Archiv der Kategorie: Wetter

Wasserrillen und Gleitschnee – Nach dem großen Regen

Der Winter 2015/-16 war bisher gekennzeichnet von einer Reihe außergewöhnlicher Wetterkapriolen. So auch der Zeitraum vom 30.1. bis zum 1.2.2016. Nach einen kurzem Zwischenhoch folgte unmittelbar nach einer kräftigen Kaltfront subtropische Warmluft mit einer west- bis nordwestlichen Anströmung, was zu intensiven Niederschlägen in den typischen Nord- und Weststaulagen der Alpen führte. Wasserrillen und Gleitschnee – Nach dem großen Regen weiterlesen

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Wenn die Staulage kräftig wird

Bei den, im Nordalpenwinter begehrten, schneebringenden Nordweststaulagen werden regelmäßig bestimmte Gebiete begünstigt, andere nicht. Frau Holle verteilt ihre weiße Pracht selten gleichmäßig.
Die ersten Bergketten nach dem Flachland bzw. das unmittelbare Lee davon bekommen in der Regel am meisten Niederschlag. Ob eher die Staulage  selbst oder das Lee  der ersten Bergkette begünstigt ist, richtet sich nach der Stärke der Anströmung.
Meist liegt das Maximum in einer Region zwischen dem westlichen Oberallgäu (Balderschwang) über den Bregenzer Wald und das Kleinwalsertal hinweg bis zum Arlberg. Ein zweites, kleineres Maximum ist das Lee der Nebelhorn-Daumen Kette, sprich das allerhinterste Ostrachtal.

Wenn aber, wie am 13.1.2016 die nordwestliche Anströmung derart stark ist, dass nicht nur die ersten Bergketten, sondern auch der Allgäuer Hauptkamm übersprungen wird, verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt in die Lechtaler Alpen.

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Skitouren im Dezemberfrühling

Skitouren im Dezember 2015  verlangen eine gute Taktik, wo und wann  die Sonne den Bruchharsch oder Hartschnee in einen Firn umwandelt. Vorausgesetzt es liegt überhaupt Schnee. Im Allgäu sind die Möglichkeiten sehr begrenzt. Doch sind wir mit dem zu Frieden was wir haben. Abgesehen von der Arlbergregion und dem schweizer Alpennordrand gibt es im Rest des Alpenbogens meist noch weniger Schnee. Die Bilder sollen einen Eindruck vermitteln und stammen, wenn nicht anders erwähnt vom 20.12.2015.

Wo geht noch was?

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Wie war der Winter 2014/-15?

Im Dezember 2014 habe ich eine Wintervorschau veröffentlicht. Die Kernaussage lautete: „November kalt dem Winter die G´walt“. Nun wird es Zeit für einen Rückblick auf den zurückliegenden Winter und eine Antwort auf die Frage, ob die genannten Bauernregel zutreffend war oder nicht.

Winter Forchach
23.12.2014: Forchach im Lechtal mit Blick auf die Tannheimer Berge
Weiherkopf
27.12.2014: Erste Skitour im Dezember nach kräftigen Schneefällen in der Hörnergruppe im Allgäu
Wetterwerte Oberstdorf Winter 2014 15
Die Wetterdaten des Winters 201/-15 aus Oberstdorf. Quelle: Deutscher Wetterdienst. Wohl kaum ein Wetterdienst im Alpenraum macht aus den Wetterdaten so ein Staatsgeheimnis. Der Versuch, die Wetterdaten im WWW zu finden scheitert ebenso, wie die Telefonnr. oder Email des Standortes Oberstdorf herauszufinden. Deshalb wurden die Daten einfach in Oberstdorf im Schaukasten bei der Gemeinde abfotografiert und zurechtgeschnitten 🙂

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Föhn und Westwind. Wohin bei Problemwetterlagen?

