Archiv der Kategorie: Freie Berge

Allgäu-Aussfern: Wieviel Tourismus verträgt unsere Region?

Das südliche Allgäu und Teile des Außerfern leben gut vom Tourismus. Die Übernachtungszahlen steigen beständig und damit auch die Wertschöpfung in unserer Region. Viele Arbeitsplätze hängen an der Tourismuswirtschaft. Auf der anderen Seite stehen die Verkehrsbelastung, steigende Mieten und Gastronomiepreise, prekäre Arbeitsverhältnisse und Naturbelastung. Die Maßnahmen von Behörden, die Negativfolgen in den Griff zu bekommen, werden oft von der Bevölkerung als Schikane empfunden. In Folge dessen, gab es bereits die ersten fremdenfeindlichen Aktionen. Grund genug zu hinterfragen, ob ein weiteres Wachstum des Tourismussektors wünschenswert ist und wie man mit den Folgen des Overtourism umgehen sollte. Allgäu-Aussfern: Wieviel Tourismus verträgt unsere Region? weiterlesen

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Biken im Wildental. Teil 2

In der letzten Zeit haben mich Nachrichten erreicht, dass die Bikesperre im Wildental aufgehoben wäre, bzw. gar keine Schilder mehr vorhanden seinen. Aus diesem Grund wollte ich diesen Artikel löschen. Vorher habe ich allerdings noch einen Ausflug mit dem Bike ins Wildental unternommen, um mir ein Bild zu machen. Ich werde nun die Sache noch eine Weile beoabchten und den Artikel vermutlich bald löschen.

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Was passiert am Grünten? Teil 2

Es entspricht meiner liberalen Einstellung, jedem seine Erfüllung, sein Hobby, sein Glück und sein Auskommen zu gönnen. Wenn allerdings einer Gruppe nur ständig naturschädliches Verhalten, Sachbeschädigungen, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung  und die Missachtung von Regeln vorgeworfen wird und in sozialen Medien  pauschale Unterstellungen, Lügen und der Versuch eine Nutzergruppe vom Berg zu verbannen verbreitet werden, neige ich rasch zu Gegenpositionen, die auch mal übers Ziel hinausschießen. Frei nach dem Motto „keine Toleranz gegen die Intoleranz“. Um so schwieriger ist es, sich beim Thema Grüntenerschließung eine Meinung zu bilden und objektiv abzuwägen. Ich möchte es trotzdem versuchen. Was passiert am Grünten? Teil 2 weiterlesen

Naturschutz gegen Naturschutz und Dichtestress. Fliegen oder bleiben?

Der tatsächliche oder empfundene Dichtestress im Alpenraum steigt. Einerseits baut man die touristische Infrastruktur weiter aus, anderseits reicht es den Alpenbewohnern. Von Seiten der Jagd und Naturschutz, aber auch von genervten Anwohnern werden immer mehr Verbote und Lenkungen gefordert. Im Panorama 2/2019 fragt Autor Andi Dick ob man den in die Ferne fliegen muss, wenn die Alpen so nah sind. Die Antwort ist leider ja, denn im Stau am Fernpass stehen, zwischen lauter Besucherlenkungskonzepten noch eine individuelle Tour suchen, beim biwakieren von der Polizei geweckt werden, dass sind nicht die Dinge, die man in der Freizeit sucht. Somit haben wir es mit einem klassischem Interessenskonflikt „Naturschutz gegen Naturschutz“ zu tun. Naturschutz gegen Naturschutz und Dichtestress. Fliegen oder bleiben? weiterlesen

Fahrradsperre im Wildental

Wieder ein neues Verbot, wieder eine Ausgrenzung einer Nutzergruppe aus den heimischen Bergen, die es nicht zu akzeptieren gilt.

Der Betreiber der Inneren Wiesalpe  hat auf seiner Facebookseite angekündigt, dass im Wildental künftig keine Fahrräder mehr erlaubt seien.  Von dem Shitstorm und der Diskussion, die er damit ausgelöst hatte, glaubte er sich entziehen zu können, in dem er seine Facebookseite gelöscht hat. Doch so einfach geht das nicht. Die Screenshots sind gemacht und wir lassen nicht locker, bis das Bikeverbot wieder aufgehoben ist. Fahrradsperre im Wildental weiterlesen

Was passiert am Grünten?

Unter dem Markennamen „Grünten Berg Welt“ plant ein allgäuer Investor Nordseite des Berges die Modernisierung eines seit zwei Jahren brach liegenden Skigebietes, dazu eine Rodelbahn, den Neubau der Grüntenhütte, eine Walderlebnisbahn (was auch immer das ist) und vieles mehr. Was bedeutet das für uns Bergsteiger, Tourengeher, Kletterer und Naturfreunde?  Nachstehend möchte ich das Für- und Wider und die möglichen Folgen darstellen. Was passiert am Grünten? weiterlesen

Challange um den Titel: „Basiscamp für Umweltsünder“

Challange um den Titel:

„Basiscamp für Umweltsünder“

 

2017 hat die Zeitschrift „Alpin“ dem Schrecksee in der Gemeinde Bad Hindelang 2017 den Titel

Basiscamp für Umweltsünder

verliehen. Damit haben wir Hindelanger endlich einen Titel, mit dem sich keine andere Tourismusdestination im Alpenraum, ja sogar weltweit schmücken kann. Nachdem wir nicht das „erste deutsche Bergsteigerdorf“ geworden sind, das Marketingprojekt „Alpennester“ nur langsam in Fahrt kommt, andere Gemeinden schönere und höhere Berge haben, tut es gut, sich hier mit einem Titel positionieren zu können

Doch der Titel ist in Gefahr. Das Wasser in dem aktuell (01.04.2019) noch zugefrorenen See hat Trinkwasserqualität. Selbst im Sommer überwiegt das Grün der Bergwiesen, die bunte Vielfallt, einer Plasikmüllhalde, wie man sie von indischen und afrikanischen Stränden kennt sucht man hier vergebens. Aus diesem Grund hat die Gemeinde einen Aufruf an alle Umweltsünder gestartet, der dazu beitragen soll, den Titel zu verteidigen.

