Archiv der Kategorie: Reisen

Skitour in Truthahn

Im Nahen Osten, zwischen Europa und Asien liegt ein Land, dass die Engländer in ihrer Truthahn nennen. Viele verbinden mit diesem Truthahn Cluburlaub, Billigflieger, Döner, Gastarbeiter und Kopftuchmädchen und einen osmanischen Möchtegern-Adolf. So jedenfalls die gängigen Vorurteile. Das dieser Truthahn ein Gebirgsland ist, mit einem schier unerschöpflichen Skitourenpotential das wissen nur die Wenigsten. Von diesen Wenigen zieht es die meisten auf den Ararat, der leider in einer politisch instabilen Region liegt. Die wahren Perlen des Truthahns findet man jedoch im Taurusgebirge, den Dolomiten des Orients.

Rassige 2000 Höhenmeterskitouren in einer Dolomitenlandschaft, daneben Vulkanberge und sanfte Skihügel. Einfache und freundliche Menschen und die Tatsache, dass es am Sockel der Berge komplett eingerichtete Sportklettergebiete gibt, werten das Reiseziel Taurus zusätzlich auf. Wir waren sicher nicht zum letzten mal dort. Skitour in Truthahn weiterlesen

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Stürmische Tage in Norwegen

Meine dritte Skitourenreise nach Norwegen brachte uns in die „Sunnmörealpane“ Ein vielseitiges Gebirge an Norwegens stürmischer Westküste südlich von Alesund. Weltbekannt ist diese Landschaft vor allem bei den Sommertouristen wegen seiner Fjordlandschaften und den atemberaubenden Passstraßen wie dem Trollstiggen. Im Süden schließt der Jostedaslbreen an,  der größe Gletscher auf den europäischem Festland. Wie überall in Norwegen ist das Skibergsteigen  bei den Einheimsichen sehr beliebt. Organisierte Gruppen aus Mitteleuropa trifft man hier eher selten.  In Lyngen dagegen,  vor wenigen Jahren noch ein Geheimtipp geben sich heute die kommerziellen Anbieter aus dem Alpenraum die Klinke in die Hand. Stürmische Tage in Norwegen weiterlesen

Übernachtungsprobleme – Wir brauchen Hütten im Tal

Jeder kennt die Situation,  am Wochenende ist gutes Wetter angekündigt, die Lawinengefahr (Winter) oder das Gewitterrisiko (Sommer) sind gering. Sprich beste Verhältnisse, alles passt. Zeit ein Wochenende oder gar ein langes Wochenende abseits seiner Heimatregion im Gebirge zu verbringen um sich seine alpinen Träume zu erfüllen. Also nochmal Wetter und Verhältnisse checken uns los. Handelt es sich bei unserem Ziel um eine Hochtour wird man meist auf einer Hütte übernachten oder aber biwakieren, wenn diese voll ist. Geht man das Wunschziel vom Tal aus, wird’s schwierig. Gerade im Winter. Wohl dem der einen Campingbus oder ein gutes Zelt hat. Doch nicht überall gibt es einen passenden Campingplatz oder wird „wildes Campieren“ toleriert. Wer von Samstag auf Sonntag ein Zimmer sucht, wird damit oftmals keinen Erfolg haben womit wir wieder beim „wilden Campieren“ sind. Ähnlich die Situation für Pistenskifahrer aus alpenfernen Gegenden, die nur Samstag/Sonntag  zum Skifahren anreisen. Übernachtungsprobleme – Wir brauchen Hütten im Tal weiterlesen

Grüne Berge

Viele Berge  der  Allgäuer- und Lechtaler Alpen und des Bregenzer Waldes erstrahlen während des Sommers in einem einzigartigem grün. Nichts besonderes, ist ja jeden Sommer so – auf vielen Bergen. Mich faszinieren markante Kalkklötze,  Gletscherberge oder Wüstenlandschaften mehr. Das solche grüne Berge etwas besonders sind, wurde mir erst im Laufe meiner zahlreichen Reisen klar, aber auch durch den Austausch mit Menschen aus anderen Berggegenden.

