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Challange um den Titel: „Basiscamp für Umweltsünder“

Challange um den Titel:

„Basiscamp für Umweltsünder“

 

2017 hat die Zeitschrift „Alpin“ dem Schrecksee in der Gemeinde Bad Hindelang 2017 den Titel

Basiscamp für Umweltsünder

verliehen. Damit haben wir Hindelanger endlich einen Titel, mit dem sich keine andere Tourismusdestination im Alpenraum, ja sogar weltweit schmücken kann. Nachdem wir nicht das „erste deutsche Bergsteigerdorf“ geworden sind, das Marketingprojekt „Alpennester“ nur langsam in Fahrt kommt, andere Gemeinden schönere und höhere Berge haben, tut es gut, sich hier mit einem Titel positionieren zu können

Doch der Titel ist in Gefahr. Das Wasser in dem aktuell (01.04.2019) noch zugefrorenen See hat Trinkwasserqualität. Selbst im Sommer überwiegt das Grün der Bergwiesen, die bunte Vielfallt, einer Plasikmüllhalde, wie man sie von indischen und afrikanischen Stränden kennt sucht man hier vergebens. Aus diesem Grund hat die Gemeinde einen Aufruf an alle Umweltsünder gestartet, der dazu beitragen soll, den Titel zu verteidigen.

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Alpine Neuigkeiten 11/2018

Wege am Gatterkopf

Die Sektionen Oberstdorf und Kleinwalsertal (DAV, bzw. ÖAV) haben die Wege zum Gatterkopf freigesägt und Instand gehalten. Ein ganz dickes DANKESCHÖN dafür. Solche nicht markierten Wege benötigen eine gewissen Anzahl an Begehungen. Sonst wachsen sie zu und stehen dann auch dem Einheimischen nicht mehr zur Verfügung. Mehr zum Thema: http://www.alpenverein-oberstdorf.de/aktuelles/unsere-wegeaktion-gattersteig-zusammen-mit-dem-alpenverein-klein.html

https://freieberge.wordpress.com/2015/09/27/rettet-unsere-schwarzen-wege/

Schneesituation

Die Skitourenmöglichkeiten im Alpenraum beschränken sich derzeit auf die höher gelegenen Regionen der Südwestalpen. Im Ostalpenraum gibt nur in der Ortlergruppe und im Oberengadin ausreichend Schnee für einige, wenige Touren.

Schrecksee

Der „schönste Bergsee der Alpen“ wird auch im Spätherbst gerne besucht, so lange die Schneedecke nicht all zu hoch ist. Meist bilden sich durch Tropfwasser mehr oder weniger mächtige Eispanzer auf dem Weg, die irgendwann die Benutzung von Steigeisen sinnvoll erscheinen lassen. Am 25.11.2018 gings noch ohne, aber das Eis wächst.

Schneehöhenkarte Alpenraum

Es gibt eine täglich aktuelle Schneehöhenkarte für den gesamten Alpenraum. Nicht so gut wie Snow-Grid, aber immerhin. Ein wertvolles Werkzeug zur groben Tourenplanung, bevor man eine Hütte bucht oder sich ins Auto setzt. http://mysnowmaps.com/it/map

 

Parken in Hinterstein

Gemäß Parkgebührenverordnung der Gemeinde Hindelang, darf von 15.11. bis zum 31.3. auf allen gebührenpflichtigen Parkplätzen nachts nicht geparkt werden. Am Parkplatz auf der Höhe gilt dies ganzjährig.  Die unsinnige Maßnahme trifft  insbesondere die Übernachtungsgäste der Schwarzenberghütte. Nicht betroffen ist der Parkplatz am Busbahnhof in Hindelang und der Parkstreifen an der B308, ebenfalls in Hindelang. Wer den logistischen Aufwand einer zeitaufwendigen und  teuren Anreise mit ÖPNV auf sich nehmen möchte, findet mit der Schwarzenberghütte nach wie vor einen attraktiven Tourenstützpunkt.

