Archiv der Kategorie: Gedanken

Touris auf unseren Straßen

Noch immer Ferien und die typischen Sommerurlauber suchen unsere Straßen heim. Während dank A7 und A 96 der Transitverkehr schön links und rechts am Allgäu vorbei fließt, erwischt uns die Invasion von Touris mit voller Wucht. Die Transitreisewelle oder der winterliche Ausflugsverkehr in die Skigebiete ist zeitlich und örtlich berechenbar. Der durchschnittliche Sommertouri macht den heimischen Berufs- und Freizeitpendlern flächig und ganztägig das Leben schwer. Keine ach so geschmähten Tagesausflügler die ihr Fahrzeug beherrschen und ein bestimmtes Ziel ansteuern, sondern völlig verträumte und geistig abwesend Typen gurken herum. Der typische, für nahezu alles zu
tollpatschige, nörgelnde Sommertouri bevölkert die Straßen. Touris auf unseren Straßen weiterlesen

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Schrecksee: Mit dem Polizeihubschrauber gegen Wildcamper

Wildcamper haben am Schrecksee gezeltet und ein Lagerfeuer gemacht. Die Polizei sprach einen Platzverweis aus und zeigte sie an.

(Vollständiger Artikel in der Allgäuer Zeitung vom 31.8.2015)

Dies berichtet die Allgäuer Zeitung. Ferner ist dem Artikel zu entnehmen, dass das Gebiet im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen liegt und dort zelten und Feuer machen nach dem Naturschutzgesetz verboten sei. Schrecksee: Mit dem Polizeihubschrauber gegen Wildcamper weiterlesen

Naturschutz gegen Naturschutz am Beispiel des Hindelanger Bürgerkraftwerkes

„Der Naturschutz“ hat sich in unserer Gesellschaft zu einer übergeordneten Instanz etabliert, auf die sich jeder beruft, gleich welche Richtung er vertritt und die nicht in Frage gestellt werden darf. Vergleichbar in etwa mit „der Kirche“ im Mittelalter. Machtspiele, Selbstverwirklichung, wirtschaftliche Interessen, Profilierungssucht, Schutz von Klima, Schutz von Arten und der Landschaft. All das wird „dem Naturschutz“ unterstellt. Bevor wir allerdings diesen Begriff bemühen, der sich in Begleitung seiner Heiligen, wie dem Klimaschutz und der Nachhaltigkeit und seinem Gegenspieler, dem bösen Klimawandel zu einer Art Ersatzreligion  der Atheisten entwickelt hat, müssen wir uns im Klaren sein, was wir schützen wollen und wie wir das Ziel erreichen wollen. Zunehmend liefern sich die verschiedenen Richtung „des Naturschutzes“ verbale Gefechte um die wahre Lehre. Auch das hat er mit „der Kirche“ im Mittelalter gemeinsam. Betrachten wir dazu das geplante Bürgerkraftwerk Älpele im Hintersteiner Tal. Naturschutz gegen Naturschutz am Beispiel des Hindelanger Bürgerkraftwerkes weiterlesen

„Die Grünen“ fordern mehr Besucherlenkung im Alpenraum

Um eines vorweg zu nehmen. Die Grünen waren für unsere Gesellschaft wichtig. Zur Zeit ihrer Entstehung haben sie das damals noch in Ansätzen erkennbare Meinungsdiktat von Kirche, Konservativen und Altnazis zum Einsturz gebracht. Ebenso verdanken wir ihnen, dass in der Gesellschaft die Erkenntnis angekommen ist, dass grenzenloses Wachstum und Konsum in die Sackgasse führen kann. An ihrem Beginn standen sie auch für Toleranz und Freiheit. Von Freiheit ist bei den Grünen heute nicht mehr viel zu spüren. Empörung wegen Nichts,  Dagenpositionen und die Forderungen nach Einschränkung der selbstbestimmten Lebensgestaltung prägen heute das Bild dieser Partei.   Das betrifft auch den Alpinismus im Bayerischen Alpenraum. Gemäß einem Antrag  vom 6.5.2015 im Bundestag fordern „die Grünen“

bestehende erfolgreiche Konzepte der Besucherlenkung im Alpenraum, wie etwa die Ergebnisse des vom Deutschen Alpenverein aufgebauten Systems „Skibergsteigen umweltfreundlich“ in Deutschland deutlich auszuweiten und im Dialog mit den anderen Alpenstaaten schrittweise zur alpenweiten Anwendung bringen;

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Die Ötzigöttin

Steigt man von Vent in Richtung Martin-Busch-Hütte auf, so passiert man nach etwa 15 Minuten eine seltsame Steinfigur. Von der Form her könnte sie etwa als aufgerichteten Seeelefant mit Zackenkrone beschreiben.  Doch laut angebrachtem Schild handelt es sich bei dem Kunst-oder Kitschwerk um eine Göttin. Die Ötzigöttin.

oetzi Goettin

Die Ötzigöttin weiterlesen

Die perfekte Aufstiegsspur?

Die perfekte Aufstiegsspur ist das sicher nicht. Es stellt sich die Frage ab es diese überhaupt gibt. Ein Bergführer mit einer Anfängergruppe mag die vielen Spitzkehren monieren, die immer wieder zu Staus führen.

Dem Rennläufer mag sie zu flach und zu wenig zielgerichtet sein.

Dem alten Routinier mag sie vielleicht am besten gefallen.

Aufstiegsspur Buralpkopf

Eines ist sie auf jeden Fall. Sie ist angepasst. An kritische Verhältnisse und an die Natur. An diesem Tag galt in diesem Bereich Lawinenwarnstufe 4. Sie hält ausreichend Abstand zu der mit Triebschnee gefüllten Mulde zur rechten.

Auch an die Natur ist sie angepasst, da sie genügend Abstand zu der sonnigen, mit Bäumen und Büschen bewachsenen Hangkante zur rechten hält, dem Lebensraum von Rauhfußhühner.

Um Lawinenunfälle zu vermeiden und um die heimische Tierwelt zu schützen bedarf es keiner Airbacks und Lawinenapps und keiner grünen DAV- Schilder und keiner „nachhaltigen Besucherlenkungskonzepte“. Es bedarf auch nicht Monat für Monat seitenlange, ideologische Artikel in der Alpen-Prawda im Panorama

Es bedarf lediglich eines gesunden Menschenverstandes und ein an die aktuellen Bedingungen angepasstes Verhalten.

Noch etwas zur Spur: Sie ist nicht nachhaltig. Das soll sie auch nicht sein. Nach dem nächsten Schneefall gibt es andere Verhältnisse die eine andere Tourenauswahl und Spuranlage erfordern

Zum Teufel mit der Nachhaltigkeit

Zum Teufel mit der Nachhaltigkeit

Begriffserklärung Nachhaltigkeit

Als nachhaltig bezeichnet man etwas, dessen Wirkung lange anhält und sichtbar oder spürbar ist.

Das kann positiv oder negativ sein. Zum Beispiel  eine standortgerechte Waldbewirtschaftung. Die positiven Folgen können Jahrzehnte, Jahrhunderte anhalten. Aber auch der Zweite Weltkrieg. Dieser hat Europa nachhaltig verändert.

Meist ist dieser Begriff zu Unrecht ausschließlich positiv belegt. Man verbindet damit oft schonenden Umgang mit der Natur und den Ressourcen. Der Begriff wird inzwischen inflationär für beinahe jeden Mist verwendet, wenn man seine Mitmenschen, Kunden, Gäste von irgend Etwas überzeugen möchte. Zum Teufel mit der Nachhaltigkeit weiterlesen