Archiv der Kategorie: Wetter

Tourenplanung ohne Lagebericht

Zu Beginn und am Ende der Tourensaison oder auch in vielen außeralpinen Regionen gibt es keinen Lawinenlagebericht, keine Lawinenvorhersage oder Bulletin. Trotzdem ist man mit etwas Erfahrung und gesundem Menschenverstand in der Tourenplanung nicht völlig aufgeschmissen. Angenommen, ich würde am  Samstag, 9.11.2019 auf die  Mitterlochspitze im Langtaufers planen. Wie geht man da vor?

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Rückblick auf den Traumwinter 2018/-19

Der Traumwinter 2018/-19 begann schleppend – und viel zu warm. Nach dem Hitzesommer 2018 war durchaus zu befürchten, dass uns das viel zu warme Wetter erhalten bleibt und wir schneetechnisch auf einen Totalausfall zusteuern würden. Doch Wetter und Klima lassen sich nicht über einen längeren Zeitraum vorhersagen. Was dann folgte war ein Traumwinter mit Rekordschneemengen in Teilen der Ostalpen und in Folge viel Sonne und beste Bedingungen. Meine Betrachtungen finden ihren Schwerpunkt in den Allgäuer und den Lechtaler Alpen mit einigen Blicken über den Tellerrand hinaus. Rückblick auf den Traumwinter 2018/-19 weiterlesen

Wenn alte Schwachschichten wieder aktiv werden

Im Frühjahr kommt es regelmäßig vor, dass alte, längst vergessene, bodennahe Schwachschichten in der Schneedecke wieder aktiv werden und somit zu einem Ansteigen der Lawinengefahr führen.

Meist passiert das, wenn die Durchfeuchtung von oben die Schwachschicht erreicht. Diese Situation führt regelmäßig zu unerwarteten Lawinenabgängen. Wenn alte Schwachschichten wieder aktiv werden weiterlesen

Nach der Schneekatastrophe – Wie konnten wir das nur überleben?

Die Schneekatastrophe ist vorbei, die Lawinengefahr ist rückläufig, nach und nach wurden die gesperrten und verschütteten Straßen und Pisten wieder frei gegeben.

  • „Schneehexe schluckt Deutschland“
  • „Frau Holle dreht durch“
  • “ Schneewalze überrollt die Alpen“
  • „Österreich von der Außenwelt abgeschnitten“
  • „Extremste Lawinengefahr“

 

Wie konnten wir das nur überleben und dabei sogar abseits gesicherter Routen  auf Skitour gehen? Klar,  gewöhnlich war die Situation nicht, aber weit entfernt von einem Jahrhundertereignis oder einer Katastrophe. Nach der Schneekatastrophe – Wie konnten wir das nur überleben? weiterlesen

Vom Winde verweht. Wo ist der angekündigte Schnee geblieben?

 

 

Großspurig wurde der Wintereinbruch für das Wochenende 9.+10.12.2018 für den gesamten Nordalpenbereich von Savoyen bis zum Schneeberg angekündigt. Entsprechende Webseiten veröffentlichten bunt eingefärbte Karten, die die zu erwartende Schneemengen anzeigen. So ein guter Meter war überall drin. Was die Prognosen nicht auf dem Schirm hatten, war die Auswirkung des Windes, obwohl dieser ebenfalls angekündigt war. So kam es, dass von den vollmundigen Prognosen vielerorts kaum etwas übrig geblieben ist.  Ein Stück in den Bergen drin,  schaut es vereinzelt schon ganz gut aus.

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Herbstblüte- Ein zweiter Frühling

Die ungewöhnlichen Wetterkapriolen der letzten Wochen führten im Oktober 2018 zu ungewöhnlichen Reaktionen der Natur.  Auf eine kurze, aber extrem kalte Phase mit Frost und Schnee Ende September 2018 folgte ein deutlich zu warmer Oktober.

