Archiv der Kategorie: Allgäu

Statusreport Skitouren Allgäuer Alpen 2019/-20 I

Frau Holle geht fremd. Die niederschlagsreichen Nord- und Nordweststaugebiete, wie das Allgäu, der Bregenzer Wald und das Alpsteingebirge gingen im bisherigen Winter 2019/-20 fast leer aus, während die Südalpen und einige zentralalpine,  im Schnitt eher schneearme, Gebiete reichlich bedacht wurden. Ein bisschen was geht aber auch in den Allgäuer Alpen. Statusreport Skitouren Allgäuer Alpen 2019/-20 I weiterlesen

Allgäu-Aussfern: Wieviel Tourismus verträgt unsere Region?

Das südliche Allgäu und Teile des Außerfern leben gut vom Tourismus. Die Übernachtungszahlen steigen beständig und damit auch die Wertschöpfung in unserer Region. Viele Arbeitsplätze hängen an der Tourismuswirtschaft. Auf der anderen Seite stehen die Verkehrsbelastung, steigende Mieten und Gastronomiepreise, prekäre Arbeitsverhältnisse und Naturbelastung. Die Maßnahmen von Behörden, die Negativfolgen in den Griff zu bekommen, werden oft von der Bevölkerung als Schikane empfunden. In Folge dessen, gab es bereits die ersten fremdenfeindlichen Aktionen. Grund genug zu hinterfragen, ob ein weiteres Wachstum des Tourismussektors wünschenswert ist und wie man mit den Folgen des Overtourism umgehen sollte. Allgäu-Aussfern: Wieviel Tourismus verträgt unsere Region? weiterlesen

Felssturz am Kleinen Daumen -Klettertour nicht mehr begehbar!

Die Nordwand und die Nordostkante des Kleinen Daumens zählte zu den klassischen alpinen Touren im Allgäu. Am 4.8.2019 ereignete sich im oberen Bereich der Tour ein Felssturz, der vermutlich weite Teile der Tour zerstört hat. Es ist damit zu rechnen, dass zahlreiche Standplätze und Zwischenhaken nicht mehr vorhanden oder beschädigt sind. Außerdem zeigt Rißbildung in der Wand neben der Kante, dass möglicher weise weitere Felsstürze bevorstehen. Von einer Begehung dieser Route wird daher dringend abgeraten! Felssturz am Kleinen Daumen -Klettertour nicht mehr begehbar! weiterlesen

Torkopf – ein Allgäuer Giftzwerg

Dem mehre Kilometer langen Wandabbruch der Oberen Gottesackerwände nördlich vorgelagert, fällt der Torkopf kaum auf. Seine Eigenständigkeit sticht nur ins Auge, wenn man sich von Osten aus dem Mahdtal oder von Westen, von Sibratsgäll aus nähert. Dieser kleine Gipfel fällt von seiner Form völlig aus dem üblichen Landschaftsbild des Ifengebietes heraus, in dem sonst Plateaus und langezogene Wandabbrüche charakteristisch ist. Vom Charakter her ähnelt der Torkopf stark anderen, geologisch dem Helvetikum zuzurechnenden Gipfel in den den Vorbergen der Westalpen, wie zum Beispiel dem Girenspitz im Alpsteinmassiv. Die kurze Bergtour eignet sich als Halbtagestour. Einfach und zu unterschätzen ist sie jedoch nicht. Torkopf – ein Allgäuer Giftzwerg weiterlesen

Eindrücke rund ums Prinz-Luitpold-Haus

Am vergangen Wochenende 13+14.7.2019 habe ich im Rahmen einer Bergwachtübung das Prinz-Luitpold-Haus besucht. Seit dem Pächterwechsel hat sich dort einiges zum Positiven geändert. Zudem gibt es nachstehend noch einen Überblick über die aktuelle Schneelage und die sonstigen Bedingungen. Eindrücke rund ums Prinz-Luitpold-Haus weiterlesen

Was passiert am Grünten? Teil 2

Es entspricht meiner liberalen Einstellung, jedem seine Erfüllung, sein Hobby, sein Glück und sein Auskommen zu gönnen. Wenn allerdings einer Gruppe nur ständig naturschädliches Verhalten, Sachbeschädigungen, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung  und die Missachtung von Regeln vorgeworfen wird und in sozialen Medien  pauschale Unterstellungen, Lügen und der Versuch eine Nutzergruppe vom Berg zu verbannen verbreitet werden, neige ich rasch zu Gegenpositionen, die auch mal übers Ziel hinausschießen. Frei nach dem Motto „keine Toleranz gegen die Intoleranz“. Um so schwieriger ist es, sich beim Thema Grüntenerschließung eine Meinung zu bilden und objektiv abzuwägen. Ich möchte es trotzdem versuchen. Was passiert am Grünten? Teil 2 weiterlesen

