Das inneralpine Schneewunder

Eingelagert in eine kräftige, großräumige Westströmung staute sich am 4.1.2018 feuchtmilde Luft von Norden an den Alpen. Die Schneefallgrenze stieg im Allgäu rasch auf ca. 2.300 m. Im Alpenvorland und an windexponierten Alpenrandbergen konnte man den Schnee regelrecht dahinschwinden sehen. In den oberallgäuer Tälern hielten sich die Schmelzverluste in Grenzen. Im Inntal schneite es am gleichen Tag noch relativ lange  auf unter 1.000 m hinab und selbst im nur 250 m hoch gelegenen Bozen fiel Schnee bis ganz herunter ins Tal.

Verkehrte Welt: Regen bei nördlicher Anströmung  im naßkalten Allgäu auf den Nebelhorngipfel, während im sonnigen Südtirol die  Weinstöcke unter der Neuschneelast ächzen?

Wie kommt so etwas zu Stande? Das inneralpine Schneewunder weiterlesen

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Wollt ihr den totalen Berg!

Was im Allgäu im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz schief läuft.

Wollt ihr den totalen Berg? Dieses Plakat, dass an einer Bushaltestelle bei Fischen angebracht war, musste ich einfach fotographisch festhalten. Als ich am nächsten Tag meine Kamera  dabei hatte, war es schon nicht mehr da. Aber nach einigen Recherchen habe ich doch noch ein Bild davon bekommen. Schon der Stil der 40er Jahre hat das Potential Empörung auf Knopfdruck auszulösen und Aufmerksamkeit zu erregen.

Anderseits habe ich bewusst  mit diesem Artikel gewartet, bis sich der Sturm der Entrüstung über die Änderung des Alpenplans, die Grundlage dafür ist, dass die Skischaukel am Riedberger Horn genehmigt werden kann, gelegt hat.

Bisher wurden nur die rechtlichen Grundlagen geschaffen, dass die Skischaukel genehmigt werden kann. Nicht mehr. Gleichzeitig lässt man am Grünten ein etabliertes Skigebiet in die Pleite rutschen, dass ohne ökologisch sensible Gebiete zu beeinträchtigen, ohne langwierige Prozesse leicht zu modernisieren gewesen wäre. Wollt ihr den totalen Berg! weiterlesen

Achtung Blankeis! Statusreport Skitouren Nr. 3

Bei meinem letzten Statusreport sprach ich die Vermutung aus, dass das Lechtal seinen Rückstand in Punkto Schneehöhe im Vergleich zum Allgäu bei der angekündigten Wetterlage aufholen würde. Das ist nun eingetroffen. Besonders im Vergleich zu den Allgäuer Vorbergen.  Im Schutz der Allgäuer Alpen konnte das für die Schneedecke so vernichtende Zusammenspiel zwischen Regen und stürmischen, warmen Wind nur abgeschwächt wirken.

Das Hauptproblem ist derzeit die Vereisung. Wie es sich gezeigt hat, sind besonders höhere Berge (> ca. 1.800 m.) nah am Alpenrand betroffen. Achtung Blankeis! Statusreport Skitouren Nr. 3 weiterlesen