Reisefreiheitsermangelungstouren

Zu den Kernkompetenzen der Unionsparteien gehört es, der Bevölkerung etwas zu versprechen, um wenig später wortbrüchig zu werden. Auch zu den Themen Grenzsperren und zweiter Lockdown. So kommt es, dass wir im Frühjahr 2021 unsere alpinen Aktivitäten auf den näheren Umkreis des Wohnortes, aber zumindest meist auf das eigene Land beschränken müssen. Das mag auf die Dauer langweilig sein, inspiriert aber auch dazu, die Heimat auf ungewöhnlichen Wegen neu zu entdecken.

Wenn man kreativ ist finden sich schon Möglichkeiten, ohne seinen inzwischen zur Modetour mutierten Ex-Geheimtipp zum zwanzigsten Mal aufzusuchen. Nachstehend ein paar Erlebnisse, Tipps und Beobachtungen.

  • Einen angeblich nicht skitauglichen Gipfel mal mit Ski versuchen
  • Spannende Rundtouren kreieren
  • Vergessene Routen aus alten Beschreibungen nachvollziehen
  • Über Großvaters Schmugglersteige die Grenzkontrollen austricksen
  • Wirklich ALLEN in der Karte benannten Erhebungen und Nebengipfel einen Besuch abstatten
  • Heimatfilmromantik in den Ammergauer Alpen
  • Ski+Bike im Hintersteiner Tal
  • Auf die Piste in Warth
  • Republikflucht

 

Von Rohrmoos zum Hohen Ifen und die Gottesackerwände

April 2020. Selbst die Grenze um Kleinwalsertal ist geschlossen und überwacht. Der Grenzübertritt mit Pendlerbescheinigung gleicht einer USA-Einreise.

Ein Bild vom Gottesacker postete ich in einer Skitourengruppe auf Facebook, was wilde Reaktionen auslöste. Besonders heftig von Damen im Wechseljahrealter mit Kurzhaarschnitt und Tierbildern im Profil. Keine Ahnung warum das so ist, es war aber auffällig, dass von diesem Personentyp im Frühjahr 2020  die heftigsten Coronapöbeleien in sozialen Medien kamen.

Peinlich nur, wenn die Dinge die sie unterstellen, „Skitouren verboten“, illegaler Grenzübertritt“  „überfüllte Intensivstationen“ gar nicht stimmten und akutell (10.5.21) bei höheren Inzidenzen sowohl das Kleinwalsertal als auch das Oberallgäu die Öffnung für Touristen vorbereiten.

Trend zur weiteren Entwicklung: Wird unbedeutend bleiben und nur selten von Gebietskennern wiederholt.

Hinterstein-Ponten-Stuibenalp-Wannenjoch-Iseler-Hindelang

Erste Spur am Ponten in bereits sichtlich gealtertem Schnee. Dank den Lügen von Kurz und Söder (Grenzen bleiben offen- Sept. 2020) konnte man im Winter 2021 diese ehemalige Modetour als stillen Geheimtipp genießen. Dabei war ein Transit z.B. Willersalpe-Oberjoch über Tiroler Gebiet nicht mal verboten, anmelde- oder quarantänepflichtig

Winter 2021. Söder und Kurz hatten sich  im letzten Sommer getroffen und verkündet, dass es nicht mehr zu Grenzschließungen kommen werde. Eine von vielen Lügen der Entscheidungsträger, die man sich merken sollte. Im Gebirge hingegen nahm man das Thema nicht mehr so genau um mal auf der einen und der anderen Seite die schönsten Kare aneinander zu reihen. Einen positiven Effekt hatten die Grenzsperren dann doch. Da das Tannheimer  Tal aus den süddeutschen Ballungszentren mit dem Auto nicht erreichbar war, fand man die Nordseiten von Ponten, Gasihorn und Rohnenspitze meist unverspurt vor. Der Ponten als einsamer Geheimtipp? Hinterstein kann ich von zu Hause aus in kurzer Zeit erreichen. Notfalls auch mit dem Bus oder zu Fuß. Die Skitouren von dort zum Ponten, Gaishorn und Rauhhorn sind eindrucksvoll, haben aber einen entscheidenden Schönheitsfehler: Die Steilstufe unter der Willersalpe, die nur selten eine brauchbare Abfahrt zulässt. Aus diesem Grund werden in Touren in normalen Wintern von Süden auch selten begangen. Anders im Februar 2021. Eine gute Aufstiegsspur bringt einem rasch auf den Ponten, das Gaishorn oder die Rohnenspitze. Die sonst so überlaufenen Nordabfahrten waren hingegen meist unverspurt, zumindest am Anfang des Winters, bis sich diese Möglichkeiten auch herum gesprochen haben.

