Die deutsche PWK-Maut

Die Pläne zur deutschen PWK Maut nehmen langsam Gestalt an- leider-.Die Maut in der Form einer (elektronischen) Vignette ist immer ein Zeichen von Neid und ein Schritt zurück ins Mittealter, als der Wegezoll an jedem Stadttor zu entrichten war.

Ja ja, die bösen Ausländer, vor allem die Ösis, die zocken uns ab und fahren bei uns umsonst. Die ganzen Holländer, Belgier, Skandinavier durchqueren unser Land ohne dafür zu bezahlen. Denen zeigen´s wir jetzt. Die deutsche PWK-Maut weiterlesen

Aktuelle Verhältnisse Allgäu, Außerfern, Kleinwalsertal – Machen Pistentouren wirklich Sinn?

Die heutigen (19.12.2016) Schneefälle haben Teile des Allgäus leicht angezuckert. Für die Weihnachtstouristen erwarten wir nun tatsächlich so etwas wie eine „weiße Weihnacht“. Der Raum Oberstdorf ging jedoch leer aus. Skifahren ist  nach wie vor nur auf technisch beschneiten Pisten möglich. Angesichts dem zu erwartenden Ansturm von Urlaubern auf die Pisten, muss man sich fragen, ob und in wie weit Pistentouren sinnvoll sind. Gibt es Alternativen? Aktuelle Verhältnisse Allgäu, Außerfern, Kleinwalsertal – Machen Pistentouren wirklich Sinn? weiterlesen

Der Winter ist da

Der Winter ist da. Zumindest in den Allgäuer Alpen oberhalb von rund 1000 m. Darunter ist es noch grün oder nur leicht angezuckert. Wer am Wochenende mit den Skiern losziehen möchte, sollte berücksichtigen, dass der Schnee locker und ohne Unterlage auf dem warmen Boden liegt. Der Winter ist da weiterlesen

Iran Teil 4: ZOS- Zentralorientalisches Schwimmschneefundament

Die Muster sind sich überall auf der Welt ähnlich. Je weiter ein Gebirge in der Hauptzugrichtung der Wetterfronten vom nächsten Meer entfernt ist, je trocknener das Klima, desto häufiger ist man mit einem Altschneeproblem konfrontiert. Das ist in den Alpen so, in den Rocky Mountains, in Zentralasien und auch im Iran. In Gebieten, in denen kein Lawinenlagebricht zur Verfügung steht, hilft nur der Blick in die Schneedecke und das Verständnis der Prozesse darin. Doch selbst langjährige Erfahrung schützt nicht zwangsläufig davor sich am Ende der Reise, bei der es keine kritischen Situationen gab, durch Gruppendynamik und Finaldenken in genau so eine kritische Situation zu begeben. Iran Teil 4: ZOS- Zentralorientalisches Schwimmschneefundament weiterlesen

Stuhlwandgrat, – wie geht es weiter?

Im Sommer 2016 habe ich auf „Freie Berge“ einen Artikel über den Stuhlwandgrat verfasst. Es wurden am Grat mehrere Schilder aufgestellt und ein eher unvorteilhafter Abstieg aus der Mitte des Grates durch steilen Wald nach Osten hinab markiert. Mehrfach habe ich im Internet als auch bei entsprechenden Sitzungen die Meinung geäußert, dass diese Art der Lenkung keine Akzeptanz finden wird. Nun ist das passiert, was zu erwarten war. Stuhlwandgrat, – wie geht es weiter? weiterlesen

Allgäuer Spätsommer

Ende September 2016 präsentierte sich das Allgäu noch mal sommerlich. Zeit für eine klassische Tour  in einer Allgäuer Bilderbuchlandschaft so lange es noch trocken und  das Gras gut im Saft ist. Nach den ersten Frösten wird es „herbstglatt“ und die Verhältnisse somit schlechter. Eine Beschreibung zu dieser Tour findet sich hier. Nachstehnd ein paar aktuelle Bilder. Allgäuer Spätsommer weiterlesen

