Archiv der Kategorie: Skitouren

Heilbronner Weg – Traumlinie über das Dach des Allgäus

Der Heilbronner Weg zählt zu den eindrucksvollsten Skitouren in den Allgäuer Alpen. In einem oder besser zwei Tagen überschreitet man entlang dieser Route den Allgäuer Hauptkamm. Im Sommer von den bergwandernden Massen gerade zu überrannt, herrscht im Winter meist Bergeinsamkeit pur zwischen Rappensee- und Kemptner Hütte. Aus gutem Grund. Die steilen, oft felsigen Gipfelaufstiege, die steilen Flanken und die tief eingeschnitten Schluchten machen dieses Tourengebiet zu einem der anspruchsvollsten der ganzen Alpen. Heilbronner Weg – Traumlinie über das Dach des Allgäus weiterlesen

An Tagen wie diesen

 

An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit; erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht.

Die genialen Verhältnisse ab Mitte Februar entschädigen für den verspäteten und zaghaften  Winterbeginn.

Nach Belieben Pulver und Firn bei meist recht sicheren Lawinenverhältnissen.

Das alles vor der Haustüre. In machen Wintern sind Fahrten in die Zentral oder Südalpen eher übrig. An Tagen wie diesen weiterlesen

Rauhfußhühner- Gar nicht so selten

Seit Jahren kommt keine Ausgabe der Alpen-Prawda des Panoramas heraus, in der nicht in irgend einer Form die Bedrohung der Rauhfußhühner durch den bergsteigenden Menschen thematisiert wird. Ohne Frage, diese Bedrohung gibt es. Doch ist diese punktuelle Bedrohung so markant, dass dadurch die Bestände dieser Gattung gefährdet wäre? Kein Führerautor kommt an dem Thema vorbei. Politkorrekt wird es in der Einleitung eines jeden Werkes heruntergebetet, wie die Jungfräulichkeit Marias in der katholischen Sonntagsmesse. Das von Aussterben bedrohte Huhn ist längst ein Faktum geworden, dass nicht in Frage gestellt werden darf. Und wir Bergsteiger sind daran schuld! Wirklich? Rauhfußhühner- Gar nicht so selten weiterlesen

Lawinenlage: Gefahrenstufen in Grenzregionen.

Nachtrag im Dezember 2019. Den nachstehenden Beitrag habe ich 2015 verfasst. In der Zwischenzeit hat sich in Richtung Harmonisierung der Lageberichte und der Warnregionen schon einiges getan. Eine wesentliche Änderung ist die Erweiterung und Umbenennung der Bayrischen Matrix (ins Leben gerufen durch Dr. Bernd Zenke). Der ursprüngliche Text von 2015 wurde diesbezüglich angepasst.

Diese Situation gibt es immer wieder. Die Lawinenwarndienste benachbarter Regionen geben eine unterschiedliche Gefahrenstufe heraus. Wir stehen auf einem Grenzberg. Die Staatsgrenze teilt einen Hang. Für den lehrbuchmäßig geschulten Munterrechner, den Snowcardbenutzer  und den Stop-or-Go-Entscheider  wird die Situation rasch zum Problem. Besonders dann, wenn er eine Gruppe führt oder die Garantenstellung hat.  Welcher Lagebericht hat nun recht? Lawinenlage: Gefahrenstufen in Grenzregionen. weiterlesen

Die perfekte Aufstiegsspur?

Die perfekte Aufstiegsspur ist das sicher nicht. Es stellt sich die Frage ab es diese überhaupt gibt. Ein Bergführer mit einer Anfängergruppe mag die vielen Spitzkehren monieren, die immer wieder zu Staus führen.

Dem Rennläufer mag sie zu flach und zu wenig zielgerichtet sein.

Dem alten Routinier mag sie vielleicht am besten gefallen.

Aufstiegsspur Buralpkopf

Eines ist sie auf jeden Fall. Sie ist angepasst. An kritische Verhältnisse und an die Natur. An diesem Tag galt in diesem Bereich Lawinenwarnstufe 4. Sie hält ausreichend Abstand zu der mit Triebschnee gefüllten Mulde zur rechten.

Auch an die Natur ist sie angepasst, da sie genügend Abstand zu der sonnigen, mit Bäumen und Büschen bewachsenen Hangkante zur rechten hält, dem Lebensraum von Rauhfußhühner.

Um Lawinenunfälle zu vermeiden und um die heimische Tierwelt zu schützen bedarf es keiner Airbacks und Lawinenapps und keiner grünen DAV- Schilder und keiner „nachhaltigen Besucherlenkungskonzepte“. Es bedarf auch nicht Monat für Monat seitenlange, ideologische Artikel in der Alpen-Prawda im Panorama

Es bedarf lediglich eines gesunden Menschenverstandes und ein an die aktuellen Bedingungen angepasstes Verhalten.

Noch etwas zur Spur: Sie ist nicht nachhaltig. Das soll sie auch nicht sein. Nach dem nächsten Schneefall gibt es andere Verhältnisse die eine andere Tourenauswahl und Spuranlage erfordern

Föhn und Westwind. Wohin bei Problemwetterlagen?

Jeder Skibergsteiger hat es schon mal erlebt. Im Föhnsturm knapp unterm Gipfel umgedreht, bei der Abfahrt mit Presspulver und Pappschnee gekämpft, an dünn überschneiten Steinen die Skier ruiniert, während ein Tal weiter von Windstille, Pulverschnee und stabiler Unterlage berichtet wird. Zufall? Pech? Eher nicht. Eher eine Frage der Tourenplanung. Meine Beobachtungen zeigen, dass selbst alten Hasen das Gespür für die lokalen Besonderheiten im Wettergeschehen fehlt. An was liegt es? Föhn und Westwind. Wohin bei Problemwetterlagen? weiterlesen

50 + 50 = 60. Neuschneezuwachs bei Großschneefällen

Addiert man die Neuschneemengen der letzten drei Tage, so käme man im Allgäu auf einen Zuwachs von minimal 60 cm und maximal 130 cm.

Tatsächlich ergeben die beiden, in der jeweiligen Höhenlage repräsentativen, Messstationen des Bayerischen Lawinenwarndienstes nur einen Zuwachs von rund 30 cm am Hörmoos und rund 35 bis 40 cm am Fellhorn. 50 + 50 = 60. Neuschneezuwachs bei Großschneefällen weiterlesen