Zeigt der Kratzer seine Rippen

Zeigt der Kratzer seine Rippen,
lass dich mit den Ski nicht blicken

Der weithin sichtbare und im südlichen Allgäu landschaftsprägende Kratzer  ermöglicht eine gute Entscheidungshilfe, ob man im Bereich des Allgäuer Hauptkamms eher mit Ski oder besser zu Fuß unterwegs ist. Zeigt der Kratzer seine Rippen weiterlesen

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„Die Grünen“ fordern mehr Besucherlenkung im Alpenraum

Um eines vorweg zu nehmen. Die Grünen waren für unsere Gesellschaft wichtig. Zur Zeit ihrer Entstehung haben sie das damals noch in Ansätzen erkennbare Meinungsdiktat von Kirche, Konservativen und Altnazis zum Einsturz gebracht. Ebenso verdanken wir ihnen, dass in der Gesellschaft die Erkenntnis angekommen ist, dass grenzenloses Wachstum und Konsum in die Sackgasse führen kann. An ihrem Beginn standen sie auch für Toleranz und Freiheit. Von Freiheit ist bei den Grünen heute nicht mehr viel zu spüren. Empörung wegen Nichts,  Dagenpositionen und die Forderungen nach Einschränkung der selbstbestimmten Lebensgestaltung prägen heute das Bild dieser Partei.   Das betrifft auch den Alpinismus im Bayerischen Alpenraum. Gemäß einem Antrag  vom 6.5.2015 im Bundestag fordern „die Grünen“

bestehende erfolgreiche Konzepte der Besucherlenkung im Alpenraum, wie etwa die Ergebnisse des vom Deutschen Alpenverein aufgebauten Systems „Skibergsteigen umweltfreundlich“ in Deutschland deutlich auszuweiten und im Dialog mit den anderen Alpenstaaten schrittweise zur alpenweiten Anwendung bringen;

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Winterende im Allgäu – Wo geht noch was?

Am Ende des Winters stellt sich oft die Frage: Wo geht noch was? Bis wie weit kann man noch runter fahren oder bis wohin kommt man schon trockenen Fußes. Nachstehend ein paar aktuelle Bilder aus dem Allgäu.

Riedberger
Riedberger Horn am 26.4.2015. Man konnte an diesem Tag noch vom Parkplatz aus mit Skiern losgehen. Wer noch unkompliziert etwas Schnee sucht ist hier richtig. Auf der anderen Seite steht der Besler. Auch dessen Nordseite ist noch überwiegend schneebedeckt. Als Skitour jedoch nicht mehr lohnend
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29.4.2015. Der Olympiahang am Ifen. 100 Höhenmeter zu Fuß, dann reichlich Schnee

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29.4.2015. Es gibt sogar noch etwas Pulver am Ifen. Allerdings mit leichtem Deckel.

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Morgenstimmung am Ifen
Allgäuer Hauptkamm
30.04.2015 Von Norden schauen die Berge noch recht weiß aus.

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Landschaftlich genial, aber als Skitour nicht mehr lohnend. Das Bacher Loch

Himmelschrofengrat
24.4. 2015. Der Wildengundkopf bot noch eine genussvolle Abfahrt.
Wildengundkopf
Steiler als er von unten aussieht. Der Wildengundkopf
Trettach
24.4.2015. Die Trettach! Na ja, ginge schon, aber vielleicht doch besser auf den Sommer warten
Wildenfeldscharte
Wildenfeldscharte aus dem Oytal dürfte ab Käseralp noch ein, zwei Wochen gehen
Grosser Wilder
Die klassische Frühjahrsskitour im Allgäu schlechthin. Der Große Wilde über die Gamswanne. Er sollte sich noch zwei bis drei Wochen lohnen. Aber Achtung. Die Tour wird gerne unterschätzt. Bei hartem Schnee können Steigeisen nicht schaden.
Linkerskopf
Der Linkerskopf. Die Königstour im Allgäu. Aber nur wenn wirklich alles passt und das ist leider selten der Fall. Es sollte im Frühjahr gut durchgefroren haben. Dann aber ist zu beachten, dass der Linkerskopf ein ausgesprochener „Spätauffirner“ ist. Also vor 12 Uhr wird man selten Firn haben. Wenns nicht passt, lieber verschieben und abwarten.

 

Kratzer
Kratzerfeld mit Rippen (kein aktuelles Bild)

 

Zeigt der Kratzer seine Rippen, lass dich mit den Ski nicht blicken. Diese Weisheit besagt, wenn man dann wirklich ans Wandern, Klettern oder Radeln denken sollte.  Auf diesem, nicht aktuellen Bild zeigt er deutlich seine Rippen im Kratzerfeld.  Derzeit ist das Kratzerfeld noch makellos weiß. Da man den Kratzer fast vom ganzen Allgäu aus sieht, ist das ein guter Indikator, wie es mit der Schneelage im Gebirge aussieht.