Fürschießer, ein Steilaufstgieg im Grünen

Dem wild getürmten Krottenspitzengrat vorgelagert, stellt der grüne Fürschießer einen eindrucksvollen Kontrast zu der kahlen, grauen Felswildnis des Allgäuer Hauptkamms dar. Im Winter erscheint dessen scharf geschnittener Nordgrat wie eine allgäuer Version den Biancogrates. Genau über diesen Nordgrat verläuft auch die einzige lohnende Route auf diesen Berg. Deutlich leichter als die Höfats, aber dennoch mit zwei charakteristischen Schlüsselstellen ausgestattet, ist dieser Anstieg dem erfahrenen Bergwanderer vorbehalten, der mit dürftigen Trittspuren und im weglosen Steilgras zu recht kommt. Besonders im Frühsommer, wenn alles blüht, offeriert dieser Anstieg die gesamt Vielfalt der Allgäuer Alpen. Fürschießer, ein Steilaufstgieg im Grünen weiterlesen

Naturschutz gegen Naturschutz und Dichtestress. Fliegen oder bleiben?

Der tatsächliche oder empfundene Dichtestress im Alpenraum steigt. Einerseits baut man die touristische Infrastruktur weiter aus, anderseits reicht es den Alpenbewohnern. Von Seiten der Jagd und Naturschutz, aber auch von genervten Anwohnern werden immer mehr Verbote und Lenkungen gefordert. Im Panorama 2/2019 fragt Autor Andi Dick ob man den in die Ferne fliegen muss, wenn die Alpen so nah sind. Die Antwort ist leider ja, denn im Stau am Fernpass stehen, zwischen lauter Besucherlenkungskonzepten noch eine individuelle Tour suchen, beim biwakieren von der Polizei geweckt werden, dass sind nicht die Dinge, die man in der Freizeit sucht. Somit haben wir es mit einem klassischem Interessenskonflikt „Naturschutz gegen Naturschutz“ zu tun. Naturschutz gegen Naturschutz und Dichtestress. Fliegen oder bleiben? weiterlesen

Schneereicher Frühsommer Segen und Fluch zugleich!

Ein schneereicher Januar und ein deutlich zu kühler Mai haben dafür gesorgt, dass weite Teile der Alpen Mitte Juni 2019 noch unter einer dicken Schneedecke liegen. Eigentlich ein Segen. Doch die Jammerei über den vielen Schnee ist groß. Manche Hütten haben die Öffnung verschoben, weil das bevorzugte, oftmals etwas unbeholfene Fernwanderpublikum kaum bereit ist, sich auf eine Situation einzustellen, die es in den 80ger Jahren noch regelmäßig gab. Der Skitourengänger freut sich über die Saisonsverlängerung. Die Gletscherschmelze ist zumindest für eine Weile ausgebremst. Klimahysteriker und Klimawandelleugner suchen anhand eines örtlich und zeitlich begrenzten Phänomen nach ihnen passenden Argumenten. Ein schneereicher Frühsommer bietet auf jeden Fall tolle Tourenmöglichkeiten, tut der Natur gut, birgt aber auch Gefahren. Nachfolgend ein paar Eindrücke und Tipps. Schneereicher Frühsommer Segen und Fluch zugleich! weiterlesen

Fahrradsperre im Wildental

Wieder ein neues Verbot, wieder eine Ausgrenzung einer Nutzergruppe aus den heimischen Bergen, die es nicht zu akzeptieren gilt.

Der Betreiber der Inneren Wiesalpe  hat auf seiner Facebookseite angekündigt, dass im Wildental künftig keine Fahrräder mehr erlaubt seien.  Von dem Shitstorm und der Diskussion, die er damit ausgelöst hatte, glaubte er sich entziehen zu können, in dem er seine Facebookseite gelöscht hat. Doch so einfach geht das nicht. Die Screenshots sind gemacht und wir lassen nicht locker, bis das Bikeverbot wieder aufgehoben ist. Fahrradsperre im Wildental weiterlesen