Archiv der Kategorie: Reisen

Ausangate – Ein zäher 6000er

Unter den zahlreichen 6000er der Anden gibt es leichte und schwierige, selten und häufig bestiegene. Der Ausangate zählt zu den selten besuchten Bergen. Von der Schwierigkeit würde ich ihn in die „gehobene Mittelklasse“ einordnen.

 Wer Einsamkeit sucht und das Fehlen jeglicher Infrastruktur nichts ausmacht, der findet hier in der Cordilliera Vilcanota sein Paradis.  Die meisten Touristen geben sich damit zufrieden, die Sechstausender von unten zu betrachten. Abgesehen vom abgelegenen Yayamari bietet keiner einen leichten Zugang.

(Hermann Kiedler- Die Anden)

Doch nicht nur die technischen Schwierigkeiten sind bei einer Andenexpedition zu berücksichtigen. Es sind auch die logistischen Hindernisse, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden können. Ausangate – Ein zäher 6000er weiterlesen

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Wegen einer Orange

Wegen einer Orange im Handgepäck musste ich vor dem Rückflug von einer Skitourenreise  am Flughafen Alesund /Vigra  (Norwegen) den gesamten Rucksack auspacken, meine Schuhe ausziehen und mich einer Befragung stellen. Die Nervosität des Sicherheitspersonals war wenige Tage nach den Anschlägen von Brüssel verständlich! Die Sicherheitskontrollen sind lästig aber notwendig. Während sich zusehe, wie ein Beamter die Orange mehrfach durchleuchtet, schüttelt und mit einer dünnen Nadel hineinsticht, frage ich mich: Wenn es keinen Islam gäbe, könnte man dann in ein Flugzeug so einsteigen, wie in einen Linienbus? Wegen einer Orange weiterlesen

Iran Teil 3: Damavand

Er ist der Höchste im Land und auch der Höchste   westlich des Karakorum, je nach Höhenangabe auch höher als der Elbrus. Als solcher ist er weithin bekannt und entsprechend hoch begehrt.  Er überragt alle umliegend Gipfel um gut 1500  und ist mit einer Schartenhöhe von 4.660 m  einer der höchsten freistehenden Berge der Welt. Einzig die Zuordnung des Iran in die „Achse des Bösen“ hat den technisch einfachen Berg vor dem Massenansturm ausländischer Bergtouristen bewahrt.  Seine Skibesteigung sollte das große Ziel unserer Iranreise sein; wohl wissend, das solch hohe, freistehende Berge skifahrerisch selten einen Hochgenuß bieten. Iran Teil 3: Damavand weiterlesen

Iran: Teil 2; Piste, Tour und Apres Ski – Dizin und Shemshak –

Man was für ein Chaos. Der Fahrer von lets go iran brachte den Rest unserer Truppe. Bereits auf dem Rückweg zu Masoud nach Rineh trafen wir uns auf der Landstraße am Fuße des Damavand. Es folgten unzählige Telefonate, Palaver uns. Wo wir gewesen seinen? Unser Fahrer hätte vorgestern am Flughafen nicht gefunden.  Wir haben ihn nicht gesehen usw. Lange rede kurzer Sinn. Wir beschlossen bei Masoud auszuchecken und hier zuvor noch das schon vorbereitete Essen zu genießen um uns anschließend nach Dizin bringen zu lassen. Rund drei Stunden sollte die Fahrt dorthin dauern inkl. der Durchquerung der 15 Millionenmetropole Teheran. Also alle neun rein in den Kleinbus und zurück nach Teheran. Dort Fahrerwechsel und weiter nach Dizin. Bald auch verstanden wir, warum es immer hieß, die Straße nach Dizin sei geschlossen. Jetzt Ende März wird das persische Neujahr, das Nouruz gefeiert. Es ist Urlaubszeit und ganz Teheran macht sich auf dem Weg in die Berge oder ans Kaspische Meer. Wer über den allsamstäglichen Stau am Fernpass oder vor München lametiert, der sollte sich das mal ansehen.  Spät in der Nacht kamen wir in Dizin an und bezogen das bereits von zu Hause aus gebuchte Hotel, in das man uns schon zwei Tage zuvor hätte bringen sollen. Hier sollten wir drei Nächte bleiben. Iran: Teil 2; Piste, Tour und Apres Ski – Dizin und Shemshak – weiterlesen

Iran: Skitouren unterm Halbmond. Teil 1 – Ankunft und Dobarar-Berge

Schau mal wie schön es bei uns ist und da fahrt ihr zu diesen Sichelbrüdern sagte mir ein allgäuer Skibergsteiger, als ich ihm unser Ziel für den nächsten Skitourenurlaub nannte. Erstaunen und Kopfschütteln war die häufigste Reaktion. Skitouren im Iran. Das geht ja wohl wirklich nicht. Selten auch ein wenig Neid und Begeisterung und zwar von denen, die schon einmal dieses faszinierende Land besucht hatten. Die wussten, dass die Realität in diesem Land anders ist, wie es das Zerrbild, dass unsere Medien verbreiten. Wir erlebten ein freundliches und sichereres Reiseland mit unendlichen Möglichkeiten, dass problemlos individuell zu bereisen ist. Einen erheblich Beitrag zum Gelingen dieser Skitourenreise hat auch die freundliche Art der Iraner beigetragen. Doch zunächst kam alles anders als geplant.

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Reiseland Iran: Allgemeine Information.

Wer sich etwas Zeit nimmt, kann eine Reise in den Iran problemlos individuell planen.  Wir haben eine österreichische Reisegruppe mit Bergführer am Damavand gesehen. Diese Art des Reisens wirkte auf uns eher unflexibel und hinderlich. Viele Iraner sprechen brauchbar bis sehr gut Englisch. Somit ist einer Verständigung meist problemlos möglich. Öffentliche Verkehrmittel und Taxis sind vergleichsweise billig. Überwiegend trifft man auf offene, gastfreundliche Menschen. Reiseland Iran: Allgemeine Information. weiterlesen

Im Lande des Schwimmschnee

Schwimmschnee ist ein Typus Schnee, den man als Endprodukt der „aufbauenden Umwandlung“ bezeichnen kann. Typisch sind die so genannten Becherkristalle. Also grobkörnige (bis 1 cm Durchmesser),  hohle Schneekristalle, die keine Bindung untereinander und zu anderen Schneeschichten aufweisen. Früher  wurde der Schwimmschnee auch „Tiefenreif“ genannt. Als solcher wird er auch im Englischen bezeichnet  (depth hoar). Die Russen bezeichnen ihn schlicht  als Zucker, was  bis auf die kleineren Kristallformen des Zuckers auch recht zutreffend ist. Im Lande des Schwimmschnee weiterlesen

Südwinter sind Autofahrerwinter Resümee zum Winter 2013/14

Südwinter sind Autofahrerwinter“, zumindest wenn man als Skibergsteiger am Nordrand  der Alpen  wohnt. Doch zunächst mal von Anfang an. Bereits am 12. November konnte man bei oben guten unten ganz brauchbaren Verhältnissen von Mittelberg aus das Walmendiger Horn mit Ski besteigen und vor allem auch von oben abfahren. 30- 40 cm frischer Pulverschnee, das reicht wenn der Untergrund als Piste dient und entsprechend geglättet ist. Südwinter sind Autofahrerwinter Resümee zum Winter 2013/14 weiterlesen