Bergsteiger zwischen Naturschutz und Kommerz am Beispiel Riedberger Horn

Es soll nicht Thema dieses Artikels sein, die schon vielfach vorgetragen Argumente für und gegen die Skigebietsverbindung Balderschwang-Grasgehren vorzutragen. Vielmehr möchte ich am Beispiel Riedberger Horn  aufzeigen, wie das eigenständige, individuelle Bergsteigen zwischen Kommerz und Naturschutz zerrieben wird. Die eine Seite erschließt den Berg, die andere fordert dafür Ausgleichsflächen.  Genau diese Forderung nach Ausgleichsflächen säht Zwietracht zwischen der Bergsteigerseite und den Einheimischen rund um Balderschwang, weil sie dazu zwingt, dagegen zu sein. Bergsteiger zwischen Naturschutz und Kommerz am Beispiel Riedberger Horn weiterlesen

Seitenblicke an Viehscheid

Der Viehscheid (Für Nichtallgäuer: Die Rückkehr der Kühe von den Bergweiden und deren Rückgabe an die Bauern, verbunden mit einem Markt und  einem Bierzelt mit Musik) ist für viele Allgäuer eine der wichtigsten Veranstaltungen im Jahresverlauf. Für manche steht der ursprüngliche Sinn dabei im Hintergrund. Gefragt ist einfach das Fest im Bierzelt. Eine Art Allgäuer Oktoberfest. In Summe immer wieder sehenswert, was der Besucherandrang weit über das Allgäu hinaus zeigt. Neben den vielen schönen Eindrücken, die man jährlich erleben  kann, gibt es auch Dinge zu beobachten, die so nicht in der Zeitung oder den Hochglanzprospekten stehen. Besonders zu später Stund, wenn der eine oder andere schon einen über den Durst getrunken hat.  Nichts Schlimmes! Alles im Rahmen. Das Allgäu ist ja meist brav und wertkonservativ.  Ich habe nur ein paar Beobachtungen der letzten Jahre gesammelt und möchte diese traditionelle Veranstaltung keineswegs  in Frage stellen. Seitenblicke an Viehscheid weiterlesen

Helft dem Schrecksee

Helft dem Schrecksee ist ein Aufruf den die Gemeinde Bad Hindelang  derzeit über soziale Netzwerke verbreitet. Einem Aufruf, dem ich mich anschließen möchte. Zwar setzte ich mich immer wieder für einen freien, eigenverantwortlichen Alpinismus ein, der das naturverträgliche biwakieren mit und ohne Zelt einschließt, doch hier ist leider etwas gewaltig auf dem Ruder gelaufen. Wegen einiger Vollidioten, die anstatt dezent zu biwakieren ein Zeltlager aufgeschlagen haben, mangels natürlichem Holzvorkommen die Zaunpfähle der Alphirten für´s Lagerfeuer verwendet sowie  Müll und Fäkalien  zurückgelassen  haben, hat die Belastung für die Natur am Schrecksee die Grenze des Verträglichen überschritten, den Unmut der Alphirten und den Aktionismus der Bürokraten auf dem Landratsamt ausgelöst.  Doch es sind nicht nur die Zelte, es ist die Summe der Belastungen vom Trittschaden durch Menschen, Kühe, Umweltbelastung durch Sonnenöl, Seifen, Shampoo´s, Fäkalien  die vor allem der Vegetation im Uferbereich und der Wasserqualität schaden. Helft dem Schrecksee weiterlesen

Zelten in den Allgäuer Alpen – Teil 2

Das Thema „Zelten in den Allgäuer Alpen“ geht in die nächste Runde. Am 20.8.2016 erschien in der Allgäuer Zeitung ein Artikel zu diesem Thema. Besonders in Verbindung mit einem wohl zufällig daneben stehenden Artikel „Engagiert für den Bergwald“ tauchen einige Fragen und Widersprüche auf. Ob das Zelten und Biwakieren erlaubt oder verboten ist, lässt sich nicht mit einem schlichten JA oder NEIN beantworten. Deshalb habe ich im letzten Sommer dazu einen Bericht verfasst, der darüber Auskunft gibt. Das nun, lt. der Allgäuer Zeitung mehrere Bußgeldbescheide zwischen 100 und 500 Euro verhängt wurden zeigt, dass Aufklärung Not tut. Eigentlich wäre das ja Aufgabe des Alpenvereins hier aufzuklären und Lobbyarbeit für die Bergsteiger zu machen, aber der schweigt sich zu diesem Thema lieber aus. Zelten in den Allgäuer Alpen – Teil 2 weiterlesen