Schlagwort-Archive: Bregenzer Wald

Walser Steilgrasrunde

Walser Steilgrasrunde

ganz hinten im Kleinwalsertal gibt es eine auf den ersten Blick unscheinbare Kette steiler Grasberge, die so ganz im Schatten des optisch so dominanten Widderstein stehen. Bei näherer Betrachtung wirken die Gipfel steil und abweisend und werden aus diesem Grund kaum begangen. Zu recht, denn die Überschreitung dieser blumengeschmückten Messerschneide bleibt den wenigen vorbehalten, die wissen, auf was sie sich mit einer für die Allgäuer und Lechtaler Alpen typischen Steilgrastour einlassen. Mit Wandern hat die Tour nichts zu tun, mit Klettern auch nichts. Wer Touren wie die Höfatsüberschreitung oder die Überschreitung von Rotwand und Pfeilspitze in den Lechtaler Alpen schätzt, dem kann diese Überschreitung empfohlen werden. Alle anderen tun es besser den zahlreichen Touristen gleich die sich mehr oder weniger mühsam durchs Bärgunttal zum Widderstein schleppen Walser Steilgrasrunde weiterlesen

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Der „Lake-Effekt“über dem Bodensee

Das westliche Oberallgäu und der Bregenzer Wald gehören zu den niederschlagreichsten Regionen Mitteleuropas. So gilt Balderschwang  mit 2450 ltr/m²  pro Jahr als der niederschlagsreichste Ort Deutschlands. Damüls im Bregenzer Wald rühmt sich als der schneereichste Ort der Welt. Die Nord- und Weststaulagen am Nordrand der Alpen sind dafür überwiegend verantwortlich. Doch es gibt noch einen weiteren Effekt, der sich in den genannten Regionen zu Stau und Hebung dazu addiert.

Den „Lake-Effekt“  wie man ihn von den „Großen Seen“ in Nordamerika kennt, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen auch über dem Bodensee. Das führt dazu, dass es in Sachen Schnee und Regen im Allgäu und Bregenzer Wald oft mal ein bisschen mehr sein darf. Der „Lake-Effekt“über dem Bodensee weiterlesen

Wenn die Staulage kräftig wird

Bei den, im Nordalpenwinter begehrten, schneebringenden Nordweststaulagen werden regelmäßig bestimmte Gebiete begünstigt, andere nicht. Frau Holle verteilt ihre weiße Pracht selten gleichmäßig.
Die ersten Bergketten nach dem Flachland bzw. das unmittelbare Lee davon bekommen in der Regel am meisten Niederschlag. Ob eher die Staulage  selbst oder das Lee  der ersten Bergkette begünstigt ist, richtet sich nach der Stärke der Anströmung.
Meist liegt das Maximum in einer Region zwischen dem westlichen Oberallgäu (Balderschwang) über den Bregenzer Wald und das Kleinwalsertal hinweg bis zum Arlberg. Ein zweites, kleineres Maximum ist das Lee der Nebelhorn-Daumen Kette, sprich das allerhinterste Ostrachtal.

Wenn aber, wie am 13.1.2016 die nordwestliche Anströmung derart stark ist, dass nicht nur die ersten Bergketten, sondern auch der Allgäuer Hauptkamm übersprungen wird, verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt in die Lechtaler Alpen.

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Schneehöhen: Das Lechtal holt auf

Jeder Winter verläuft anders, doch bei längerfristigem Betrachten finden sich meist gewisse Häufungen und Regelmäßigkeiten.

Lassen wir mal die Entwicklung der Monate Oktober und November außen vor und beginnen unsere Betrachtung mit dem ersten dauerhaften Wintereinbruch.

Die Topographie der betrachteten Region (Allgäu, Außerfern, Bregenzer Wald) spielt bei der regelmäßig wiederkehrenden Schneeverteilung eine entscheidende Rolle. Die Ostalpen ragen östlich des Rheintals ein ganzes Stück weiter nach Norden hervor als die jenseits des Rheintals gelegenen Westalpen. Somit bremsen sie bei West oder Nordwestströmung regelmäßig auch die am Alpenrand entlang geschobenen Schnee- und Regenwolken aus. Diese beglücken dann im besonderen Maße den Bregenzer Wald und das westliche Oberallgäu. Schneehöhen: Das Lechtal holt auf weiterlesen