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Mediale Hetzjagd gegen Skitourengeher

Auf den ersten Blick könnte man könnte man es als innertiroler Angelegenheit sehen, den Grabenkrieg zwischen einem Touristiker aus dem Zillertal und dem ÖAV. Dank der Reichweite von sozialen Netzwerken gelangte die unsachliche Hetze gegen Skitourengänger in  den gesamten deutschen Sprachraum. Was war geschehen?

Nach der „Schneekatastrophe“ zu Jahresbeginn folgte eine Darstellung, die den Skifahrer, der sich abseits der Piste bewegt, als potentiellen Selbstmörder darstellte. (Freie Berge berichtete). Kaum war dieser Hype verstummt, folgten zahlreiche Meldungen, die Tourengeher und Variantenfahrer als egoistische Freizeitsportler darstellten, die das Wild in den Tod treiben. Die Ausfälligkeiten gegen den Alpenverein und Skitourengänger, die sich Franz Hörl, Touristiker, Windschaftsbundobmann, Jäger und ÖVP-Politker geleistet hat gehen  jedoch über das übliche Maß  weit hinaus. Mediale Hetzjagd gegen Skitourengeher weiterlesen

Dürfen wir im Allgäu künftig noch bergsteigen?

UPDATE 23.01.2019

 

Am 22.1.2019 fand in den Räumen des Landratsamtes Oberallgäu eine Sitzung zu dem hier thematisierten Plan statt.

Ergebnis: Der Plan wurde zurück genommen. Er kommt also nicht zur Anwendung.

Dort, wo Maßnahmen notwendig sind, müssen diese durch belegbare Fakten begründet und nachgewiesen werden.

Die IG Klettern Allgäu und die DAV Sektionen vor Ort werden den Prozeß begleiten.  Es sollen unbegründete und überzogene Maßnahmen abgewendet werden und sinnvolle und notwendige Lenkungen unterstützt werden.

Die breite Öffentlichkeit von diesem Plan zu informieren war durchaus sinnvoll und hat sicher auch dazu beigetragen, dass der Plan schon wegen vieler nicht ausgereifter und nicht nachvollziehbarer Punkte zurückgenommen wurde.

 

Liebe Leser, eigentlich sollte jetzt, Anfang Dezember ein Bericht über Skibergsteigen in den Seealpen erscheinen, sozusagen als Einstimmung für den kommenden Winter. Mehr zufällig habe ich von einem Managementplan für das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen erfahren, der es in sich hat. Sollten die 65 Punkte umgesetzt werden, wird es für die Bergsteiger eng. Der Plan stellt nicht weniger als ein Rundumschlag gegen alle Bergsportarten dar, darüber hinaus gegen den Tourismus, die Alpwirtschaft und die Jagd. Die Brisanz, die dahinter steckt, hat mich veranlasst, das Thema Seealpen erst einmal zurück zu stellen und mich mit dem besagtem Dokument zu befassen und gleichzeitig die alpine Öffentlichkeit darüber zu informieren und entsprechende Lobbyarbeit für uns Bergsteiger zu machen. Das wären eigentlich die Aufgaben des Alpenvereins, der allerdings Diskussionen zu solchen Themen gerne schweigt. Dürfen wir im Allgäu künftig noch bergsteigen? weiterlesen

Mountainbiken im Oberallgäu

Geländebedingt könnte das südliche Allgäu ein Paradies für Mountainbiker sein. Zwischen dem schroffen Allgäuer Hochalpen und den voralpinen Hügeln erstrecken sich die Vorberge, die mit einem dichten Netz von Forststraßen und Wegen unterschiedlicher Steilheit und Breite durchzogen sind. Ein Paradies für Mountainbiker, wären da nicht undurchsichtige, kaum nachvollziehbare gesetzliche Regelungen. Jahrelang ging alles gut. Die verstaubten Regelungen lagen unbeachtet in den Schubladen. In vergangen Sommer kam es im Naturpark Nagelfluhkette vermehrt zu Konflikten. Die eigentlich seit 1992 bestehenden Verbote, von denen kaum jemand wusste und die folglich nie beachtet wurden, waren plötzlich wieder aktuell. Da es für den Freizeitsportler ohne aufwendige Recherche unmöglich ist, zu erkennen, wo nun ein Verbot gilt und wo nicht. Eine Kennzeichnung, die nur mit einem unschönen Schilderwald zu bewerkstelligen wäre, unterblieben ist und auch Kontrollen angekündigt wurden, stellt sich die Frage, ob das Allgäu für den sportlich aktiven Gast eine geeignete Urlaubsregion ist und wie die Einheimischen damit umgehen sollen. Mountainbiken im Oberallgäu weiterlesen