So kommt es, dass im Oktober im Sparkettkar, in den Lechtaler Alpen zum zweiten mal die Alpenrosen blühen. Auf einer Wiese bei Oberstdorf blühen die Trollblumen. Auch der Enzian entfaltet im Herbst 2018 nochmals seine Pracht. Herbstblüte- Ein zweiter Frühling weiterlesen

Das Altschneeproblem in den Alpen: Zusammenhang mit der Baumarten-Verteilung

Die ISSW 2018 im Oktober in Innsbruck naht. Es ist der weltweit größte Kongress von Wissenschaftlern und Praktikern im Bereich von Schnee & Lawinen. Sie findet im zweijährigen Rhythmus statt, wobei der Austragungsort immer zwischen Europa, Kanada und den USA wechselt.

Auch Lukas und ich habe ein paar Ideen aus der Praxis in diesem Zuge auf Papier gebracht. Folgend geht es mehr um einen interessanten Zusammenhang der in den Alpen aus der Praxis abgeleitet wurde. Dank detaillierter Lawinenlageberichte  findet er weniger in den Alpen  Anwendung,  sondern in anderen Gebieten der Erde. Das Altschneeproblem in den Alpen: Zusammenhang mit der Baumarten-Verteilung weiterlesen

Sommerschnee

Als Sommerschnee bezeichnet man tragfähigen, kompakten Schnee mit einer auffälligen, wabenförmigen Oberfläche. Wie der Name schon sagt, ist diese Schneeart eine Erscheinung des Sommers und des Frühjahrs. Nachstehend ein paar Bilder und ein paar Gedanken zu seinen Eigenschaften und seiner Entstehung. Sommerschnee weiterlesen

Winter 2017/-18 Rückblick auf einen Winter der Extreme

 

Einen Winterrückblick für das Allgäu zu schreiben, bevor der Kratzer mit dem zeigen seiner Rippen das Ende des Tourenwinters signalisiert macht wenig Sinn. Doch nun ist es es weit. Der zurückliegende Winter war ein extremer Winter. Der kälteste November seit über zehn Jahren. Reichlich viel Neuschnee und Kälte im Dezember, ein milder Januar,, eisige Kälte im Februar, ein eher durchschnittlicher März und schließlich zum Ende hin ein gerade zu hochsommerlicher April, der die bis dahin so mächtige Schneedecke rascher dahinschmelzen ließ, als man das für möglich gehalten hätte. Das Besondere am vergangen Winter: Nicht nur in einer Region, sondern nahezu in den gesamten Alpen und am Balkan zeigte sich Frau Holle außerordentlich großzügig. Winter 2017/-18 Rückblick auf einen Winter der Extreme weiterlesen

Firn, Föhn und Saharastaub – Skifrühling 2018

Seit nunmehr 14 Tagen bestimmt mehr oder weniger eine Südströmung das Wettergeschen in den Alpen. Das bedeutet mildes, oftmals sonniges Wetter nördlich des Alpenhauptkamms, mehr oder weniger dichte Staubewölkung im Süden davon und letzte Powderschwünge am Hauptkamm. Nicht immer muss eine Südströmung zu diesem stereotypischen Muster- Föhn im Norden und Regen am Süden –  führen.  Fehlt die Feuchtigkeit, so kann auch bei Südströmung am Gardasee die Sonne scheinen. Großräumige Südströmungen bringen nicht selten eine Ladung Saharastaub über die Alpen. Das bedeutet oft ein trüber Himmel, wenig Fernsicht, aber auch spektakuläre Farben zum Sonnenauf- und untergang. Normalerweise würde bei solch einer Wetterlage der Schnee förmlich unter den Skiern wegschmelzen. Nicht so 2018, wo Frau Holle nahezu in den gesamten Alpen eine großzügige Basis hinterlassen hat. Nachfolgend ein paar Eindrücke aus dem Skifrühling 2018 aus dem Allgäu, dem Außerfern und dem Kleinwalsertal mit einem Blick über den heimischen Tellerrand hinaus. Firn, Föhn und Saharastaub – Skifrühling 2018 weiterlesen