Übrigens: Man sollte sich in diesen Zeiten immer erkundigen, ob bei der Rückkehr in die Heimat eine Test- bzw. Quarantänepflicht besteht. Wenn man mit dem Auto von Schattwald nach Hindelang fährt: Ja, mit Ski über den Iseler oder auch nur über die alte Salzstraße: Nein… Quelle ADAC
Ein fast unverspurtes Gaishorn bei sicheren Pulverschnee.
Die Rückkehr nach Hause erfolgt über den Iseler oder den Schmugglersteig

Trend zur weiteren Entwicklung: Hat Zukunftspotential besonders für Leute die Skitouren mit ÖPNV planen.

Mit dem Alpenvereinsführer alte Routen entdecken

 

Wer noch einen alten Alpenvereinsführer besitzt, sollte sich glücklich schätzen. Darin enthalten sind nämlich fast alle Routen, die irgendwann einmal begangen wurden. Die Schwierigkeitsbewertungen sind mit Vorsicht zu genießen und stellen oft nur einen Durchschnittswert dar. Ich fand die Westflanke des Rauhhorns gar nicht schlecht. Die markante Rippe, die südlich des Gipfels den Hauptgrat erreicht, habe ich mich alleine nicht getraut. Hier stecken auch ein paar Bohrhacken. Dürfte wohl ein IVer sein.

Das Rauhhorn von Westen. Einfach mal so einer alten Beschreibung folgen. Neuland vor der Haustüre.

Der Himmelschrofen bei Oberstdorf ist sicher kein Geheimtipp mehr. Es gibt einige Beschreibungen im Netz. Spannend und nicht mal ganz einfach ist hingegen die Überschreitung vom Himmelschrofen bis zum Schmalhorn oder gar bis zur Trettach.

Blick vom Himmelschrofengrat. Eine Tour, die man sich anhand alter Beschreibungen selbst erarbeiten muss.

Detaillierte Beschreibungen gibt es dazu von mir nicht. Machen und ausprobieren. Darin liegt der Reiz

Trend zur weiteren Entwicklung: Wird bei offenen Grenzen wieder stark abnehmen und das ist auch gut so

Auf Großvaters Schmugglersteig rüber ins Tiroler Land

 

Schmuggeln, Wildern und Grenzsperren umgehen liegt irgendwie im Blut der Alpenbewohner. Zwischen und nach den Weltkriegen war der Schmuggel gang und gebe. Die uniformierten Kasper an der Grenzstation austricksen wurde sportlich gesehen und später oft glorifiziert. In den letzten Jahren wurde der Schmugglersteig als touristische Attraktion ausgebaut. Ein Spaß für Alt und Jung, in die Rolle des Schmugglers oder des Polizisten zu schlüpfen und den Kindern spielerisch Finanzstraftaten näher zu bringen.

Das diese Route im Winter 2021 noch mal ihre alte Funktion zurück bekommen sollte, nämlich die Uniformierten  am Grenzhäusle im Tal zu umgehen, hätte kaum einer für möglich gehalten. 

Ob aus Holz oder aus Fleisch: Sinn des Schmugglersteig war und ist es, den Uniformierten nicht zu begegnen, bzw. selbige auszutricksen.

