Die Technik des Ski-Tragens

Einen Alpenbewohner dabei zu beobachten, wie er seine Skier vom geparkten Auto zum Lift oder zum Beginn der Tour trägt, ist ziemlich langweilig. Es sieht bei jedem  gleich aus. Dem Alpenbewohner fehlt in dieser Hinsicht jede Kreativität.

Anders der Tourist aus dem Flachland. Ganz im Gegensatz zu seinem sonst eher gleichgeschalteten Freizeitverhalten zeigt der durchschnittliche Tourist eine erstaunliche Kreativität und Vielfalt der Bewegungsabläufe beim Skitransport.

Spitzen vorne oder hinten?

Das ist eigentlich noch weitgehend egal, sofern die Skier sicher auf den Schultern liegen. Wobei die überwiegende Mehrheit  „Spitzen vorne“ favorisiert.

Skitransport einheimisch.jpg
Ohne Kreativität: Alpenbewohner auf dem Weg zum Lift

Model „Babywiege“

Mann sieht es recht häufig, dass einer die Skier wie eine stillende Mutter ihr Kind mit beiden abgewinkelten Armen vor sich her trägt und die Stöcke dabei nachschleift. Der Nachteil dieser Technik ist, dass früher oder später ein Ski seitlich herunterrutscht und kurz darauf der Nächste.

Model Babywiege
Die Babywiege-Technik

Model „Bahnübergang“

Sind die Skier beim „Model Babywiege“ erst mal heruntergefallen, dann werden sie häufig gleich einem X vor sich hergetragen. Der Touri schaut dann fast so aus wie ein Bahnübergang, bzw. das Andreaskreuz davon. Gemeinsam mit dem Andreaskreuz ist auch die Signalwirkung. Denn beides bedeutet Gefahr.

Modell Bahnübergang.jpg
Model „Bahnübergang“ . Relativ oft zu sehen.

 

Gerade auf vereisten Parkplätzen kommt es immer wieder zu Stürzen. Die  Modelle Babywiege und  Bahnübergang sind dazu prädestiniert während des Sturzes das Wintersportgerät möglichst hoch in die Luft und dabei in verschiedene Richtungen zu werfen. Das muss man erst mal schaffen, sich nach hinten fallen zu lassen und zeitlich vier Gegenstände (2 Ski, 2 Stöcke) in vier verschiedene Richtungen zu werfen. Ich hab´s nicht geschafft, aber ich bin ja auch Alpenbewohner und daher mehr oder weniger unfähig solche komplexen Bewegungsabläufe zu vollziehen.ski tragen.jpg

 

Kollateralschäden

Wenn solche hochkomplexen Bewegungsabläufe vollzogen werden, sind Kollateralschäden nicht ausgeschlossen. Nicht selten wird das Wintersportgerät in parkende Autos oder auf zufällig anwesende Passanten geschleudert. So mancher Einheimische parkt deshalb sein Fahrezug auf entsprechend Parkplätzen weit abseits der Hauptroute zum Lift. Denn wie gesagt: Ein Andreaskreuz signalisiert Gefahr; in X-Form getragene Skier auch.Touri

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