Archiv der Kategorie: Wetter

Winterrückblick 2016/-17

Diesmal sind die ersten Prognosen für den 2016/-17 bereits im April 2016 aufgetaucht. Es sollte kälter werden. Schauen wir mal, wie er geworden ist. Eines jedoch vorab: Wenn es nicht möglich ist, das Wetter über einen längeren Zeitraum als eine Woche zuverlässig vorherzusagen, wie soll dies dann mit der gemittelten Summe von Wetterereignissen, sprich dem Klima möglich sein? Der Winter 2016/-17 war auf jeden Fall ein spannender Winter. Meine Betrachtung hat natürlich einen allgäuer Schwerpunkt, versucht aber auch alpen-oder europaweite Aspekte mit einzubeziehen. Winterrückblick 2016/-17 weiterlesen

Die Zukunft der alpinen Führerliteratur

Manches war früher einfacher. Die Tourenplanung erfolgte mit dem Alpenvereinsführer und der entsprechenden Alpenvereinskarte. In der Schweiz mit dem SAC Clubführer und der Schweizer Landeskarte. Die Alpenvereinsführer deckten mehr oder weniger alle Spielarten vom Talspaziergang, über die klassische Kletterroute, zum Eisanstieg bis zur Skitour ab. Auf Grund der Fülle der unterzubringenden Informationen waren sie naturgegeben auch sehr kurz gefasst oder auch ungenau. Nach und nach folgten die Spezialführer und später das Internet. Hat die klassische Führerliteratur noch eine Zukunft? Die Zukunft der alpinen Führerliteratur weiterlesen

Der Winter ist da

Der Winter ist da. Zumindest in den Allgäuer Alpen oberhalb von rund 1000 m. Darunter ist es noch grün oder nur leicht angezuckert. Wer am Wochenende mit den Skiern losziehen möchte, sollte berücksichtigen, dass der Schnee locker und ohne Unterlage auf dem warmen Boden liegt. Der Winter ist da weiterlesen

Der „Lake-Effekt“über dem Bodensee

Das westliche Oberallgäu und der Bregenzer Wald gehören zu den niederschlagreichsten Regionen Mitteleuropas. So gilt Balderschwang  mit 2450 ltr/m²  pro Jahr als der niederschlagsreichste Ort Deutschlands. Damüls im Bregenzer Wald rühmt sich als der schneereichste Ort der Welt. Die Nord- und Weststaulagen am Nordrand der Alpen sind dafür überwiegend verantwortlich. Doch es gibt noch einen weiteren Effekt, der sich in den genannten Regionen zu Stau und Hebung dazu addiert.

Den „Lake-Effekt“  wie man ihn von den „Großen Seen“ in Nordamerika kennt, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen auch über dem Bodensee. Das führt dazu, dass es in Sachen Schnee und Regen im Allgäu und Bregenzer Wald oft mal ein bisschen mehr sein darf. Der „Lake-Effekt“über dem Bodensee weiterlesen

Winterrrückblick 2015/-16

Es sollte der Jahrhundertwinter werden sofern man einem oberbayerischen Wetter- und Klimascharlatan Glauben schenken wollte. Insgesamt waren die Verhältnisse ähnlich dem Winter 2014/-15

Doch ein jahrhundertmäßig waren  zunächst nur die vielen ungewöhnlich milden Sonnentage im Dezember. Nach einem planmäßigem Winterbeginn Ende November folgte bis zum Sylvestertag langanhaltendes Schönwetter. Für viele Liftbetreiber im Alpenraum bedeutete dies einen Totalausfall für das Weihnachtsgeschäft.  Insgesamt war der Dezember 2015 in Oberstdorf um 3,5 Grad(DWD)  zu warm. Laut der ZAMG war es auf den Bergen sogar bis zu 6,3 Grad zu warm.  Immerhin konnte sich in den üblichen Nordweststaulagen vom Allgäu bis zum Westschweizer Alpennordrand  aus dem zuvor gefallenen Schnee teilweise eine Schneedecke halten, die sowohl Pistenskifahren als auch Skitouren ermöglichte. Winterrrückblick 2015/-16 weiterlesen

Schneehöhenmessung der ZAMG

Die Ankündigung des automatischen Schneehöhenmesssystem „Snowgrid“ klingt nach dem, was der Alpinist lange sehnsuchtsvoll gewünscht hat. Eine  flächige und zentimetergenaue Schneehöhenmessung für Österreich und auch für die angrenzenden Gebiete. Seit dem Winter 2015/-16 ist dieses Tool nun auf der Webseite der ZAMG verfügbar. Die Beschreibung klingt vielversprechend.