Früher Geheimtipp, inzwischen Modetour. Die Schmugglersteigroute zum Kühgund, zum Ponten und rüber ins Tannheimer Tal.

Nur die Aufgaben, die es hier zu lösen gilt, sollten man aktualisiert werden:

Einen PCR Test oder eine Pendlerbescheinigung  im Photoshop fälschen, im Impfpass das Datum ändern, das Smartphone des geimpften Freundes vorzeigen und natürlich damit durchkommen oder erwischt werden.

Wie  zum Beispiel ein Ereignisfeld bei Monopoly:

Gehe in Quarantäne, gehe direkt dort hin, genieße nicht die Abfahrt vom Ponten

Deine gefakte Pendlerbescheinigung wurde akzeptiert. Genieße am Rückweg den Pulver im Iselerkar.

Eigentlich wollte ich zu dieser Route nichts posten. Sie wurde aber im Laufe des Winters eh zur Modetour und ist inzwischen allgemein bekannt.

Großvater tauschte dort oben mit dem tiroler Nachbarn noch Kofferradio gegen Strohrum, heute fäscht man halt einen Coronatest.

Trend zur weiteren Entwicklung: Ab Mitte Februar 2021 zur Modetour aufgestiegen. Begehungszahlen werden wieder sinken.

Alle bennanten Erhebungen besteigen

Wer sich die Landkarte seiner Heimatregion genauer anschaut, tritt immer wieder auf benannte Erhebungen, auf denen er noch nicht gestanden ist. Der Anspruch, alle Gipfel seiner Region bestiegen zu haben, gerät rasch ins Wanken. Aber was ist überhaupt ein Gipfel. Nicht jeder Kuppe mit Namen kann man dieses Attribut zusprechen. Einige davon habe ich  in den letzten Monaten besteigen.

Der Marzergulo sieht nicht wie eine alpine Herausforderung aus und ist auch keine

Der Marzergulo war mir wegen seines seltsamen Namens aufgefallen. Keine Ahnung ob er keltischen, walser, allgäuer oder romanischen Ursprungs ist. Sein Gipfel ist wie erwartet eine unscheinbare Waldkuppe.

Ebenso das Bayerstätter Köpfle, dass ich im Zuge einer Skitour auf die Alpspitze mitgenommen haben.

 

Nach dem Tatzenrieskopf noch von Osten auf den Sorgschrofen und dort den Sonnenaufgang an einem sonnigen Spätherbsttag genießen.

Den Tanzenrießkopf bestieg ich von Unterjoch kommend, nach einer Querung durch die Südflanke des Sorgschrofens. Sein kleiner Gipfel war gar nicht ganz einfach. Ein IIer  in bewachsenen Steilschrofen. Schöner hingegen war die anschließende Überschreitung von Schorgschrofen und Zinken.

Trend zur weiteren Entwicklung: Einmal gemacht reicht. Werden nie zu Modetouren.

Heimatfilmromantik in den Ammergauer Bergen

Scheinbar jedes der vorgelagerten Dörfer hat im Ammergebirge einen Roßstall und einen Baumgarten. Meist wunderschöne Orte, die zum verweilen einladen.
Bröselfels am Feigengrat

Die Ammergauer Alpen waren für mich, von Ausnahmen abgesehen immer ein weißer Fleck auf der Landkarte. Zwischen Allgäuer Alpen und Wetterstein gelegen und deutlich niedriger als diese, betrachtete ich die Ammergauer Alpen immer als Spielzeugberge. Doch wer schon mal eine alpine Tour am Geiselstein geklettert ist, wird rasch feststellen, wie schnell sich der Begriff Spielzeugberge relativiert.

