Seitenblicke in Peru

Die Spanier suchten hier das sagenumwobene „Goldreich“ Eldorado, eroberten das Inkareich und verübten einen Genozid an der einheimischen Bevölkerung. Im heutigen Peru sind die Spuren der Inkakultur noch vielerorts sichtbar. Trotz wirtschaftlichem Aufschwung leidet das Land unter sozialer Ungleichheit, Korruption, Rassismus und Kriminalität. Als ich 1996 zum ersten mal dort war, haben Vorurteile mein Perubild geprägt. Ein Europäer ist nur der Gringo, den es abzuzocken und zu bestehlen gilt.  Ich wurde in meinem ersten Peruurlaub nicht ausgeraubt oder bestohlen, lernte nette Menschen kennen, fand ich sogar in einer kurzen Beziehung zu einer Einheimischen wieder und konnte einige schöne Gipfel besteigen. Es sollten vier weitere Perureisen folgen.  1996, kurz nach den Terrorjahren waren Touristen dort noch selten. Heute ist das Land vom Massentourismus geprägt. Vieles ist professioneller, bequemer aber auch teurer aber nicht unbedingt besser geworden. Auch in den folgenden Perureisen wurde ich nicht bestohlen – abgezockt aber sehr wohl,  landete ich nochmal in einer Beziehung, konnte ich weitere 6000er besteigen, saß mit Durchfall am Klo und mit Kopfweh in der Kneipe und konnte meine Vorurteile, die dich zu Beginn hatte, nie ganz widerlegen. Seitenblicke in Peru weiterlesen

Herbstblüte- Ein zweiter Frühling

Die ungewöhnlichen Wetterkapriolen der letzten Wochen führten im Oktober 2018 zu ungewöhnlichen Reaktionen der Natur.  Auf eine kurze, aber extrem kalte Phase mit Frost und Schnee Ende September 2018 folgte ein deutlich zu warmer Oktober.

So kommt es, dass im Oktober im Sparkettkar, in den Lechtaler Alpen zum zweiten mal die Alpenrosen blühen. Auf einer Wiese bei Oberstdorf blühen die Trollblumen. Auch der Enzian entfaltet im Herbst 2018 nochmals seine Pracht. Herbstblüte- Ein zweiter Frühling weiterlesen

Rappenköpfle – Publikumswirksame Steilgrastour

Titel Rappenköpfel.jpgDurchaus interessant, bisweilen auch erheiternd ist es, an einem Sommernachmittag den Gesprächen zu lauschen, die sich ergeben, wenn die Hüttengäste auf der Terrasse der Rappenseehütte einen Bergsteiger auf dem Rappenköpfle entdeckt haben. Wie kommt der den da rauf? Wie kommt man da wieder runter?. Oooh…! Guck mal da klettert einer! Für das durchschnittliche Publikum der Rappenseehütte, dass sich überwiegend aus Bergwanderern mit Ziel Heilbronner Weg zusammensetzt, ist dieser Gipfel auch unerreichbar. Wer allgäu-typisches  Steilgras, gewürzt von kurzer, brüchiger Kletterei nicht scheut, dem bietet sich dieser Gipfel als eindrucksvoller Schlussakt der Rappenseeumrundung an. Oder aber auch als relativ kurze Nachmittagstour, sofern man den Zustieg mit dem Bike abkürzen kann. Rappenköpfle – Publikumswirksame Steilgrastour weiterlesen