Archiv der Kategorie: Allgäu

Grüne Berge

Viele Berge  der  Allgäuer- und Lechtaler Alpen und des Bregenzer Waldes erstrahlen während des Sommers in einem einzigartigem grün. Nichts besonderes, ist ja jeden Sommer so – auf vielen Bergen. Mich faszinieren markante Kalkklötze,  Gletscherberge oder Wüstenlandschaften mehr. Das solche grüne Berge etwas besonders sind, wurde mir erst im Laufe meiner zahlreichen Reisen klar, aber auch durch den Austausch mit Menschen aus anderen Berggegenden.

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35 Jahre Klettern an der Fuchskarspitze – 20 Jahre sanierte Klettertouren

Ich stehe am sturmumtosten Gipfel der Fuchskarspitze, Immer wieder reißt der Sturm Löcher in die Wolkendecke und die Abendsonne taucht die kahle Felslandschaft in ein unwirkliches Licht. Mein Blick fällt hinab zum Prinz-Luitpold-Haus, wo bereits die Feier zum Saisonabschluß in die Gänge kommt. Im Windschatten eines Felsblocks genieße ich noch eine Weile Ruhe, bevor ich mich dieser Feier auch anschließen werde und betrachte nachdenklich die diese Gegend, rund um Hochvogel, Wiedemer und Fuchskar , in der ich mit dem Bergsteigen begonnen habe.  Vor fast  20 Jahren  habe ich diese Zeilen nach Beendigung der Sanierungsarbeiten der Kletterrouten verfasst.  20 Jahre später, saß ich zusammen mit Carmen  an meinem Geburtstag nach der Durchsteigung der Wiederholungsaufgabe am selben Ort. Bei Sturm! Zeit für einen Rückblick. 35 Jahre Klettern an der Fuchskarspitze – 20 Jahre sanierte Klettertouren weiterlesen

Klettern am Hohen Ifen – Wie der Naturschutz missbraucht wird

Klettern am Hohen Ifen

Wie der Naturschutz missbraucht wird

So manch einer hat sich schon kopfschüttelnd über den Sinn der seltsamen Regelungen und Verbote auf der Südseite des Hohen Ifens gefragt. Grundsätzlich halte ich kleinräumige, zeitlich begrenzte Lenkungen um ein wertvolles Biotop, ein Brut- oder Überwinterungsgebiet herum für sinnvoll, sofern diese tatsächlich dem Natur- und Artenschutz dienen. In Fällen wie am Ifen, wo der Naturschutz nur vorgeschoben wurde um Jagdinteressen zu schützen, die Jagd sogar den größten Störfaktor darstellt, darf man auch über zivilen Ungehorsam nachdenken. So lange in Vorarlberg solcher Unsinn im Namen des Naturschutz Bestand hat,  kann man Kampagnen von dort, die auch ins Allgäu importiert werden keinen Glauben schenken.

Es sollte die moralische Pflicht eines jeden aufrichtigen Bergsteigers sein, sich solchen Regelungen destruktiv gegenüber zu verhalten.

Nachstehend habe ich die Historie und aktuelle Fakten zu den Ifen Südwänden zusammengestellt, die eines der besten Sportklettergebiete der Alpen darstellen könnten. Klettern am Hohen Ifen – Wie der Naturschutz missbraucht wird weiterlesen

Waltenberger Haus

Am 15. Juni  2017 wurde das neue Waltenberger Haus eröffnet. Nach gut eineinhalb jähriger Bauzeit inkl. Winterpause präsentiert die Sektion Allgäu Immenstadt nun die neue Hütte. Von außen gesehen, ein schlichter Zweckbau, innen jedoch ein wahres Schmuckstück. Die Entscheidung, ob und wie die Hütte neu zu bauen ist, hat sich die Sektion nicht leicht gemacht. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung  zu der alle Mitglieder eingeladen waren, wurde demokratisch für den Abriss und Neubau der Hütte gestimmt. Auch in diesem Punkt wurde alles richtig gemacht. Egal wie man den Neubau nun sieht. Eines steht fest. Die alte Hütte wäre früher oder später wegen diverser Auflagen als Übernachtungstützpunkt geschlossen worden. Waltenberger Haus weiterlesen

