Archiv der Kategorie: Italien

Übernachtungsprobleme – Wir brauchen Hütten im Tal

Jeder kennt die Situation,  am Wochenende ist gutes Wetter angekündigt, die Lawinengefahr (Winter) oder das Gewitterrisiko (Sommer) sind gering. Sprich beste Verhältnisse, alles passt. Zeit ein Wochenende oder gar ein langes Wochenende abseits seiner Heimatregion im Gebirge zu verbringen um sich seine alpinen Träume zu erfüllen. Also nochmal Wetter und Verhältnisse checken uns los. Handelt es sich bei unserem Ziel um eine Hochtour wird man meist auf einer Hütte übernachten oder aber biwakieren, wenn diese voll ist. Geht man das Wunschziel vom Tal aus, wird’s schwierig. Gerade im Winter. Wohl dem der einen Campingbus oder ein gutes Zelt hat. Doch nicht überall gibt es einen passenden Campingplatz oder wird „wildes Campieren“ toleriert. Wer von Samstag auf Sonntag ein Zimmer sucht, wird damit oftmals keinen Erfolg haben womit wir wieder beim „wilden Campieren“ sind. Ähnlich die Situation für Pistenskifahrer aus alpenfernen Gegenden, die nur Samstag/Sonntag  zum Skifahren anreisen. Übernachtungsprobleme – Wir brauchen Hütten im Tal weiterlesen

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Frühsommerskitouren

Das Gros der Skibergsteiger hat die Ausrüstung bereits eingelagert. Einige Unentwegte suchen noch die letzten brauchbaren Schneereste um noch einmal vor der Sommerpause auf Tour zu gehen. Die Auswahl der möglichen Ziele ist mittlerweile sehr ausgedünnt und so kann sich durchaus der Eindruck einstellen, dass Frühsommerskitouren ein Massengeschäft“ ist. Lange Tage und hohe Temperaturen führen oft dazu, dass es nicht mehr wirklich durchgefroren hat, Je nach Schneebeschaffenheit kann dies eher ein Vorteil oder ein Nachteil sein. Da Frau Holle den Schnee selten gleichmäßig über die gesamten Alpen verteilt, liegen die üblichen Ziele meist an Passstraßen in halbwegs schneereichen Regionen. Das jährliche Zeitfenster ist eng und umfasst meist ein bis zwei Wochen nach Öffnung der Passstraße. Alternativ können auch Seilbahnen den Zugang zum Schnee erleichtern, sofern sie nicht gerade wegen Revision geschlossen sind. Ein paar Ziele/Erlebnisse möchte ich an dieser Stelle vorstellen. Frühsommerskitouren weiterlesen

Das Rote Schrofenmonster

Geißeln, hier Gaisl genannt, gibt es in den Pragser Dolomiten vermutlich mehr als in einem Sado-Maso-Shop. Eine Kleine, eine Niedere, eine Pragser, eine Schlechte, ein Gaisele und schließlich noch die Hohe Gaisl.

Ein bisschen Masochismus gehört schließlich auch dazu, sich ausgerechnet mit diesem roten Schrofenmonster anzulegen, dass die Italiener Croda Rossa nennen.

Dolomitenpapst Richard Goedeke schreibt in seinen „3000er der Dolomiten“

Wohl der alpinste unter allen 3000er der Dolomiten. Selten angegangen und noch viel seltener erfolgreich bestiegen. Das liegt weniger an den technischen Schwierigkeiten, – diese gehen bei richtiger Routenfindung über Stellen IV nicht hinaus- als an den Dimensionen des Berges und der Tatsache das der Berg weithin nicht nur nicht abgekletterten sondern auch in der Substanz brüchigen Fels aufweist.

Das klingt wie Musik, flößt aber auch eine ganze Menge Respekt ein. Das Rote Schrofenmonster weiterlesen

Dent de Herens – Einsamer 4000er

Der Dent d`Herens zählt zu den abgelegensten und selten besteigenen Viertausendern. Von der Schwierigkeit des Normalweges ist er  im mittleren Bereich anzusiedeln. Leichter als Matterhorn oder Weißhorn, schwieriger als Dom, Weißmies und Strahlhorn. Der Zustieg von Zermatt ist elend lang und unterhalb des Tiefmattenjochs schwierig und heikel. Zudem versteckt er sich hinter den ungleich prestigeträchtigeren Bergen wie Matterhorn, Monte Rosa und Dent Blanche.  Was von der Schweizer Seite über den Zustieg zu sagen ist (lang und aufwendig), das gilt von der italienischen Seite für die Anfahrt. So machen sich trotz seiner eleganten Gestalt nur wenige Bergsteiger daran, seine schmale Spitze erobern. Von Norden kommend, zählt das  wunderschön ursprüngliche Valpelline zu den Alpenregion mit der weitesten Anfahrt. Doch wer 4000er sammelt, muss irgend wann einmal dorthin. Dent de Herens – Einsamer 4000er weiterlesen

