Gelbe Berge

Je nach Bewuchs und Höhe färben sich die Berge im Herbst für einen Zeitraum von gut 14 Tagen mehr oder weniger intensiv, gelb, rot oder goldbraun. Am intensivsten ist die Gelbfärbung dort, wo unter den typischen Steilgrasbergen Laubwald vorherrscht und die Baumgrenze vorwiegend von Ahornbäumen gebildet wird. Ebenso intensiv ist die Herbstfärbung in den typischen Laubwaldgebieten am Südalpenrand. Hier vor allem im Val Grande. Etwas später, meist erst Anfang November erstrahlen die Lärchenwälder der Zentralalpen in leuchtendem gelb, jedoch fehlt hier oft, oberhalb der Baumgrenze das typische Herbstgelb, da die Berge schon wegen ihrer Höhe spärlicher bewachsen sind.

Zu einer Tour im herbstlich gelben Höfatsgebiet lassen wir nun die Bilder sprechen.

Gelbe Berge Seilhenker
Herbstfärbung unterhalb des Seilhenkers (Oytal)
Gelbe Berge Oytal
Geisbachtobel (Oytal)
Gelbe Berge Höfats
Ahornbäume bilden die mehrheitlich Baumgrenze oberhalb der Käseralpe im Oytal. Das lange Gras der Höfats färbt sich goldbraun.
Gelbe Berge Oytal 2
Tiefblick vom Seilhenker ins Oytal
Gelbe Berge kleine höfats
Die Kleine Höfats mit herbstlich verfärbtem Grasmantel
Gelde Berge Wilder
Birken in der Krummholzzone unterhalb des Großen Wilden
Gelde Berge Ahorn Raädlergrat vorne scharf
Der Rädlergrat- DER Steilgrasklassiker. Zum Vergleich unten: Der Rädlergrat im Sommer
Rädlergrat
Der Rädlergrat hat inzwischen auch Eingang in „Pauses Extremen Fels“ gefunden. Meine erste und einzige Begehung war im Jahr 1995.
Gelbe Berge Stuibenfall
Stuibenfall im Oytal
gelbe Berge Rädlergrat
Rädlergrat
Gelbe Berge Großer Wilder
Auch bei Regen farbintensiv. Großer Wilder über dem Bärgündletal
Rote Berge 2
Ebereschen (Vogelbeerbaum) verfärben sich rot

Rote Berge Eberesche

 

 

Die Zeit:

Für die nordalpinen Laubwaldgebiete etwa Anfang Oktober. Für das Val Grande, und die zentralalpinen Lärchenwälder Ende Oktober/Anfang November.

Unterschiedliche Färbung und Beginn.

Verantwortlich für die Färbung und letztlich für das Abfallen des Laubes sei die Kombination aus abnehmender Tageslänge und niedrigeren Temperaturen. Ein einzelner kühler Tag reicht dabei freilich nicht aus: „Es sollten schon mehrere Tage hintereinander sein.“ Warum aber letzlich in manchen Jahren, so wie 2017 eine besonders intensive Färbung zu beobachten ist, während in anderen Jahren die Blätter eher grau-grün abfallen, darauf habe ich keine Antwort.

Hier noch ein Link zu wissenschaftlichen Hintergründen.

 

Die schönste Ziele:  (subjektive Auswahl)

Allgäu: Im Talschluss des Oytals dominieren Buchen und Ahorn. Das Steilgras von Höfats und Rädlergrat erschein im Herbst goldbraun.

Karwendel: Großer Ahornboden. Hier sind es die einzelnen Bäume die vor den meist schon schattigen, düsteren Kalkwänden besonders eindrucksvoll erscheinen.

Lage Maggiore: Die Berge um den See sind überwiegend mit Laubwald bewachsen. Das undurchsichtige Grün des Val Grande verwandelt sich in ein bunten Farbenmeer.

Mieminger Plateau: Die Lärchenwälder links und rechts der staugeplagten Fernpassstraße  bilden einen schönen Kontrast zu den sonnigen, weißen Kalkflanken der Mieminger Berge.

Engadin: Die Lärchenwälder vor der Berninagruppe  und den Engadiner Seen zählen im Herbst zu den schönsten Landschaftseindrücken der Alpen.

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