichpunkten

Namenloser Gipfel 2150 m.

Ausgangspunkt: Fuchsensattel 2039 m. Im Normalfall am schnellsten von Hinterhornbach zu erreichen, alternativ auch von Hinterstein über das Prinz-Luitpold-Haus und die Balkenscharte

Karte: Alpenvereinskarte Allgäuer-Lechtaler Alpen Ost 2/2

Führer: In keinem aktuellen Werk  aufgeführt. Im alten Alpenvereinsführer “Allgäuer Alpen, Seibert/Groth   15. Auflage  1997” lückenhaft unter Hochvogel Ostnordostgrat beschrieben.

Hütten:  eventuell Prinz-Luitpold-Haus

Ausrüstung:  Seil (e) das eine Abseillänge von mindestens 35 Meter erlaubt,  Abseilgerät, Prusik, Helm,

Höhenunterschied: ca. 550m  vom Fuchsensattel bis zum Gipfel.Rund 1500 m Gratlänge

Schwierigkeit: im Fels Stelle  II, überwiegend Gehgelände.

Geeignet für wen? Gipfelsammler, welche die Abseiltechnik beherrschen.

Aufstieg: Vom Fuchsensattel dem Grat folgen mit einmaligem Abseilen (20 m)

Abstieg. Nach Westen in die tiefe Gratscharte abseilen 35m !. Siehe Hochvogel Ostgrat.

Alternative Route. Von mir nicht begangen. Eventuell lässt sich die Scharte nach der ersten Abseilstelle von Süden leicht erreichen. Dann läge die Schwierigkeit maximal bei II und man könnte den Gipfel auch ohne Kletterausrüstung besteigen.

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4 Kommentare zu “Neuer Gipfel in den Allgäuer Alpen sucht einen Namen”

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