Archiv der Kategorie: Kleinwalsertal

Achtung Blankeis! Statusreport Skitouren Nr. 3

Bei meinem letzten Statusreport sprach ich die Vermutung aus, dass das Lechtal seinen Rückstand in Punkto Schneehöhe im Vergleich zum Allgäu bei der angekündigten Wetterlage aufholen würde. Das ist nun eingetroffen. Besonders im Vergleich zu den Allgäuer Vorbergen.  Im Schutz der Allgäuer Alpen konnte das für die Schneedecke so vernichtende Zusammenspiel zwischen Regen und stürmischen, warmen Wind nur abgeschwächt wirken.

Das Hauptproblem ist derzeit die Vereisung. Wie es sich gezeigt hat, sind besonders höhere Berge (> ca. 1.800 m.) nah am Alpenrand betroffen. Achtung Blankeis! Statusreport Skitouren Nr. 3 weiterlesen

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Statusreport Skitourenverhältnisse

S‘ Chrischtkindle isch kumma und hatte jede Menge Schnee im Gepäck und zudem noch reichlich Sonne. Ach ja, das Weihnachtstauwetter war auch noch da, zudem recht pünktlich. Allerdings nur als kleiner „Reminder“ so auf die Art: Ich bin auch noch da. Um die Schneedecke nennenswert zu schmelzen war das Tauwetter zu schwach und die Schneeecke zu mächtig. Immerhin hat das Tauwetter gereicht um den Pulver ziemlich flächig in Bruchharsch zu verwandeln. Wer gut geplant hat, konnte aber auch über die Feiertage immer wieder Pulver oder Firn genießen. Meine Betrachtungen sollen hier nicht  nur die ganz aktuellen Schneeverhältnisse beschreiben. Diese ändern sich zur Zeit eh schneller, als ein Blogbeitrag verfasst ist, sondern befassen sich auch mit längerlebigen Fakten rund ums Skibergsteigen im Allgäu, Lechtal und Kleinwalsertal. Statusreport Skitourenverhältnisse weiterlesen

Frühwinterfreuden

Heuer ist alles anders. Der kälteste November seit zehn Jahren liegt hinter uns. Zudem noch ein November mit überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen. Waren in den letzten Jahren milde Südwestströmungen, gefolgt von blockierenden Hochdrucklagen wetterbestimmend, so folgte heuer im Spätherbst/Frühwinter eine feuchtkalte Nordwestströmung auf die nächste. Schoss der Kaltlufteinbruch westlich an den Alpen vorbei ins Mittelmeer, so wurde dort die Tiefdrucktätigkeit angekurbelt, so dass auch Teile der Südalpen inzwischen tief verschneit sind. Kurze milde Wetterphasen sorgten für eine rasche Setzung des frischen Schnees, so dass nun im Allgäu und den angrenzenden Gebieten nicht nur Pulverschnee sondern ab mittlere Höhenlage auch eine gut gesetzte Unterlage vorhanden ist. Frühwinterfreuden weiterlesen

Klettern am Hohen Ifen – Wie der Naturschutz missbraucht wird

Klettern am Hohen Ifen

Wie der Naturschutz missbraucht wird

So manch einer hat sich schon kopfschüttelnd über den Sinn der seltsamen Regelungen und Verbote auf der Südseite des Hohen Ifens gefragt. Grundsätzlich halte ich kleinräumige, zeitlich begrenzte Lenkungen um ein wertvolles Biotop, ein Brut- oder Überwinterungsgebiet herum für sinnvoll, sofern diese tatsächlich dem Natur- und Artenschutz dienen. In Fällen wie am Ifen, wo der Naturschutz nur vorgeschoben wurde um Jagdinteressen zu schützen, die Jagd sogar den größten Störfaktor darstellt, darf man auch über zivilen Ungehorsam nachdenken. So lange in Vorarlberg solcher Unsinn im Namen des Naturschutz Bestand hat,  kann man Kampagnen von dort, die auch ins Allgäu importiert werden keinen Glauben schenken.

Es sollte die moralische Pflicht eines jeden aufrichtigen Bergsteigers sein, sich solchen Regelungen destruktiv gegenüber zu verhalten.

Nachstehend habe ich die Historie und aktuelle Fakten zu den Ifen Südwänden zusammengestellt, die eines der besten Sportklettergebiete der Alpen darstellen könnten. Klettern am Hohen Ifen – Wie der Naturschutz missbraucht wird weiterlesen

Walser Steilgrasrunde

Walser Steilgrasrunde

ganz hinten im Kleinwalsertal gibt es eine auf den ersten Blick unscheinbare Kette steiler Grasberge, die so ganz im Schatten des optisch so dominanten Widderstein stehen. Bei näherer Betrachtung wirken die Gipfel steil und abweisend und werden aus diesem Grund kaum begangen. Zu recht, denn die Überschreitung dieser blumengeschmückten Messerschneide bleibt den wenigen vorbehalten, die wissen, auf was sie sich mit einer für die Allgäuer und Lechtaler Alpen typischen Steilgrastour einlassen. Mit Wandern hat die Tour nichts zu tun, mit Klettern auch nichts. Wer Touren wie die Höfatsüberschreitung oder die Überschreitung von Rotwand und Pfeilspitze in den Lechtaler Alpen schätzt, dem kann diese Überschreitung empfohlen werden. Alle anderen tun es besser den zahlreichen Touristen gleich die sich mehr oder weniger mühsam durchs Bärgunttal zum Widderstein schleppen Walser Steilgrasrunde weiterlesen

Messstationen

Die Messstationen der Lawinenwarndienste geben dem interessierten Nutzer wertvolle Hinweise zur aktuellen Situation. Als Ergänzung zum aktuellen Lagebericht oder aber um sich auf Basis des letzten verfügbaren Berichtes selbst einen aktuellen Lagebericht zu erstellen. Die Darstellung der veröffentlichten Daten ist von Land zu Land unterschiedlich, was die Lesbarkeit für den Anwender erschwert. Taupunkt, Wind, Strahlung, Oberflächentemperatur, Schneehöhe usw. Welche Daten können wir nutzen? Wäre eine einheitliche Darstellung sinnvoll? Messstationen weiterlesen

Föhn und Westwind. Wohin bei Problemwetterlagen?

Jeder Skibergsteiger hat es schon mal erlebt. Im Föhnsturm knapp unterm Gipfel umgedreht, bei der Abfahrt mit Presspulver und Pappschnee gekämpft, an dünn überschneiten Steinen die Skier ruiniert, während ein Tal weiter von Windstille, Pulverschnee und stabiler Unterlage berichtet wird. Zufall? Pech? Eher nicht. Eher eine Frage der Tourenplanung. Meine Beobachtungen zeigen, dass selbst alten Hasen das Gespür für die lokalen Besonderheiten im Wettergeschehen fehlt. An was liegt es? Föhn und Westwind. Wohin bei Problemwetterlagen? weiterlesen