Gemeinsamer Lawinenlagebericht  Tirol/Südtirol/Trentino

Ab diesem Winter gibt es einen gemeinsamen Lagebericht in der o.g. genannten Europaregion, die nebenbei bemerkt dem historischen Tirol vor dem ersten Weltkrieg entspricht. Eine gute Entwicklung. Hoffen wir, dass  es so etwas bald für den gesamten Alpenraum gibt. http://www.europaregion.info/de/Euregio-Lawinenlagebericht.asp

 

Managementplan, Maßnahmen FFH-Gebiet „Allgäuer Hochalpen“ / SPA-Gebiet „NSG Allgäuer Hochalpen“

Ein Gebietsbetreuer eines Allgäuer Naturschutzgebiets, LBV Mitarbeiter und Stadtrat der Grünen hat einen Maßnahmenkatalog mit 65 Punkten erstellt, der einen Rundumschlag gegen nahezu alle Bergsportarten und darüber hinaus gegen den Tourismus, die Alpwirtschaft und die Jagd darstellt. Ein paar Auszüge daraus.

  • Mountainbikenutzung abstellen (Käser-Alpe) Oytal
  • Übernachtungsmöglichkeiten auf der Willersalpe während Balzzeit prüfen und ggf. reglementieren
  • Winterbegehungen prüfen; ggf. Entflechtung (Schattenberg) Oberstdorf
  • Betretungsverbote erlassen (Hahnenkopf) Oytal

Man ließt man von Wegen aus den Karten streichen, Regeln aufstellen, verbieten, lenken usw. Dagegen kommt der Erhalt von von Lebensräumen, sprich halboffene Krummholzzonen, Wechsel von Wald und Weide ohne harte Grenzen zwischen beiden Bewuchsformen nicht vor.

Während man uns im Oberallgäu wegen dem Birkwild aus der Natur hinaus schützen möchte, kann man in der Nachbarschaft für 1.600,–€  einen Hahn schießen. https://www.post-lermoos.at/de/alpine-luxury-hotel/jagd-hotel-post/preise-zeiten/?fbclid=IwAR21YrXUEkUl-nKDwoTALQcqLbaGKRTiF_G1eeyUyCe27jxP8rXNzo2oWPU

Unlogisch das Ganze: Artenschutz kennt keine Staatsgrenzen.

 

Grenzzaun zu Österreich

Die AfD hat einen DURCHGEHENDEN Grenzzaun zu Österreich gefordert. Wer einmal dem Grenzverlauf zwischen Hornbachjoch und Hochvogel  gefolgt ist, wird feststellen, dass dabei Kletterschwierigkeiten bis zum V. Grad zu bewältigen  sind. Neben enormen Kosten, Verschandelung der Landschaft und technischen Problemen wird so ein Zaun nichts bringen. Vor allem nicht das Flüchtlingsproblem lösen. Frage an Frau Ebner-Steiner. Wieviele Moslems und Neger sind schon in das schöne Bayern eingedrungen, die man mit einem Zaun über die Fuchskarspitze hätte aufhalten können?

Wir brauchen zwischen Bayern und Österreich durchgehende Zäune. Es gibt Firmen in Israel, die so etwas machen, das wäre kein Problem. – derstandard.at/2000089002477/AfD-Kandidatin-Ebner-Steiner-fordert-Zaeune-zwischen-Bayern-und-Oesterreich

Was für grenzenlos dumme Politiker es doch gibt.

 

Kaufbeurer Haus

Die Sektion Allgäu Immenstadt des DAV hat an ihre Mitglieder einen Brief geschickt und bittet um Spenden für das Kaufbeurer Haus. Grund: Ein Wichtigtuer von der Bezirkshauptmannschaft Reutte sieht in einem Zustand, der seit rund 100 Jahren funktioniert, plötzlich ein untragbares Risiko und hat der Sektion Kosten in Höhe von rund 300.000,– € aufgezwungen um die Brandschutzauflagen zu erfüllen. Da sich dieser Betrag aus den wenigen Hüttenübernachtungen nicht erwirtschaften lässt, bittet die Sektion um Spenden um das Kleinod Kaufbeurer Haus zu erhalten. Spendenkonto der Sektion: BAN DE84 7335 0000 0320 0053 58

Schrecksee – das Ausnahmeverbrechen und der böse Wolf

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Ein Ausnahmeverbrechen ist eine Straftat, die so bedeutend ist, dass sie über Jahre hinweg immer wieder in den Medien präsent ist. Ein Mord, sofern er keinen muslimischen oder rechtsextremen Hintergrund hat, ist, gemessen an der Medienpräsenz kein Ausnahmeverbrechen. Die verbrannten Zaunpfähle am Schrecksee aber sehr wohl.

