Archiv der Kategorie: Freie Berge

Jochenloch – im inneren der Allgäuer Berge

Was tun an einem Regensonntag? Wandern, Bergsteigen, Klettern? Eher nicht. Wir beschlossen in das innere der Berge zu schauen.  Teile der Allgäuer Alpen bestehen aus dem zum Helvetikum gehörenden Schrattenkalk. Ein Gestein, in dem sich häufig große Höhlensysteme gebildet haben. So auch das „Jochenloch“ im Besler. Der Namen „Jochenloch“ wurde der Höhle von einem der Entdecker gegeben. Später wurde die Höhle in „Gamsbockloch“ umbenannt. Der Eingang befindet sich am Wandfuß eines Felsriegels. Er ist so unscheinbar, dass er erst im Jahr 2013 entdeckt wurde. Kein Wunder, wer sucht schon am Fuß eines kaum kletterbaren Wandbereiches in einem mit Brennnesseln zugewachsenen, engen Loch nach dem Eingang einer Höhle. Die Entdeckung stellte sich als kleine Sensation dar.  Nach 10 Meter Kriechen und etwa 10 Meter abseilen, erreichten die Entdecker eine der größten Höhlenhallen Süddeutschlands. Jochenloch – im inneren der Allgäuer Berge weiterlesen

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Zelten und Biwakieren in den Allgäuer Hochalpen

Endlich Sommerferien.  Gemeinsam mit ein paar Freunden aus der Alpenvereinsjugend radeln wir mit schweren Rucksäcken ins Hintersteiner Tal. Beim folgenden Aufstieg zu Fuß werden die Rucksäcke nicht leichter. Doch irgendwann ist der Schrecksee erreicht. Wir bauen unsere Zelte im weichen Grasboden am Ufer auf und verbringen ein paar abenteuerliche Tage am wohl schönsten Gebirgssee des Allgäus.

So meine Erinnerungen an die 80ger Jahre.  Auch heut zu Tage stehen hin und wieder Zelte am Schrecksee , auf der Märchenwiese, am Wildenfeld, im Oytal und an anderen schönen Plätzen in den Allgäuer Bergen. Doch ist das erlaubt? Die vorschnelle Antwort lautet nein. Doch so einfach ist es auch nicht. Ich würde sagen: Erlaubt mit Abstrichen. Lesen wir dazu die Verordnung über das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen. Zelten und Biwakieren in den Allgäuer Hochalpen weiterlesen

„Die Grünen“ fordern mehr Besucherlenkung im Alpenraum

Um eines vorweg zu nehmen. Die Grünen waren für unsere Gesellschaft wichtig. Zur Zeit ihrer Entstehung haben sie das damals noch in Ansätzen erkennbare Meinungsdiktat von Kirche, Konservativen und Altnazis zum Einsturz gebracht. Ebenso verdanken wir ihnen, dass in der Gesellschaft die Erkenntnis angekommen ist, dass grenzenloses Wachstum und Konsum in die Sackgasse führen kann. An ihrem Beginn standen sie auch für Toleranz und Freiheit. Von Freiheit ist bei den Grünen heute nicht mehr viel zu spüren. Empörung wegen Nichts,  Dagenpositionen und die Forderungen nach Einschränkung der selbstbestimmten Lebensgestaltung prägen heute das Bild dieser Partei.   Das betrifft auch den Alpinismus im Bayerischen Alpenraum. Gemäß einem Antrag  vom 6.5.2015 im Bundestag fordern „die Grünen“

bestehende erfolgreiche Konzepte der Besucherlenkung im Alpenraum, wie etwa die Ergebnisse des vom Deutschen Alpenverein aufgebauten Systems „Skibergsteigen umweltfreundlich“ in Deutschland deutlich auszuweiten und im Dialog mit den anderen Alpenstaaten schrittweise zur alpenweiten Anwendung bringen;

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Tiroler Jäger fordern Einschränkung beim Freizeitsport

Sie fordern mal wieder.

http://www.tt.com/politik/landespolitik/9886800-91/j%C3%A4gerschaft-fordert-strikte-ruhefl%C3%A4chen-f%C3%BCr-das-wild.csp

Scharenweise durchstreifen Freizeitsportler gedankenlos die Wälder, ohne groß nachzudenken, welchen Stress sie dem Wild zumuten, stellte Klotz fest. „Der Respekt für das Wild fehlt den Akteuren zum Großteil“, monierte ein verbitterter Bezirksjägermeister. Die Erlassung von Besucherregelungen und die Errichtung strikt einzuhaltender Wildruheflächen sei eine unabdingbare Forderung der Jägerschaft, gab er sich kämpferisch

Ein Blick in die Karte der Wildruhezonen zeigt, dass es davon in Tirol, zumindest im Außerfern schon genügend gibt. Punktuelle Lenkungsmaßnahmen, wie zum Beispiel an der Klimmspitze helfen dabei, Konflikte zu vermeiden. Tiroler Jäger fordern Einschränkung beim Freizeitsport weiterlesen

