Archiv der Kategorie: Bergsteigen

Rettet unsere „schwarzen Wege“

In den  topographischen  Karten sind sie schwarz gestrichelt eingezeichnet. In den Übersichtskarten an den Parkplätzen und in den Prospekten der Touristenzentren erscheinen sie meist gar nicht. Die Rede ist von alten, nicht mehr gepflegten Wegen. Angelegt wurden sie meist vor langer Zeit, für die alpine Heuernte, für die Alpwirtschaft, die Jagd und den Erzabbau. Diese Wege stellen oft den Zugang zu selten bestiegenen Bergen dar, den sog. Geheimtipps. Nach und nach verschwinden diese Wege aus den Karten und somit werden diese Wege nur noch von wenigen Einheimischen begangen. Das mag man durchaus begrüßen, doch wenn solche Wege nicht eine Mindestzahl an Begehungen aufweisen, dann wachsen sie zu und stehen somit dem einheimischen Gebietskenner auch nicht mehr zu Verfügung. Gleichzeitig entstehen im Alpenraum immer mehr fragwürdige Attraktionen, während diese schönen alten Wege, die zum Kulturgut unserer Heimat zählen verschwinden. Man könnte hier durchaus gegensteuern, doch ist diese Entwicklung oft gewollt. Wenn es um den Erhalt alter Wege geht, hält sich der Alpenverein oft vornehm zurück. Selbiger baut lieber Kletterhallen und streut Propagandamaterial für den Klimaschutz, gegen Wasserkraftwerke usw. um seine erhabene Geisteshaltung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Touristiker bauen lieber Hängebrücken, Riesenbänke  und fragwürdige Klettersteige anstatt das zu erhalten, was schon da ist. Rettet unsere „schwarzen Wege“ weiterlesen

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Die Höfats – im „Allgäuer Granit“

Blick man vom Nebelhorn nach Süden, so sticht sie trotzt Ihrer geringen Höhe sofort ins Auge. Mit Ihrer dunkelgrünen, ja fast schwarzen Nordwand wirkt sie wie ein Fremdkörper in dem sonst grau-weiß-grünen Gipfelmeer der Allgäuer Alpen. Ein Kletterberg?? Nein- sicher nicht. Ein Berg zum Wandern? Auch nicht, dafür sind ihre, fast vollständig mit einem Grasmantel überzogenen Flanken einfach zu steil. Klassische Bergsteiger sind es, die der Höfats noch hier und da ihre Aufwartung machen. Und natürlich die Einheimischen, die auf der Suche nach einer abgestürzten Gämse oder einem Edelweiß als Hutschmuck für den nächsten Heimatabend ihre Flanken durchstreifen.
Trotzdem:  Der Edelweisßbestand ist an der Höfats schon lange nicht mehr gefährdet.Hoefats Gerstruben
Kommerzielle Blumenräuber, die in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts  die an der Höfats zur Rekordgröße heranwachsenden Edelweiss an zahlungskräftige Touristen in Oberstdorf verkauften sind schon lange kein Thema mehr. Ob dies dem seit den 30er Jahren in den Sommermonaten von der Bergwacht besetzten Naturschutzposten zu verdanken ist, oder dem gesteigertem Wohlstand der andere Verdienstmöglichkeiten eröffnet, mag dahingestellt sein. Die Höfats – im „Allgäuer Granit“ weiterlesen