Eine Tour abseits der touristischen Hotspots war mit etwas Kartenstudium schnell gefunden. Lange Zustiege, die man am besten mit dem Bike zurücklegt, schwarz gepunktete Pfade und kaum brauchbare Beschreibungen. Das klingt doch ganz interessant. So startete ich Ende Mai 2020 vom Kronwinkelmoos zu einer kleinen Entdeckungstour. Scheinbar hat jedes der vorgelagerten Dörfer hier hinten einen „Baumgarten“ und einen „Roßstall“ . Hinter diesen Namen verbergen sich wunderschöne Plätze, die einem Ganghofer Heimatfilm entnommen sein könnten. Der Feigengrat entpuppte sich hingegen als durch ernst zu nehmende Schrofenkletterei. Eher in zusammengeklebten Sand als in richtigem Fels. Die Wanderung über die Große Klammspitze ist hingegen ein gut besuchter Touristenpfad mit herrlicher Aussicht. Die Rückkehr von dort zum Kronwinkelmoos erforderte wieder ein bisschen Pfadfindergespür. Alles in allem eine wunderschöne Tour in einem teils einsamen, teils überlaufenen Gebirge.

Trend zur weiteren Entwicklung:  Macht Lust auf mehr

Über den Hochalppass  auf die Piste in Warth

20.2.2021 In der Arlbergregion laufen die Lifte bei perfekten Bedingungen. Trotzdem hat Vorarlberg aktuell 24.02. eine in etwas gleiche 7 Tagesinzidenz als Bayern. Am Ski fahren kanns also nicht liegen.

Wer mal wieder auf die Piste wollte und sich dazu nicht in die Schweiz getraute, der konnte mit einem pistentauglichen Tourenski von Baad/Kleinwalsertal über den Hochalppass  ohne Kontrollen rasch das Skigebiet Warth erreichen. Dort waren die Lifte geöffnet. Es wurde ein negativer Schnelltest gefordert, den man vorher, am besten im Walserhaus in Hirschegg machen konnte. Alternativ war der Kauf einer Tageskarte auch mit einem alternativen Dokument aus dem Photoshop möglich.

Trend zur weiteren Entwicklung: Wird bei offenen Grenzen kaum jemand machen. Sollte der nächste Winter ähnlich verlaufen eine Möglichkeit mit Potential.

 

Ski+Bike im Hintersteiner Tal

Ski-und Bike Touren im Hintersteiner Tal wurden bisher vor allem im Frühjahr unternommen, wenn man bis zur Pointhütte radeln konnte. Das Ziel war meist der Große Wilde. Im Hochwinter eher ein seltenes Randphänomen. Im Coronawinter 2021 zählte ich an einem Tag 300 Räder am Giebelhaus. Einerseits hält sich der Spassfaktor beim Radeln auf der oft eisigen und schneebedeckten Straße in Grenzen, anderseits lockt das vielseitigsten Tourengebiet im ganzen Land.

Die Einschränkungen aus Gründen von Naturschutz und Jagd auf den Skitouren im Obertal sind akzeptabel und sollten beachtet werden.

Trend zur weiteren Entwicklung: Wird bei offenen Grenzen wieder stark abnehmen und das ist auch gut so. Zu teuer sind die Parkplätze und zu mühsam das Radeln auf den eisigen Wegen.

 

Republikflucht

Wenn es in einem Land keinen Söder, Spahn oder Lauterbach gibt, aber auch keinen Kurz, dann gibt es auch im Winter 21 ein Bier im Glas, serviert in einer geöffneten Hütte.

 Wer von den Einschränkungen in Söders oder Kurz´ Idiotokratien einfach die Schnauze voll hatte, sich einfach nach etwas Normalität sehnte, der konnte in die Schweiz flüchten. Das heißt nicht, dass die Schweiz in Bezug auf Corona alles durchgehen lässt. Abstandsregeln und Masken gehören auch bei den Eidgenossen zum Alltag. Auch andere Maßnahmen, aber eben mit unter Wahrung einer Verhältnismäßigkeit. So konnte man auf nur zu 50% belegten Hütten übernachten, essen und trinken. Pensionen, Campingplätze, Chalets und Hotels waren geöffnet, Gaststätten zumindest zeitweise. Das alles ohne bürokratische Hürden, wie in Österreich oder Bayern geplant. Die Ausreise aus dem Heimatland war ebenso problemlos wie die Einreise in die Schweiz. Mit deutschem Auto war auch der Transit durch Vorarlberg kein Problem. Anders als in Oberbayern und in Tirol war und ist in der Schweiz auch ein fremdes Autokennzeichen kein Stigma.