Skitourentage im Valle di Cogne (AOSTA)

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Wer sich aus den Ostalpen auf den langen Weg in die Gran Paradiso Gruppe macht, hat meist deren höchsten Gipfel, den 4061 m hohen Gran Paradiso zum Ziel. Weitere bekannte Ziele findet man rund um das Rifugio Benevolo. Ein Gebiet das etwa mit den Sellrainer Bergen vergleich bar ist. Ansonsten wird die valdostanische Bergwelt  vom ostalpinen Bergsteiger mit Verachtung gestraft und auch bei den Italienern scheint deren Gipfelwelt abseits der genannten Ziele nicht besonders hoch im Kurs zu stehen. Doch gerade hier findet man die Perlen über dem Aostatal. Doch Vorsicht. Die Schartenübergänge sind oft heikel, die Hüttenzustiege steil und wenig skifreundlich und die Winterräume sind eng, kalt und nicht beheizbar. Leicht verdauliche Kost sieht anders aus. Skitourentage im Valle di Cogne (AOSTA) weiterlesen

Exotengipfel über dem Reschenpass

Es gibt Berge, die besteigt man wegen ihrem Namen. Eiger, Mont Blanc, Matterhorn und Wildspitze sind Beispiele dafür. Andere Berge besteigt man auf Grund schöner Routen. So zum Beispiel die Cima della Madonna wegen der Schleierkante, den Piz Boe wegen seiner Abfahrt durchs Mittagstal. Es gibt Berge, deren Namen kein Renommee bedeuten, die nicht mit bekannten Routen aufwarten, die man gemacht haben muss. Sie haben keinen bekannten Namen und doch liegt es am Namen, der mich  beim flüchtigen Überfliegen der Landkarte zunächst nur mit den Augen dort hängen ließ  und die Neugierde geweckt hat. Es  handelt sich um den Piz S-chalambert Dadaint und die Klopapierspitze. Exotengipfel über dem Reschenpass weiterlesen

Altschnee bleibt ein Thema

Langsam, ganz zögerlich haben die Lawinenwarndienste der Schweiz, Tirols und Südtirols die Gefahrenstufe in den zentralalpinen Gebieten reduziert. Die Schneedecke setzt sich langsam, die Verbindung der Schichten wird besser und vor allem die Bereitschaft zur Bruchfortpflanzung nimmt ab. Dennoch: Das Schwimmschneefundament vom Frühwinter kann sich nicht einfach in Luft auflösen. Es bleibt bleibt vorhanden und stellt nach wie vor eine tückische Gefahr dar. Wenn auch die Gefahrenstellen zunehmend seltener werden. Altschnee bleibt ein Thema weiterlesen

Seitenblicke am Stilfser Joch

Jahr für Jahr dasselbe. Immer wenn Ende Mai, Anfang Juni die letzten und die höchsten Alpenpässe für den Verkehr freigegeben werden, bricht die Skitourengemeinschaft noch einmal auf, um sich ein letztes Mal dem weißen Rausch ohne große Tragestrecken hinzugeben. Das diese Passskitouren nicht zu den einsamsten zählen, liegt auf der Hand. Doch nicht nur Skitourengänger scharren mit den Hufen, wenn endlich der Pass geöffnet wird, sondern auch Rennradler, Motorradfahrer, und ganz gewöhnliche Autotouristen. Noch einmal mit den Skiern unterwegs sein, wenn im Tal schon der Sommer Einzug gehalten hat, früh im Schnee, Nachmittag in kurzen Hosen am See, im Klettergarten oder im Biergarten. Frühsommerliche Passskitouren haben ihren eigenen Charakter. Dabei gibt es viel zu sehen, manchmal auch Skurriles. Beispielhaft dafür kann die Skitour auf die Tuckettspitze vom Stilfser Joch stehen.

Tuckett- (re) und Madatschspitze (li) sind die beliebtesten Skitouren von der Stilfser Joch Straße aus
Tuckett- (re) und Madatschspitze (li) sind die beliebtesten Skitouren von der Stilfser Joch Straße aus

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Südwinter sind Autofahrerwinter Resümee zum Winter 2013/14

Südwinter sind Autofahrerwinter“, zumindest wenn man als Skibergsteiger am Nordrand  der Alpen  wohnt. Doch zunächst mal von Anfang an. Bereits am 12. November konnte man bei oben guten unten ganz brauchbaren Verhältnissen von Mittelberg aus das Walmendiger Horn mit Ski besteigen und vor allem auch von oben abfahren. 30- 40 cm frischer Pulverschnee, das reicht wenn der Untergrund als Piste dient und entsprechend geglättet ist. Südwinter sind Autofahrerwinter Resümee zum Winter 2013/14 weiterlesen