 

 

Die Ötzigöttin

Steigt man von Vent in Richtung Martin-Busch-Hütte auf, so passiert man nach etwa 15 Minuten eine seltsame Steinfigur. Von der Form her könnte sie etwa als aufgerichteten Seeelefant mit Zackenkrone beschreiben.  Doch laut angebrachtem Schild handelt es sich bei dem Kunst-oder Kitschwerk um eine Göttin. Die Ötzigöttin.

oetzi Goettin

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Schalfkogel: Einsamer Ötztaler Gletschergipfel

Zugegeben, ich war noch nie ein  Fan der Ötztaler Gletscherwelt. Bestenfalls der Kaunergrat, Taschachhaus und die Reschengegend haben es mir angetan. Und doch gibt es fast jedes Jahr,  meist im Frühjahr eine kurze Zeit, in der gerade diese Ötztaler Gletscherwelt das ideale Ziel für eine ausgefüllte Skitour darstellt.  Eben an jenen Tagen, an denen man im Allgäu und Lechtal kaum noch irgendwo ins Tal abfahren kann und man einen hoch gelegenen Ausgangspunkt benötigt, um noch vom Auto weg mit den Skiern starten zu können. Es sollte schon eine Wärmeperiode vorausgegangen sein, damit die typisch zentralalpine Schneedecke endlich zu stabilen Firn verschmolzen ist. Anderseits  sollte noch ein sonniger und nicht zu warmer Tag zu erwarten sein. Genau an so einem Tag brachen wir früh um 7.00 Uhr in Vent zur Überschreitung des Schalfkogel auf. Schalfkogel: Einsamer Ötztaler Gletschergipfel weiterlesen

Tiroler Jäger fordern Einschränkung beim Freizeitsport

Sie fordern mal wieder.

http://www.tt.com/politik/landespolitik/9886800-91/j%C3%A4gerschaft-fordert-strikte-ruhefl%C3%A4chen-f%C3%BCr-das-wild.csp

Scharenweise durchstreifen Freizeitsportler gedankenlos die Wälder, ohne groß nachzudenken, welchen Stress sie dem Wild zumuten, stellte Klotz fest. „Der Respekt für das Wild fehlt den Akteuren zum Großteil“, monierte ein verbitterter Bezirksjägermeister. Die Erlassung von Besucherregelungen und die Errichtung strikt einzuhaltender Wildruheflächen sei eine unabdingbare Forderung der Jägerschaft, gab er sich kämpferisch

Ein Blick in die Karte der Wildruhezonen zeigt, dass es davon in Tirol, zumindest im Außerfern schon genügend gibt. Punktuelle Lenkungsmaßnahmen, wie zum Beispiel an der Klimmspitze helfen dabei, Konflikte zu vermeiden. Tiroler Jäger fordern Einschränkung beim Freizeitsport weiterlesen

Im Lande des Schwimmschnee

Schwimmschnee ist ein Typus Schnee, den man als Endprodukt der „aufbauenden Umwandlung“ bezeichnen kann. Typisch sind die so genannten Becherkristalle. Also grobkörnige (bis 1 cm Durchmesser),  hohle Schneekristalle, die keine Bindung untereinander und zu anderen Schneeschichten aufweisen. Früher  wurde der Schwimmschnee auch „Tiefenreif“ genannt. Als solcher wird er auch im Englischen bezeichnet  (depth hoar). Die Russen bezeichnen ihn schlicht  als Zucker, was  bis auf die kleineren Kristallformen des Zuckers auch recht zutreffend ist. Im Lande des Schwimmschnee weiterlesen

Heilbronner Weg – Traumlinie über das Dach des Allgäus

Der Heilbronner Weg zählt zu den eindrucksvollsten Skitouren in den Allgäuer Alpen. In einem oder besser zwei Tagen überschreitet man entlang dieser Route den Allgäuer Hauptkamm. Im Sommer von den bergwandernden Massen gerade zu überrannt, herrscht im Winter meist Bergeinsamkeit pur zwischen Rappensee- und Kemptner Hütte. Aus gutem Grund. Die steilen, oft felsigen Gipfelaufstiege, die steilen Flanken und die tief eingeschnitten Schluchten machen dieses Tourengebiet zu einem der anspruchsvollsten der ganzen Alpen. Heilbronner Weg – Traumlinie über das Dach des Allgäus weiterlesen

An Tagen wie diesen

 

An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit; erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht.

Die genialen Verhältnisse ab Mitte Februar entschädigen für den verspäteten und zaghaften  Winterbeginn.

Nach Belieben Pulver und Firn bei meist recht sicheren Lawinenverhältnissen.

Das alles vor der Haustüre. In machen Wintern sind Fahrten in die Zentral oder Südalpen eher übrig. An Tagen wie diesen weiterlesen

Gleitschnee- Ein tückisches Risiko

Gleitschneelawinen sind eine unberechenbare Lawinenart. Es ist kaum möglich, vorherzusagen, wann sie abgehen. Ein gewisse Häufung gibt es zwar bei starker Sonneneinstrahlung oder Regen, doch wurden Gleitschneelawinen auch schon in kalten und klaren Nächten beobachtet: Gleitschneelawinen haben einen völlig anderen Auslösemechanismus als Schneebrettlawinen. Bei Gleitschneelawinen gibt es keine Schwachschicht innerhalb der Schneedecke, die durch Zusatzbelastung gestört werden kann, wie dies bei Schneebrettlawinen der Fall ist. Gleitschneelawinen gleiten am glatten Boden ab. Die Voraussetzung dafür: Der Schnee muss am Boden feucht sein. Je feuchter, desto geringer die Reibung, desto leichter kommt der Schnee ins Gleiten, desto wahrscheinlicher sind Lawinenabgänge.

Eine Gleitschneelawine löst sich. Gleich einem kalbenden Gletscher unabhängig von der Tageszeit an einem kalten, sonnigen Morgen am 26.02.2015 am Laufbichler Kirche Foto: J. Sutter
Eine Gleitschneelawine löst sich. Gleich einem kalbenden Gletscher unabhängig von der Tageszeit an einem kalten, sonnigen Morgen am 26.02.2015 am Laufbichler Kirche
Foto: J. Sutter

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