Jeder Skibergsteiger hat es schon mal erlebt. Im Föhnsturm knapp unterm Gipfel umgedreht, bei der Abfahrt mit Presspulver und Pappschnee gekämpft, an dünn überschneiten Steinen die Skier ruiniert, während ein Tal weiter von Windstille, Pulverschnee und stabiler Unterlage berichtet wird. Zufall? Pech? Eher nicht. Eher eine Frage der Tourenplanung. Meine Beobachtungen zeigen, dass selbst alten Hasen das Gespür für die lokalen Besonderheiten im Wettergeschehen fehlt. An was liegt es? Föhn und Westwind. Wohin bei Problemwetterlagen? weiterlesen

Schneehöhen: Das Lechtal holt auf

Jeder Winter verläuft anders, doch bei längerfristigem Betrachten finden sich meist gewisse Häufungen und Regelmäßigkeiten.

Lassen wir mal die Entwicklung der Monate Oktober und November außen vor und beginnen unsere Betrachtung mit dem ersten dauerhaften Wintereinbruch.

Die Topographie der betrachteten Region (Allgäu, Außerfern, Bregenzer Wald) spielt bei der regelmäßig wiederkehrenden Schneeverteilung eine entscheidende Rolle. Die Ostalpen ragen östlich des Rheintals ein ganzes Stück weiter nach Norden hervor als die jenseits des Rheintals gelegenen Westalpen. Somit bremsen sie bei West oder Nordwestströmung regelmäßig auch die am Alpenrand entlang geschobenen Schnee- und Regenwolken aus. Diese beglücken dann im besonderen Maße den Bregenzer Wald und das westliche Oberallgäu. Schneehöhen: Das Lechtal holt auf weiterlesen

50 + 50 = 60. Neuschneezuwachs bei Großschneefällen

Addiert man die Neuschneemengen der letzten drei Tage, so käme man im Allgäu auf einen Zuwachs von minimal 60 cm und maximal 130 cm.

Tatsächlich ergeben die beiden, in der jeweiligen Höhenlage repräsentativen, Messstationen des Bayerischen Lawinenwarndienstes nur einen Zuwachs von rund 30 cm am Hörmoos und rund 35 bis 40 cm am Fellhorn. 50 + 50 = 60. Neuschneezuwachs bei Großschneefällen weiterlesen

Skitouren zu Winterbeginn

Gekommen um zu bleiben. Der Winter ist da.

Die Gemeinschaft der Wintersportler ist kaum noch zu bremsen. Das betrifft sowohl den Andrang in den Skigebieten als auch an den klassischen Skitourenbergen. Einzig das kalte und unwirtliche Wetter hat derzeit so machen vor zu kühnen Aktionen oberhalb der Waldgrenze abgehalten. Skitouren zu Winterbeginn weiterlesen

Wie wird der Winter 2014-15? Vom Sinn und Unsinn langfristiger Prognosen

Die Frage, was wir von dem bevorstehenden Winter zu erwarten haben,  brennt so ziemlich jedem Wintersportler auf den Nägeln. Während im Winter 2013-14 die Südalpen im Schnee versanken, agierte Frau Holle in den gesamten Nordalpen von Genf bis Salzburg recht sparsam.

Dabei sollte, wenn man den langfristigen Prognosen Glauben schenkte, der besagte Winter schneereich und äußert frostig werden. Wie wird der Winter 2014-15? Vom Sinn und Unsinn langfristiger Prognosen weiterlesen

Südwinter sind Autofahrerwinter Resümee zum Winter 2013/14

Südwinter sind Autofahrerwinter“, zumindest wenn man als Skibergsteiger am Nordrand  der Alpen  wohnt. Doch zunächst mal von Anfang an. Bereits am 12. November konnte man bei oben guten unten ganz brauchbaren Verhältnissen von Mittelberg aus das Walmendiger Horn mit Ski besteigen und vor allem auch von oben abfahren. 30- 40 cm frischer Pulverschnee, das reicht wenn der Untergrund als Piste dient und entsprechend geglättet ist. Südwinter sind Autofahrerwinter Resümee zum Winter 2013/14 weiterlesen