Challange um den Titel: „Basiscamp für Umweltsünder“

Challange um den Titel:

„Basiscamp für Umweltsünder“

 

2017 hat die Zeitschrift „Alpin“ dem Schrecksee in der Gemeinde Bad Hindelang 2017 den Titel

Basiscamp für Umweltsünder

verliehen. Damit haben wir Hindelanger endlich einen Titel, mit dem sich keine andere Tourismusdestination im Alpenraum, ja sogar weltweit schmücken kann. Nachdem wir nicht das „erste deutsche Bergsteigerdorf“ geworden sind, das Marketingprojekt „Alpennester“ nur langsam in Fahrt kommt, andere Gemeinden schönere und höhere Berge haben, tut es gut, sich hier mit einem Titel positionieren zu können

Doch der Titel ist in Gefahr. Das Wasser in dem aktuell (01.04.2019) noch zugefrorenen See hat Trinkwasserqualität. Selbst im Sommer überwiegt das Grün der Bergwiesen, die bunte Vielfallt, einer Plasikmüllhalde, wie man sie von indischen und afrikanischen Stränden kennt sucht man hier vergebens. Aus diesem Grund hat die Gemeinde einen Aufruf an alle Umweltsünder gestartet, der dazu beitragen soll, den Titel zu verteidigen.

 

Basiscamp für Umweltsünder

  1. Plastikmüll verstreuen. Eine bunte Bergblumenwiese ist schön, aber die Farbenpracht ist nicht nachhaltig. Nach wenigen Wochen ist sie verblüht, während verstreuter Plastikmüll ganzjährig für eine bunte Vielfalt an Farben sorgt. Was Inder und Afrikaner können, dass schaffen wir auch. Also bitte den Rucksack voll mit Müll packen und diesen rund um den See verteilen.
  2. Die Notdurft am Seeufer verrichten. Mit einem See der fast das ganze Jahr über Trinkwasserqualität hat, ist der Titel nicht zu halten. Wir müssen den Verschmutzungsgrad von Ganges, Nil und Mekong erreichen oder übertreffen.
  3. CO² Ausstoß erhöhen. Anreise am besten jeder Einzeln für sich in einem sprittschluckenden SUV. Wer mit einem Diesel der Kategorie Euro 3 oder tiefer anreist, ist von der Parkgebühr in Hinterstein befreit.
  4. Feuer entfachen. Besonders das Verbrennen von Plastikmüll trägt zur Umweltvermutzung bei
  5. Drohnen steigen lassen. Lärm wertet das Ganze noch etwas auf.
pLASIKMÜLL
Die Konkurrenz ist groß. Um hier mithalten zu können, müssen wir uns anstrengen.

 

Da dies alles nicht ausreicht, um den Titel erfolgreich zu verteidigen wurde von der Gemeinde ein internationaler

 

Umweltsündergipfel am Schrecksee

 

ins Leben gerufen. Im kommenden Sommer tagen dort oben namhafte Umweltsünder. Mit dabei:

 

Die Geschäftsführung des Nestlekonzerns

Kohlelobbyist RWE

Der ehemalige VW Vorstand Martin Winterkorn

Zahlreiche indische und bengalische Textilkonzerne

Hochrangige Vertreter der Volksrepublik China

 

Der amerikanische Präsident Donald Trump kann aus terminlichen Gründen leider nicht teilnehmen. Er übermittelte jedoch seine Grußworte über Twitter.

Twitter Trump.jpg

 

Entdeckt wurde das Basiscamp für Umweltsünder von Rucksacktouristen, die hier und da mal eine Plastiktüte in einem Murmeltierbau entsorgten. Doch mit denen alleine ist noch lang nicht so ein hochtrabender Titel zu gewinnen. Schließlich muss jedes Gramm Müll mühsam 1.000 Höhenmeter hinauf getragen werden. Durch Facebook, Twitter und Instergramm zählt der Schrecksee zu den „Sozialemediengeschädigten Exgeheimtipps“ wie der Pragser Wildsee, die Trolltunga, die Rainbowmountains und andere Plätze an denen man gewesen sein muss.

 

Mit diesem Aufruf hofft Bad Hindelang nun, den Titel „Basiscamp für Umweltsünder“ verteidigen zu können.

 

Danke an „Alpin“ für diesen geilen Titel 🙂

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4 Kommentare zu „Challange um den Titel: „Basiscamp für Umweltsünder““

  1. Wollen wir unseren Kindern tatsächlich einen sauberen See hinterlassen? Auf keinen Fall, das weckt nur unstillbare Bedürfnisse. Was soll so ein Idyll inmitten von Atommüll Plastikflut und Klimawandel! Eine insel der Glückseligen, Gefühlsdusligen in einem Meer von Kommerz und Materialismus. Was soll das bitte. Wer in der Wüste lebt braucht kein Paradies vor Augen! Also lasst uns weiter Söder und Merkel wählen. Sie sorgen für unseren Wohlstand! Macht euch die Erde untertan , steht in der Bibel. Vorausgesetzt sie wurde richtig übersetzt! Robert Mayer

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    1. Die Verordnung zum NSG Allgäuer Hochalpen aus den 90er Jahren sagt nichts über Drohnen aus. Das starten und Landen mit Luftfahrzeugen ist jedoch ausdrücklich verboten. Der Betrieb der Alpenvereinshütten, auch solcher ohne Seilbahnen, wird ausdrücklich genehmigt, was dann zwangsläufig Transportflüge zur Folge hat. Meines Wissens hat das Team von Allgäu-Film dafür beim Landratsamt eine Ausnahmegenehmigung eingeholt. Da wird dann Ort, Zeit und Strecke festgelegt. Problem ist der Start und die Landung, nicht der Überflug. Das gilt auch für Drohnen. Somit schätze ich es als legal ein, wenn z.B. jemand seine Drohne außerhalb startet, eine Runde über dem NSG fliegt, dort aber weder startet noch landet.Ich habe aber keine Ahnung wie weit und wie hoch man mit einer Drohne fliegen kann und darf.

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  2. Ha ha,– schaut mal aufs Datum – ein Aprilscherz! Muss man aber zwei mal lesen. Den Allgäuer ist ja einiges zuzutrauen, wenns um Geld verdienen geht.

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