Winterrückblick 2016/-17

Diesmal sind die ersten Prognosen für den 2016/-17 bereits im April 2016 aufgetaucht. Es sollte kälter werden. Schauen wir mal, wie er geworden ist. Eines jedoch vorab: Wenn es nicht möglich ist, das Wetter über einen längeren Zeitraum als eine Woche zuverlässig vorherzusagen, wie soll dies dann mit der gemittelten Summe von Wetterereignissen, sprich dem Klima möglich sein? Der Winter 2016/-17 war auf jeden Fall ein spannender Winter. Meine Betrachtung hat natürlich einen allgäuer Schwerpunkt, versucht aber auch alpen-oder europaweite Aspekte mit einzubeziehen. Winterrückblick 2016/-17 weiterlesen

Kleinräumige Gefahrenstellen

Bekannter Weise erfassen die meisten Leser des Lawinenlageberichtes nur die Gefahrenstufe. Die wichtigsten  Informationen im Text werden häufig ausgeblendet und überlesen. Was aber, wenn bei im Groben sicheren Verhältnissen, sich kleine lokale Gefahrenstellen erhalten haben? Die Gefahrenstufe betrachtet eine ganze Region z.B. Allgäu, Außerfern, Oberengadin). Weil  es nur wenige Gefahrenstellen gibt, wird dann meist Stufe 2 oder gar 1 vergeben. Da kann man doch alles fahren??! Wirklich??? Kleinräumige Gefahrenstellen weiterlesen

Das Zerrbild vom rücksichtslosen Freerider und Tourengeher

Lügenpresse ist ein Begriff, der im Normalfall vom rechtsorientierten Pegida-Ossi verwendet wird. Man darf, soll und muss diesen Begriff aber auch verwenden, wenn die Mainstreampresse subtil ein Zerrbild vom verantwortungslosen, rücksichtslosen Tourengeher und Freerider zeichnet, dass so nicht der Realität entspricht. Das Zerrbild vom rücksichtslosen Freerider und Tourengeher weiterlesen

Skidurchquerung Oberstdorf-Tannheim

Wenn die Tage schon wieder ein bisschen länger werden, die tageszeitliche Erwärmung aber noch keine entscheidende Rolle spielt,  dann ist die Zeit der großen Skidurchquerungen in den Allgäuer- und Lechtaler Alpen gekommen. Vorausgesetzt es hat zuvor geschneit und die Lawinengefahr beschränkt sich nur noch auf wenige, umgehbare Stellen. Die Allgäuer Alpen eignen sich nur bedingt für klassische Winterdurchquerungen. Die leichten Vorberge bieten vor allem leichte Tagestouren auch bei kritischen Verhältnissen. Die Allgäuer Hochalpen hingegen sind ein anspruchsvolles und ernstes Tourenrevier, das ausgedehnte Durchquerungen nur an wenigen Tagen im Winter zulässt. Den im Sommer so beliebten Höhenwegen zu folgen, macht auf Grund der Geländestruktur meist wenig Sinn. Die Durchquerung von Oberstdorf nach Tannheim zählt  zu den Highlight in den Allgäuer Alpen. Leichter als der Heilbronner Weg oder die Überschreitung der Hochbachkette, aber dennoch lang und anstrengend. Nicht überall kann man die Tour einfach abbrechen.

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Schnippenkopf- Lawine und Besucherlenkung

Eine Lawine, ein Altschneeproblem und eine missglückte Besucherlenkung.

Gleich vorab: Die schlechte Bildqualität ist den Sichtverhältnissen, genauer gesagt Nebel, Schneefall und dem  bedeckten Himmel geschuldet. Am 15.1.2017 haben wir eine Skitour von Reichenbach auf den Schnippenkopf unternommen. Tiefer Powder von oben bis unten. An diesem Tag eine super schöne, an die Verhältnisse angepasste Tour, die überwiegend zwischen den Bäumen verläuft. Es überwiegt der positive Eindruck. Dennoch gab es einige weniger positive Beobachtungen, die es Wert sind, weiter gegeben zu werden. Schnippenkopf- Lawine und Besucherlenkung weiterlesen

Aktuelle Verhältnisse Allgäu, Außerfern, Kleinwalsertal – Machen Pistentouren wirklich Sinn?

Die heutigen (19.12.2016) Schneefälle haben Teile des Allgäus leicht angezuckert. Für die Weihnachtstouristen erwarten wir nun tatsächlich so etwas wie eine „weiße Weihnacht“. Der Raum Oberstdorf ging jedoch leer aus. Skifahren ist  nach wie vor nur auf technisch beschneiten Pisten möglich. Angesichts dem zu erwartenden Ansturm von Urlaubern auf die Pisten, muss man sich fragen, ob und in wie weit Pistentouren sinnvoll sind. Gibt es Alternativen? Aktuelle Verhältnisse Allgäu, Außerfern, Kleinwalsertal – Machen Pistentouren wirklich Sinn? weiterlesen