Archiv der Kategorie: Bergsteigen

Krottenspitzen – Der längste Allgäuer Grat

Der markante Krottenspitzengrat mit seinen gegenläufig ausgerichteten Hörnern der Krottenspitze und des Krummen Turms  erstreckt sich landschaftsprägend über dem Oberstdorfer Talkessel. Die Überschreitung des gesamten Grates stellt eine der eindrucksvollsten und längsten Grattouren des Allgäus dar. Trotzdem erhalten die zahlreichen Zacken dieses Grates nur selten Besuch. Zu schwierig für den Wanderer und den normalen Bergsteiger, zu kurz die richtigen Kletterstellen, zu lang der Zustieg, zu viele Schrofenpassagen für den alpinen Kletterer. Der stete Wechsel zwischen leichtem und schwerem Gelände kostet Zeit und fordert eine angepasste Seiltechnik. Krottenspitzen – Der längste Allgäuer Grat weiterlesen

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Überschreitung von Höllhörnern und Kleinem Wilden

Die Überschreitung der beiden Höllhörner und des Kleinen Wilden gehört zu den großen Gratüberschreitungen des Allgäus. Häufig wird wird nur der als alpine Genußkletterei bekannte Südgrat des Südlichen Höllhorn gegangen. Die Betonung liegt hier auf alpin, denn neben einigen wirklich schönen Kletterstellen gibt es auch brüchige Passagen. Daran ändert auch die gute Absicherung nichts. Vor einigen Jahren fiel zudem die erste Seillänge samt guten Kleilstellen einem Blitzschlag zum Opfer. Verblieben ist eine gefährlich, brüchiger Einstieg an labilen Blöcken. Am 30.7.2016 haben wir rechts davon einen alternativen Einstieg eingerichtet, der zwar deutlich schwieriger ist, aber eben auch fester. Überschreitung von Höllhörnern und Kleinem Wilden weiterlesen

Die Höfats – im „Allgäuer Granit“

Blick man vom Nebelhorn nach Süden, so sticht sie trotzt Ihrer geringen Höhe sofort ins Auge. Mit Ihrer dunkelgrünen, ja fast schwarzen Nordwand wirkt sie wie ein Fremdkörper in dem sonst grau-weiß-grünen Gipfelmeer der Allgäuer Alpen. Ein Kletterberg?? Nein- sicher nicht. Ein Berg zum Wandern? Auch nicht, dafür sind ihre, fast vollständig mit einem Grasmantel überzogenen Flanken einfach zu steil. Klassische Bergsteiger sind es, die der Höfats noch hier und da ihre Aufwartung machen. Und natürlich die Einheimischen, die auf der Suche nach einer abgestürzten Gämse oder einem Edelweiß als Hutschmuck für den nächsten Heimatabend ihre Flanken durchstreifen.
Trotzdem:  Der Edelweisßbestand ist an der Höfats schon lange nicht mehr gefährdet.Hoefats Gerstruben
Kommerzielle Blumenräuber, die in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts  die an der Höfats zur Rekordgröße heranwachsenden Edelweiss an zahlungskräftige Touristen in Oberstdorf verkauften sind schon lange kein Thema mehr. Ob dies dem seit den 30er Jahren in den Sommermonaten von der Bergwacht besetzten Naturschutzposten zu verdanken ist, oder dem gesteigertem Wohlstand der andere Verdienstmöglichkeiten eröffnet, mag dahingestellt sein. Die Höfats – im „Allgäuer Granit“ weiterlesen