Trettachspitze, das Allgäuer Matterhorn

Immer wieder wird dieser Berg als „Allgäuer Matterhorn“ bezeichnet. Je nach Perspektive ist dieser Vergleich nicht mal an den Haaren herbei gezogen. Ausgangspunkt ist in der Regel das Dörfchen Einödsbach, dass  von nächsten Parkplatz aus in knapp vier Kilometern auf einer für den KFZ-Verkehr gesperrten Straße zu Fuß oder mit dem Mountainbike zu erreichen ist. Einödsbach selbst mit seinen sonnenverbrannten Holzhäusern und der kleinen Kapelle vor der Kulisse von Trettach, Mädelegabel und Hochfrottspitze ist wohl das Fotomotiv Nummer 1 des Allgäus.Einödsbach Kitschig schön anzusehen und doch immer wieder eindrucksvoll. Genau so eindrucksvoll ist die Besteigung der Trettachspitze, die irgendwo zwischen Wandern und Klettern einzustufen ist. Der typische Wanderer ist an den beiden Normalwegen bereits hoffnungslos überfordert, für den Kletterer stellt sich hingegen die Frage, in wie weit es sich lohnt, die Kletterausrüstung wegen wenigen Metern im unteren III. Grad fast 1700 Höhenmeter hinauf zu schleppen. Klassisches Bergsteigen also. Trettachspitze, das Allgäuer Matterhorn weiterlesen

Die perfekte Aufstiegsspur?

Die perfekte Aufstiegsspur ist das sicher nicht. Es stellt sich die Frage ab es diese überhaupt gibt. Ein Bergführer mit einer Anfängergruppe mag die vielen Spitzkehren monieren, die immer wieder zu Staus führen.

Dem Rennläufer mag sie zu flach und zu wenig zielgerichtet sein.

Dem alten Routinier mag sie vielleicht am besten gefallen.

Aufstiegsspur Buralpkopf

Eines ist sie auf jeden Fall. Sie ist angepasst. An kritische Verhältnisse und an die Natur. An diesem Tag galt in diesem Bereich Lawinenwarnstufe 4. Sie hält ausreichend Abstand zu der mit Triebschnee gefüllten Mulde zur rechten.

Auch an die Natur ist sie angepasst, da sie genügend Abstand zu der sonnigen, mit Bäumen und Büschen bewachsenen Hangkante zur rechten hält, dem Lebensraum von Rauhfußhühner.

Um Lawinenunfälle zu vermeiden und um die heimische Tierwelt zu schützen bedarf es keiner Airbacks und Lawinenapps und keiner grünen DAV- Schilder und keiner „nachhaltigen Besucherlenkungskonzepte“. Es bedarf auch nicht Monat für Monat seitenlange, ideologische Artikel in der Alpen-Prawda im Panorama

Es bedarf lediglich eines gesunden Menschenverstandes und ein an die aktuellen Bedingungen angepasstes Verhalten.

Noch etwas zur Spur: Sie ist nicht nachhaltig. Das soll sie auch nicht sein. Nach dem nächsten Schneefall gibt es andere Verhältnisse die eine andere Tourenauswahl und Spuranlage erfordern

Zum Teufel mit der Nachhaltigkeit

Zum Teufel mit der Nachhaltigkeit

Begriffserklärung Nachhaltigkeit

Als nachhaltig bezeichnet man etwas, dessen Wirkung lange anhält und sichtbar oder spürbar ist.

Das kann positiv oder negativ sein. Zum Beispiel  eine standortgerechte Waldbewirtschaftung. Die positiven Folgen können Jahrzehnte, Jahrhunderte anhalten. Aber auch der Zweite Weltkrieg. Dieser hat Europa nachhaltig verändert.

Meist ist dieser Begriff zu Unrecht ausschließlich positiv belegt. Man verbindet damit oft schonenden Umgang mit der Natur und den Ressourcen. Der Begriff wird inzwischen inflationär für beinahe jeden Mist verwendet, wenn man seine Mitmenschen, Kunden, Gäste von irgend Etwas überzeugen möchte. Zum Teufel mit der Nachhaltigkeit weiterlesen

Südwinter sind Autofahrerwinter Resümee zum Winter 2013/14

Südwinter sind Autofahrerwinter“, zumindest wenn man als Skibergsteiger am Nordrand  der Alpen  wohnt. Doch zunächst mal von Anfang an. Bereits am 12. November konnte man bei oben guten unten ganz brauchbaren Verhältnissen von Mittelberg aus das Walmendiger Horn mit Ski besteigen und vor allem auch von oben abfahren. 30- 40 cm frischer Pulverschnee, das reicht wenn der Untergrund als Piste dient und entsprechend geglättet ist. Südwinter sind Autofahrerwinter Resümee zum Winter 2013/14 weiterlesen