Schlagwort-Archive: Oberstdorf

Dürfen wir im Allgäu künftig noch bergsteigen?

Liebe Leser, eigentlich sollte jetzt, Anfang Dezember ein Bericht über Skibergsteigen in den Seealpen erscheinen, sozusagen als Einstimmung für den kommenden Winter. Mehr zufällig habe ich von einem Managementplan für das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen erfahren, der es in sich hat. Sollten die 65 Punkte umgesetzt werden, wird es für die Bergsteiger eng. Der Plan stellt nicht weniger als ein Rundumschlag gegen alle Bergsportarten dar, darüber hinaus gegen den Tourismus, die Alpwirtschaft und die Jagd. Die Brisanz, die dahinter steckt, hat mich veranlasst, das Thema Seealpen erst einmal zurück zu stellen und mich mit dem besagtem Dokument zu befassen und gleichzeitig die alpine Öffentlichkeit darüber zu informieren und entsprechende Lobbyarbeit für uns Bergsteiger zu machen. Das wären eigentlich die Aufgaben des Alpenvereins, der allerdings Diskussionen zu solchen Themen gerne schweigt. Dürfen wir im Allgäu künftig noch bergsteigen? weiterlesen

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Skitouren im Dezemberfrühling

Skitouren im Dezember 2015  verlangen eine gute Taktik, wo und wann  die Sonne den Bruchharsch oder Hartschnee in einen Firn umwandelt. Vorausgesetzt es liegt überhaupt Schnee. Im Allgäu sind die Möglichkeiten sehr begrenzt. Doch sind wir mit dem zu Frieden was wir haben. Abgesehen von der Arlbergregion und dem schweizer Alpennordrand gibt es im Rest des Alpenbogens meist noch weniger Schnee. Die Bilder sollen einen Eindruck vermitteln und stammen, wenn nicht anders erwähnt vom 20.12.2015.

Wo geht noch was?

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Touris auf unseren Straßen

Noch immer Ferien und die typischen Sommerurlauber suchen unsere Straßen heim. Während dank A7 und A 96 der Transitverkehr schön links und rechts am Allgäu vorbei fließt, erwischt uns die Invasion von Touris mit voller Wucht. Die Transitreisewelle oder der winterliche Ausflugsverkehr in die Skigebiete ist zeitlich und örtlich berechenbar. Der durchschnittliche Sommertouri macht den heimischen Berufs- und Freizeitpendlern flächig und ganztägig das Leben schwer. Keine ach so geschmähten Tagesausflügler die ihr Fahrzeug beherrschen und ein bestimmtes Ziel ansteuern, sondern völlig verträumte und geistig abwesend Typen gurken herum. Der typische, für nahezu alles zu
tollpatschige, nörgelnde Sommertouri bevölkert die Straßen. Touris auf unseren Straßen weiterlesen

Die Höfats – im „Allgäuer Granit“

Blick man vom Nebelhorn nach Süden, so sticht sie trotzt Ihrer geringen Höhe sofort ins Auge. Mit Ihrer dunkelgrünen, ja fast schwarzen Nordwand wirkt sie wie ein Fremdkörper in dem sonst grau-weiß-grünen Gipfelmeer der Allgäuer Alpen. Ein Kletterberg?? Nein- sicher nicht. Ein Berg zum Wandern? Auch nicht, dafür sind ihre, fast vollständig mit einem Grasmantel überzogenen Flanken einfach zu steil. Klassische Bergsteiger sind es, die der Höfats noch hier und da ihre Aufwartung machen. Und natürlich die Einheimischen, die auf der Suche nach einer abgestürzten Gämse oder einem Edelweiß als Hutschmuck für den nächsten Heimatabend ihre Flanken durchstreifen.
Trotzdem:  Der Edelweisßbestand ist an der Höfats schon lange nicht mehr gefährdet.Hoefats Gerstruben
Kommerzielle Blumenräuber, die in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts  die an der Höfats zur Rekordgröße heranwachsenden Edelweiss an zahlungskräftige Touristen in Oberstdorf verkauften sind schon lange kein Thema mehr. Ob dies dem seit den 30er Jahren in den Sommermonaten von der Bergwacht besetzten Naturschutzposten zu verdanken ist, oder dem gesteigertem Wohlstand der andere Verdienstmöglichkeiten eröffnet, mag dahingestellt sein. Die Höfats – im „Allgäuer Granit“ weiterlesen