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Roadtrip Albanien und Montenegro

Kaum Tourenbeschreibungen, kein Lawinenwarnsystem, die Anfahrt im Geländewagen: Wer sich im Winter in die Gebirge von Montenegro  und Albanien wagt, erlebt einsame Abfahrten, freundliche Menschen, reichliches und gutes Essen und langwierige Grenzübertritte. Es hätte ein ambitionierter Skitourenurlaub werden sollen. Das launische Balkanwetter gestattete jedoch nur bescheide Ziele. Herausgekommen ist ein Roadtrip durch zwei Balkanstaaten mit einigen kleineren Ski- und Wandertouren. Roadtrip Albanien und Montenegro weiterlesen

Iran Teil 5: Isfahan und die Wüste

Auch wer als eingefleischter Bergsteiger in den Iran reist, sollte zumindest einen Teil der Reise mit einem Sightseeingprogramm verbringen. Nach der erfolgreichen Besteigung des Damavands führte unsere Reise nach Isfahan, das lt. einem iranischen Sprichwort die halbe Welt sein sollte. Etwa so: Wer Isfahan kennt, kennt schon die halbe Welt. Wer noch nie in der Wüste war, hat hier zudem die Chance, relativ einfach und preiswert eine Wüstentour zu unternehmen. Die Iraner selbst schwärmen meist vom grünen Norden des Landes. Aber saftig grüne Berge, Wolken und Regen haben wir im Allgäu genügend. So waren es die Kontraste, die uns in den zentralen Iran führten. Iran Teil 5: Isfahan und die Wüste weiterlesen

Iran Teil 4: ZOS- Zentralorientalisches Schwimmschneefundament

Die Muster sind sich überall auf der Welt ähnlich. Je weiter ein Gebirge in der Hauptzugrichtung der Wetterfronten vom nächsten Meer entfernt ist, je trocknener das Klima, desto häufiger ist man mit einem Altschneeproblem konfrontiert. Das ist in den Alpen so, in den Rocky Mountains, in Zentralasien und auch im Iran. In Gebieten, in denen kein Lawinenlagebricht zur Verfügung steht, hilft nur der Blick in die Schneedecke und das Verständnis der Prozesse darin. Doch selbst langjährige Erfahrung schützt nicht zwangsläufig davor sich am Ende der Reise, bei der es keine kritischen Situationen gab, durch Gruppendynamik und Finaldenken in genau so eine kritische Situation zu begeben. Iran Teil 4: ZOS- Zentralorientalisches Schwimmschneefundament weiterlesen

Chachany, einer der leichtesten 6000er

Im trockenen Südwesten Perus stehen eine Reihe 6000er, die meist ohne besondere technische Schwierigkeiten zu besteigen sind. Auf Grund des trockenen Klimas und des Wassermangels können Tragtiere für die Zustiege kaum eingesetzt werden. Der logistische Aufwand um überhaupt an den Sockel des erstrebten Berges zu gelangen ist mit unter enorm.  Am Chachany halten sich die logistischen Hürden in Grenzen. Damit ist dieser mächtige Vulkan wohl einer der leichtesten 6000er Amerikas.

Trotzdem haben wir uns dafür entschieden ausgerechnet diesen leichten Gipfel in einer organisierten Gruppe, mit einem Bergführer zu besteigen.

 Zwei Fragen tauchten darauf hin auf:

  1. Welches ist überhaupt der leichteste 6000er?
  2. Gilt ein Gipfel, für dessen Besteigung man einen Bergführer bucht, als bestiegen?

Fragen, auf die es keine eindeutigen Antworten gibt. Chachany, einer der leichtesten 6000er weiterlesen

Ausangate – Ein zäher 6000er

Unter den zahlreichen 6000er der Anden gibt es leichte und schwierige, selten und häufig bestiegene. Der Ausangate zählt zu den selten besuchten Bergen. Von der Schwierigkeit würde ich ihn in die „gehobene Mittelklasse“ einordnen.

 Wer Einsamkeit sucht und das Fehlen jeglicher Infrastruktur nichts ausmacht, der findet hier in der Cordilliera Vilcanota sein Paradis.  Die meisten Touristen geben sich damit zufrieden, die Sechstausender von unten zu betrachten. Abgesehen vom abgelegenen Yayamari bietet keiner einen leichten Zugang.

(Hermann Kiedler- Die Anden)

Doch nicht nur die technischen Schwierigkeiten sind bei einer Andenexpedition zu berücksichtigen. Es sind auch die logistischen Hindernisse, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden können. Ausangate – Ein zäher 6000er weiterlesen

Wegen einer Orange

Wegen einer Orange im Handgepäck musste ich vor dem Rückflug von einer Skitourenreise  am Flughafen Alesund /Vigra  (Norwegen) den gesamten Rucksack auspacken, meine Schuhe ausziehen und mich einer Befragung stellen. Die Nervosität des Sicherheitspersonals war wenige Tage nach den Anschlägen von Brüssel verständlich! Die Sicherheitskontrollen sind lästig aber notwendig. Während sich zusehe, wie ein Beamter die Orange mehrfach durchleuchtet, schüttelt und mit einer dünnen Nadel hineinsticht, frage ich mich: Wenn es keinen Islam gäbe, könnte man dann in ein Flugzeug so einsteigen, wie in einen Linienbus? Wegen einer Orange weiterlesen