Archiv der Kategorie: Vorarlberg

Erwischt – gesperrte Felsen-Verbotene Abfahrten- Was dann?

Ihr wollt die Firnabfahrt unter der Ifen Südwand genießen, wollt an einem Samstag am Ifen klettern, ihr wollt die „Grünen Köpfe“ bei Schönenbach besteigen, ihr seid irgendwo von oben kommend in ein unbeschildertes Wildschutzgebiet eingefahren, habt illegal biwakiert,  oder  habt euch an der Klimmspitze verfahren.

Dann gilt es das 11. Gebot zu beachten, welches da lautet: Du sollst dich nicht erwischen lassen.

Was aber, wenn man beim „Schwarzklettern“ plötzlich  der Jäger am Wandfuß steht oder wenn man  nach einer verbotenen Abfahrt von der Polizei gestellt wird?

Grundsätzlich gilt es die Betretungsregeln einzuhalten, sofern diese sinnvoll sind und tatsächlich und nicht nur vordergründig dem Naturschutz dienen Nicht immer ist dies der Fall und zudem ist nicht jede verbotene Zone im Gelände eindeutig beschildert.

Bei den oben genannten Beispielen haben wir es mit drei Ländern zu tun, deren Rechtsordnungen sehr ähnlich, jedoch nicht völlig identisch sind.

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Klettern am Hohen Ifen – Wie der Naturschutz missbraucht wird

Klettern am Hohen Ifen

Wie der Naturschutz missbraucht wird

So manch einer hat sich schon kopfschüttelnd über den Sinn der seltsamen Regelungen und Verbote auf der Südseite des Hohen Ifens gefragt. Grundsätzlich halte ich kleinräumige, zeitlich begrenzte Lenkungen um ein wertvolles Biotop, ein Brut- oder Überwinterungsgebiet herum für sinnvoll, sofern diese tatsächlich dem Natur- und Artenschutz dienen. In Fällen wie am Ifen, wo der Naturschutz nur vorgeschoben wurde um Jagdinteressen zu schützen, die Jagd sogar den größten Störfaktor darstellt, darf man auch über zivilen Ungehorsam nachdenken. So lange in Vorarlberg solcher Unsinn im Namen des Naturschutz Bestand hat,  kann man Kampagnen von dort, die auch ins Allgäu importiert werden keinen Glauben schenken.

Es sollte die moralische Pflicht eines jeden aufrichtigen Bergsteigers sein, sich solchen Regelungen destruktiv gegenüber zu verhalten.

Nachstehend habe ich die Historie und aktuelle Fakten zu den Ifen Südwänden zusammengestellt, die eines der besten Sportklettergebiete der Alpen darstellen könnten. Klettern am Hohen Ifen – Wie der Naturschutz missbraucht wird weiterlesen

Der Winter ist da

Der Winter ist da. Zumindest in den Allgäuer Alpen oberhalb von rund 1000 m. Darunter ist es noch grün oder nur leicht angezuckert. Wer am Wochenende mit den Skiern losziehen möchte, sollte berücksichtigen, dass der Schnee locker und ohne Unterlage auf dem warmen Boden liegt. Der Winter ist da weiterlesen

Walser Steilgrasrunde

Walser Steilgrasrunde

ganz hinten im Kleinwalsertal gibt es eine auf den ersten Blick unscheinbare Kette steiler Grasberge, die so ganz im Schatten des optisch so dominanten Widderstein stehen. Bei näherer Betrachtung wirken die Gipfel steil und abweisend und werden aus diesem Grund kaum begangen. Zu recht, denn die Überschreitung dieser blumengeschmückten Messerschneide bleibt den wenigen vorbehalten, die wissen, auf was sie sich mit einer für die Allgäuer und Lechtaler Alpen typischen Steilgrastour einlassen. Mit Wandern hat die Tour nichts zu tun, mit Klettern auch nichts. Wer Touren wie die Höfatsüberschreitung oder die Überschreitung von Rotwand und Pfeilspitze in den Lechtaler Alpen schätzt, dem kann diese Überschreitung empfohlen werden. Alle anderen tun es besser den zahlreichen Touristen gleich die sich mehr oder weniger mühsam durchs Bärgunttal zum Widderstein schleppen Walser Steilgrasrunde weiterlesen

Der „Lake-Effekt“über dem Bodensee

Das westliche Oberallgäu und der Bregenzer Wald gehören zu den niederschlagreichsten Regionen Mitteleuropas. So gilt Balderschwang  mit 2450 ltr/m²  pro Jahr als der niederschlagsreichste Ort Deutschlands. Damüls im Bregenzer Wald rühmt sich als der schneereichste Ort der Welt. Die Nord- und Weststaulagen am Nordrand der Alpen sind dafür überwiegend verantwortlich. Doch es gibt noch einen weiteren Effekt, der sich in den genannten Regionen zu Stau und Hebung dazu addiert.

Den „Lake-Effekt“  wie man ihn von den „Großen Seen“ in Nordamerika kennt, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen auch über dem Bodensee. Das führt dazu, dass es in Sachen Schnee und Regen im Allgäu und Bregenzer Wald oft mal ein bisschen mehr sein darf. Der „Lake-Effekt“über dem Bodensee weiterlesen