Rauhfußhühner- Gar nicht so selten

Seit Jahren kommt keine Ausgabe der Alpen-Prawda des Panoramas heraus, in der nicht in irgend einer Form die Bedrohung der Rauhfußhühner durch den bergsteigenden Menschen thematisiert wird. Ohne Frage, diese Bedrohung gibt es. Doch ist diese punktuelle Bedrohung so markant, dass dadurch die Bestände dieser Gattung gefährdet wäre? Kein Führerautor kommt an dem Thema vorbei. Politkorrekt wird es in der Einleitung eines jeden Werkes heruntergebetet, wie die Jungfräulichkeit Marias in der katholischen Sonntagsmesse. Das von Aussterben bedrohte Huhn ist längst ein Faktum geworden, dass nicht in Frage gestellt werden darf. Und wir Bergsteiger sind daran schuld! Wirklich? Rauhfußhühner- Gar nicht so selten weiterlesen

Riedberger Horn Früher Heute Morgen

Bereits vor der Jahrtausendwende Jahren wurden im Umfeld des Riedberger Hornes zwei Wildschutzgebiete ausgewiesen und einige Schilder zur Lenkung der Skibergsteiger aufgestellt, um dort lebenden Rauhfußhühner ein ungestörtes Überwintern zu ermöglichen. Sowohl die schöne Ostmulden des Wannenkopfes als auch die direkte Nordabfahrt vom Wannenkopf zur Zunkleitenalpe waren noch frei. Im Zuge des Projektes „Skibergsteigen umweltfreundlich“ wurden ab 2008 rund um das Riedberger Horn zahlreiche sogenannte „Wild-Wald Schongebiete“ ausgewiesen.   Riedberger Horn Früher Heute Morgen weiterlesen

Die perfekte Aufstiegsspur?

Die perfekte Aufstiegsspur ist das sicher nicht. Es stellt sich die Frage ab es diese überhaupt gibt. Ein Bergführer mit einer Anfängergruppe mag die vielen Spitzkehren monieren, die immer wieder zu Staus führen.

Dem Rennläufer mag sie zu flach und zu wenig zielgerichtet sein.

Dem alten Routinier mag sie vielleicht am besten gefallen.

Aufstiegsspur Buralpkopf

Eines ist sie auf jeden Fall. Sie ist angepasst. An kritische Verhältnisse und an die Natur. An diesem Tag galt in diesem Bereich Lawinenwarnstufe 4. Sie hält ausreichend Abstand zu der mit Triebschnee gefüllten Mulde zur rechten.

Auch an die Natur ist sie angepasst, da sie genügend Abstand zu der sonnigen, mit Bäumen und Büschen bewachsenen Hangkante zur rechten hält, dem Lebensraum von Rauhfußhühner.

Um Lawinenunfälle zu vermeiden und um die heimische Tierwelt zu schützen bedarf es keiner Airbacks und Lawinenapps und keiner grünen DAV- Schilder und keiner „nachhaltigen Besucherlenkungskonzepte“. Es bedarf auch nicht Monat für Monat seitenlange, ideologische Artikel in der Alpen-Prawda im Panorama

Es bedarf lediglich eines gesunden Menschenverstandes und ein an die aktuellen Bedingungen angepasstes Verhalten.

Noch etwas zur Spur: Sie ist nicht nachhaltig. Das soll sie auch nicht sein. Nach dem nächsten Schneefall gibt es andere Verhältnisse die eine andere Tourenauswahl und Spuranlage erfordern

Biancograt gesperrt – ökologischer Irrsinn bei den Eidgenossen

Die Schweiz ist uns, was den ökologisch motivierten Irrsinn betrifft, manchmal einen ordentlichen Schritt voraus. Vielfach handelt es sich  bei den getroffenen Maßnahmen nicht um eine artenschutztechnische Notwendigkeit, sondern um eine Ausgleichmaßnahme, um von den Sünden eines harten und lauten Eventtourismus abzulenken. Biancograt gesperrt – ökologischer Irrsinn bei den Eidgenossen weiterlesen

Zum Teufel mit der Nachhaltigkeit

Zum Teufel mit der Nachhaltigkeit

Begriffserklärung Nachhaltigkeit

Als nachhaltig bezeichnet man etwas, dessen Wirkung lange anhält und sichtbar oder spürbar ist.

Das kann positiv oder negativ sein. Zum Beispiel  eine standortgerechte Waldbewirtschaftung. Die positiven Folgen können Jahrzehnte, Jahrhunderte anhalten. Aber auch der Zweite Weltkrieg. Dieser hat Europa nachhaltig verändert.

Meist ist dieser Begriff zu Unrecht ausschließlich positiv belegt. Man verbindet damit oft schonenden Umgang mit der Natur und den Ressourcen. Der Begriff wird inzwischen inflationär für beinahe jeden Mist verwendet, wenn man seine Mitmenschen, Kunden, Gäste von irgend Etwas überzeugen möchte. Zum Teufel mit der Nachhaltigkeit weiterlesen