Das Programm berechnet für 28 Millionen Punkte in Österreich und Umgebung die Schneehöhe und Neuschneemenge sowie den Schneewasserwert und die mittlere Schneetemperatur. Zahlreiche Anwender nutzen bereits die Daten, wie Lawinenwarndienste, hydrologische Dienste, die Energiewirtschaft und Straßendienste. Ab sofort sind SNOWGRID-Analysen frei zugänglich auf

Doch taugt dieses Tool auch für die Tourenplanung. Ich habe die Probe aufs Exempel gemacht. Schneehöhenmessung der ZAMG weiterlesen

Altschnee bleibt ein Thema

Langsam, ganz zögerlich haben die Lawinenwarndienste der Schweiz, Tirols und Südtirols die Gefahrenstufe in den zentralalpinen Gebieten reduziert. Die Schneedecke setzt sich langsam, die Verbindung der Schichten wird besser und vor allem die Bereitschaft zur Bruchfortpflanzung nimmt ab. Dennoch: Das Schwimmschneefundament vom Frühwinter kann sich nicht einfach in Luft auflösen. Es bleibt bleibt vorhanden und stellt nach wie vor eine tückische Gefahr dar. Wenn auch die Gefahrenstellen zunehmend seltener werden. Altschnee bleibt ein Thema weiterlesen

Messstationen

Die Messstationen der Lawinenwarndienste geben dem interessierten Nutzer wertvolle Hinweise zur aktuellen Situation. Als Ergänzung zum aktuellen Lagebericht oder aber um sich auf Basis des letzten verfügbaren Berichtes selbst einen aktuellen Lagebericht zu erstellen. Die Darstellung der veröffentlichten Daten ist von Land zu Land unterschiedlich, was die Lesbarkeit für den Anwender erschwert. Taupunkt, Wind, Strahlung, Oberflächentemperatur, Schneehöhe usw. Welche Daten können wir nutzen? Wäre eine einheitliche Darstellung sinnvoll? Messstationen weiterlesen

Wasserrillen und Gleitschnee – Nach dem großen Regen

Der Winter 2015/-16 war bisher gekennzeichnet von einer Reihe außergewöhnlicher Wetterkapriolen. So auch der Zeitraum vom 30.1. bis zum 1.2.2016. Nach einen kurzem Zwischenhoch folgte unmittelbar nach einer kräftigen Kaltfront subtropische Warmluft mit einer west- bis nordwestlichen Anströmung, was zu intensiven Niederschlägen in den typischen Nord- und Weststaulagen der Alpen führte. Wasserrillen und Gleitschnee – Nach dem großen Regen weiterlesen

Wenn die Staulage kräftig wird

Bei den, im Nordalpenwinter begehrten, schneebringenden Nordweststaulagen werden regelmäßig bestimmte Gebiete begünstigt, andere nicht. Frau Holle verteilt ihre weiße Pracht selten gleichmäßig.
Die ersten Bergketten nach dem Flachland bzw. das unmittelbare Lee davon bekommen in der Regel am meisten Niederschlag. Ob eher die Staulage  selbst oder das Lee  der ersten Bergkette begünstigt ist, richtet sich nach der Stärke der Anströmung.
Meist liegt das Maximum in einer Region zwischen dem westlichen Oberallgäu (Balderschwang) über den Bregenzer Wald und das Kleinwalsertal hinweg bis zum Arlberg. Ein zweites, kleineres Maximum ist das Lee der Nebelhorn-Daumen Kette, sprich das allerhinterste Ostrachtal.

Wenn aber, wie am 13.1.2016 die nordwestliche Anströmung derart stark ist, dass nicht nur die ersten Bergketten, sondern auch der Allgäuer Hauptkamm übersprungen wird, verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt in die Lechtaler Alpen.

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