Schlagwort-Archive: Besucherlenkung Naturpark Nagelfluhkette

Rettet unsere „schwarzen Wege“

In den  topographischen  Karten sind sie schwarz gestrichelt eingezeichnet. In den Übersichtskarten an den Parkplätzen und in den Prospekten der Touristenzentren erscheinen sie meist gar nicht. Die Rede ist von alten, nicht mehr gepflegten Wegen. Angelegt wurden sie meist vor langer Zeit, für die alpine Heuernte, für die Alpwirtschaft, die Jagd und den Erzabbau. Diese Wege stellen oft den Zugang zu selten bestiegenen Bergen dar, den sog. Geheimtipps. Nach und nach verschwinden diese Wege aus den Karten und somit werden diese Wege nur noch von wenigen Einheimischen begangen. Das mag man durchaus begrüßen, doch wenn solche Wege nicht eine Mindestzahl an Begehungen aufweisen, dann wachsen sie zu und stehen somit dem einheimischen Gebietskenner auch nicht mehr zu Verfügung. Gleichzeitig entstehen im Alpenraum immer mehr fragwürdige Attraktionen, während diese schönen alten Wege, die zum Kulturgut unserer Heimat zählen verschwinden. Man könnte hier durchaus gegensteuern, doch ist diese Entwicklung oft gewollt. Wenn es um den Erhalt alter Wege geht, hält sich der Alpenverein oft vornehm zurück. Selbiger baut lieber Kletterhallen und streut Propagandamaterial für den Klimaschutz, gegen Wasserkraftwerke usw. um seine erhabene Geisteshaltung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Touristiker bauen lieber Hängebrücken, Riesenbänke  und fragwürdige Klettersteige anstatt das zu erhalten, was schon da ist. Rettet unsere „schwarzen Wege“ weiterlesen

Advertisements

Die perfekte Aufstiegsspur?

Die perfekte Aufstiegsspur ist das sicher nicht. Es stellt sich die Frage ab es diese überhaupt gibt. Ein Bergführer mit einer Anfängergruppe mag die vielen Spitzkehren monieren, die immer wieder zu Staus führen.

Dem Rennläufer mag sie zu flach und zu wenig zielgerichtet sein.

Dem alten Routinier mag sie vielleicht am besten gefallen.

Aufstiegsspur Buralpkopf

Eines ist sie auf jeden Fall. Sie ist angepasst. An kritische Verhältnisse und an die Natur. An diesem Tag galt in diesem Bereich Lawinenwarnstufe 4. Sie hält ausreichend Abstand zu der mit Triebschnee gefüllten Mulde zur rechten.

Auch an die Natur ist sie angepasst, da sie genügend Abstand zu der sonnigen, mit Bäumen und Büschen bewachsenen Hangkante zur rechten hält, dem Lebensraum von Rauhfußhühner.

Um Lawinenunfälle zu vermeiden und um die heimische Tierwelt zu schützen bedarf es keiner Airbacks und Lawinenapps und keiner grünen DAV- Schilder und keiner „nachhaltigen Besucherlenkungskonzepte“. Es bedarf auch nicht Monat für Monat seitenlange, ideologische Artikel in der Alpen-Prawda im Panorama

Es bedarf lediglich eines gesunden Menschenverstandes und ein an die aktuellen Bedingungen angepasstes Verhalten.

Noch etwas zur Spur: Sie ist nicht nachhaltig. Das soll sie auch nicht sein. Nach dem nächsten Schneefall gibt es andere Verhältnisse die eine andere Tourenauswahl und Spuranlage erfordern