Trettachspitze, das Allgäuer Matterhorn

Immer wieder wird dieser Berg als „Allgäuer Matterhorn“ bezeichnet. Je nach Perspektive ist dieser Vergleich nicht mal an den Haaren herbei gezogen. Ausgangspunkt ist in der Regel das Dörfchen Einödsbach, dass  von nächsten Parkplatz aus in knapp vier Kilometern auf einer für den KFZ-Verkehr gesperrten Straße zu Fuß oder mit dem Mountainbike zu erreichen ist. Einödsbach selbst mit seinen sonnenverbrannten Holzhäusern und der kleinen Kapelle vor der Kulisse von Trettach, Mädelegabel und Hochfrottspitze ist wohl das Fotomotiv Nummer 1 des Allgäus.Einödsbach Kitschig schön anzusehen und doch immer wieder eindrucksvoll. Genau so eindrucksvoll ist die Besteigung der Trettachspitze, die irgendwo zwischen Wandern und Klettern einzustufen ist. Der typische Wanderer ist an den beiden Normalwegen bereits hoffnungslos überfordert, für den Kletterer stellt sich hingegen die Frage, in wie weit es sich lohnt, die Kletterausrüstung wegen wenigen Metern im unteren III. Grad fast 1700 Höhenmeter hinauf zu schleppen. Klassisches Bergsteigen also. Trettachspitze, das Allgäuer Matterhorn weiterlesen

Winterende im Allgäu – Wo geht noch was?

Am Ende des Winters stellt sich oft die Frage: Wo geht noch was? Bis wie weit kann man noch runter fahren oder bis wohin kommt man schon trockenen Fußes. Nachstehend ein paar aktuelle Bilder aus dem Allgäu.

Riedberger
Riedberger Horn am 26.4.2015. Man konnte an diesem Tag noch vom Parkplatz aus mit Skiern losgehen. Wer noch unkompliziert etwas Schnee sucht ist hier richtig. Auf der anderen Seite steht der Besler. Auch dessen Nordseite ist noch überwiegend schneebedeckt. Als Skitour jedoch nicht mehr lohnend
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29.4.2015. Der Olympiahang am Ifen. 100 Höhenmeter zu Fuß, dann reichlich Schnee

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29.4.2015. Es gibt sogar noch etwas Pulver am Ifen. Allerdings mit leichtem Deckel.

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Morgenstimmung am Ifen
Allgäuer Hauptkamm
30.04.2015 Von Norden schauen die Berge noch recht weiß aus.

444444444444444Bacher Loch 24.4.2015

Landschaftlich genial, aber als Skitour nicht mehr lohnend. Das Bacher Loch

Himmelschrofengrat
24.4. 2015. Der Wildengundkopf bot noch eine genussvolle Abfahrt.
Wildengundkopf
Steiler als er von unten aussieht. Der Wildengundkopf
Trettach
24.4.2015. Die Trettach! Na ja, ginge schon, aber vielleicht doch besser auf den Sommer warten
Wildenfeldscharte
Wildenfeldscharte aus dem Oytal dürfte ab Käseralp noch ein, zwei Wochen gehen
Grosser Wilder
Die klassische Frühjahrsskitour im Allgäu schlechthin. Der Große Wilde über die Gamswanne. Er sollte sich noch zwei bis drei Wochen lohnen. Aber Achtung. Die Tour wird gerne unterschätzt. Bei hartem Schnee können Steigeisen nicht schaden.
Linkerskopf
Der Linkerskopf. Die Königstour im Allgäu. Aber nur wenn wirklich alles passt und das ist leider selten der Fall. Es sollte im Frühjahr gut durchgefroren haben. Dann aber ist zu beachten, dass der Linkerskopf ein ausgesprochener „Spätauffirner“ ist. Also vor 12 Uhr wird man selten Firn haben. Wenns nicht passt, lieber verschieben und abwarten.

 

Kratzer
Kratzerfeld mit Rippen (kein aktuelles Bild)

 

Zeigt der Kratzer seine Rippen, lass dich mit den Ski nicht blicken. Diese Weisheit besagt, wenn man dann wirklich ans Wandern, Klettern oder Radeln denken sollte.  Auf diesem, nicht aktuellen Bild zeigt er deutlich seine Rippen im Kratzerfeld.  Derzeit ist das Kratzerfeld noch makellos weiß. Da man den Kratzer fast vom ganzen Allgäu aus sieht, ist das ein guter Indikator, wie es mit der Schneelage im Gebirge aussieht.

 

 

Heilbronner Weg – Traumlinie über das Dach des Allgäus

Der Heilbronner Weg zählt zu den eindrucksvollsten Skitouren in den Allgäuer Alpen. In einem oder besser zwei Tagen überschreitet man entlang dieser Route den Allgäuer Hauptkamm. Im Sommer von den bergwandernden Massen gerade zu überrannt, herrscht im Winter meist Bergeinsamkeit pur zwischen Rappensee- und Kemptner Hütte. Aus gutem Grund. Die steilen, oft felsigen Gipfelaufstiege, die steilen Flanken und die tief eingeschnitten Schluchten machen dieses Tourengebiet zu einem der anspruchsvollsten der ganzen Alpen. Heilbronner Weg – Traumlinie über das Dach des Allgäus weiterlesen