Als potentiell problematisch konnte sich allerdings die Rückkehr ins Heimatland erweisen. Ist eine digitale Einreiseanmeldung erst mal abgeschickt, so droht Quarantäne. Wohl dem, der noch ein altes, nicht internetfähiges Handy besitzt. In diesem Fall kann die Anmeldung auch in Papierform an der Grenze erfolgen, sofern diese überhaupt besetzt ist, was bei entsprechender Routenwahl kaum jemals der Fall war. Alternativ war eine Rückkehr nach Bayern auch über Baden Württemberg möglich, den das Schwabenland gestattete zeitweise touristische Tagesausflüge. Auch der Transit von Konstanz über die Schweiz und Vorarlberg nach Lindau war eine praktikable Ausrede.

 

Wie geht es weiter?

Aktuell überbieten sich die Politiker mit Lockerungsschritten. In Deutschland wird im September gewählt und eine weitere Saison ohne Touristen würde Österreichs Wirtschaft kaum verkraften. Noch sind die Bedingungen für eine Einkehr im Bayern oder Österreich im Gegensatz zur Schweiz komplex, so dass man sich im Zweifel doch besser selber versorgt. Alleine schon welcher Nachweis für zu akzeptieren ist, wird zu Problemen führen.  Aber ich rechne mit einem weitgehend normalen Sommer. Allein schon deswegen, damit die Bundestagswahlen im Herbst nicht im Coronafrust statt finden wird.

Mit so einem Handy lässt sich maximal eine SMS schreiben, aber keine Einreiseanmeldung ausfüllen. Also im Fall einer Kontrolle den Zettel ausfüllen und den Beamten freundlich um einen Schreiber fragen 🙂 Diese SMS bekommt man hin und wieder sogar, wenn man nur den Balkon geht. Also ignorieren, wie anderen Blödsinn von diesem Absender auch.

Spätestens im November, wenn die Stimmen ausgezählt sind und die neue Regierung im Amt bestätigt wurde, könnte es wieder losgehen. Die digitale Komplettüberwachung, wer, wann, wo mit wem was zusammen gemacht hat, wird ausgebaut werden. Schon alleine deshalb werde ich die Anschaffung einer „freiwilligen, elektronischen Fußfessel“ aka Smartphone so lange als möglich herauszögern und möglichst immer bar bezahlen.

Ich fürchte, wir werden auch im nächsten Winter wieder kreativ sein müssen!
 
Es geht also weiter, aber erst nach den Wahlen.Es wird nicht möglich sein, alle Menschen zu impfen.

Wer wissen will, er für Merkels Ermächtigungsgesetz gestimmt hat, klicke auf die Seite des deutschen Bundestages.  Es bleiben immerhin drei Parteien übrig, die gegen Ausgangssperren und Grundrechtseinschränkungen gestimmt haben.

Drei Parteien, die das gesamte Spektrum von links, Mitte, rechts abdecken.

Darf man bei Coronamaßnahmen schummeln?

Erst mal nein. Abstand halten macht auch Sinn. Wenn aber alle paar  Wochen Erleichterungen versprochen wurden, die dann nie kamen, weil es an irgend etwas gescheitert war, worüber bereits Monate vorher diskutiert worden war, wenn ein Wortbruch auf den nächsten folgt, dann darf man die Vorschriften des Staates reinen Gewissens ignorieren.

Wenn es also nie Verbesserungen gibt und die Gesellschaft für immer in diesem Schwebezustand gefangen bliebe – dann muss man doch schummeln, um nicht einzugehen. Und warum auch nicht? Wenn unser aller Verhalten, unsere Opfer ohnehin keine Verbesserungen bringen, dann können wir aussteigen.