Dann war da in diesem Sommer noch ein Wolf, der zwischen zwei schlafenden Biwakieren einen Rucksack geklaut hat, um an die daran befindlichen Lebensmittel zu gelangen. Das sich ein Wolf so nahe an den Menschen annähert ist durchaus ungewöhnlich. Aber es zeigt, dass die Natur sich selbst, ohne Polizei, Schilder und Verbote gegen zu viel Biwakierer dort oben hilft. Schrecksee – das Ausnahmeverbrechen und der böse Wolf weiterlesen

Neulich am Schrecksee: Medienhype und die Folgen

Der „schönste Bergsee der Alpen“ (lt. Bergwelten), oder das „Basiscamp für Umweltsünder“ (lt. Alpin) übt inzwischen eine magische Anziehungskraft auf die Menschen aus. Der Medienhype um das illegale Zelten sorgt für zusätzliche Publicity. Auch Bad Hindelang wirbt immer wieder mit Schreckseebilder. Also ein Ort, an dem man gewesen sein muss. So wie Neuschwanstein, Garmisch, Zermatt? Vielleicht nicht ganz. Auffällig ist jedoch, die Zunahme von Besuchern,  die keinen blassen Schimmer davon haben, dass sich dieses Schmuckstück im Hochgebirge befindet und nur zu Fuß zu erreichen ist. Besucher, die keinen blassen Schimmer von den Bergen  und deren Gefahren haben, die einfach mal drauf los spazieren und mehr oder weniger orientierungslos umherstapfen. Neulich am Schrecksee: Medienhype und die Folgen weiterlesen

Still und starr ruht der See

Ruhig und einsam liegt derzeit der Schrecksee unter einem dicken Eispanzer. Keine Wildcampierer, die man mittels Polizeihubschrauber vertreiben muss. Unsere Polizei , die gemäß zahlreicher Pressemeldungen wegen der Flüchtlingskrise personell an der Belastungsgrenze angekommen ist, kann sich also wieder um ihre Aufgaben kümmern. Zum Beispiel Radarkontrollen. Damit sind sie derzeit ziemlich fleißig, wenn man die Berichte in Allgäu-Blitzer verfolgt.

Auf dem im Hintergrund des Titelbildes verlaufenden Grenzkamm zu Österreich wurde noch kein Grenzzaun errichtet, auch wenn das von der AfD, der FPÖ und Teilen der CSU immer wieder gefordert wird. Still und starr ruht der See weiterlesen

Schrecksee: Mit dem Polizeihubschrauber gegen Wildcamper

Wildcamper haben am Schrecksee gezeltet und ein Lagerfeuer gemacht. Die Polizei sprach einen Platzverweis aus und zeigte sie an.

(Vollständiger Artikel in der Allgäuer Zeitung vom 31.8.2015)

Dies berichtet die Allgäuer Zeitung. Ferner ist dem Artikel zu entnehmen, dass das Gebiet im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen liegt und dort zelten und Feuer machen nach dem Naturschutzgesetz verboten sei. Schrecksee: Mit dem Polizeihubschrauber gegen Wildcamper weiterlesen

Zelten und Biwakieren in den Allgäuer Hochalpen

Endlich Sommerferien.  Gemeinsam mit ein paar Freunden aus der Alpenvereinsjugend radeln wir mit schweren Rucksäcken ins Hintersteiner Tal. Beim folgenden Aufstieg zu Fuß werden die Rucksäcke nicht leichter. Doch irgendwann ist der Schrecksee erreicht. Wir bauen unsere Zelte im weichen Grasboden am Ufer auf und verbringen ein paar abenteuerliche Tage am wohl schönsten Gebirgssee des Allgäus.

So meine Erinnerungen an die 80ger Jahre.  Auch heut zu Tage stehen hin und wieder Zelte am Schrecksee , auf der Märchenwiese, am Wildenfeld, im Oytal und an anderen schönen Plätzen in den Allgäuer Bergen. Doch ist das erlaubt? Die vorschnelle Antwort lautet nein. Doch so einfach ist es auch nicht. Ich würde sagen: Erlaubt mit Abstrichen. Lesen wir dazu die Verordnung über das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen. Zelten und Biwakieren in den Allgäuer Hochalpen weiterlesen