Archiv der Kategorie: Touren

Auf und um den Hochvogel

Der Hochvogel gehört zu den markantesten Gipfeln der Allgäuer Alpen. Seine Besteigung kann als straffe Tagestour von Hinterstein oder Hinterhornbach durchgeführt werden. Schöner ist es allerdings, die Gipfelbesteigung in eine zweitätige  Rundtour einzugliedern und dabei den Berg zu überschreiten.  Die Runde von Hinterhornbach über den Fuchsensattel, den Hochvogel zum Prinz-Luitpold-Haus und anderntags über das Himmeleck, das Hornbachjoch und den Kanzberg zurück nach Hinterhornbach offenbart wie kaum eine andere Runde die ganze Vielfalt und Schönheit der Allgäuer Alpen.

Am Ende dieses Artikels gibt es Hinweise zur aktuellen Situation zu Felssturzgefahren, Hüttenübernachtungen, Parken und Biwakieren, die je nach Situation angepasst werden. Auf und um den Hochvogel weiterlesen

Pelvoux – einfach nur ein genialer Berg

Knapp verfehlt er die 4000 Meter Marke. Diesen Mangel gleicht er aber durch seine gewaltige Masse und seinem steilen Aufbau aus. Ein Berg, der gerade im Abstieg bis zum letzten Meter fordert, aber nicht überfordert, sofern man ihn genau dann in Angriff nimmt, wenn die Verhältnisse passen. Nach einem überreichlichen Menü auf der Hütte, preiswerten Rotwein und einer kurzen Nacht beginnt bereits um 3.30 Uhr der Aufstieg. Der Abstieg wartet mit so ziemlich allem auf, was es im Gebirge so gibt. Spalten, Abklettern, Abseilen, Geröllfelder, Steilgras, abschüssige Granitbänder bis ganz hinab zum Talboden. Eine rundum eindrucksvolle Hochtour. Pelvoux – einfach nur ein genialer Berg weiterlesen

Sonnig und trocken – Schneerückblick April

Der  überwiegend zu warme und viel zu trockene April begann mit eisiger Kälte und endete nass-kalt. Dazwischen gab es viel Sonne, sensationelle Firnverhältnisse und eine rasche Schneeschmelze. Lawinentechnisch herrschten über lange Zeit die denkbar sichersten Verhältnisse, die man sich bei Schneebedeckung vorstellen kann. Ein weitgehend aufs Allgäu beschränkter Schnee- und Tourenrückblick. Sonnig und trocken – Schneerückblick April weiterlesen

Wärme – Trockenheit – Kälte Schneerückblick März 2020

Zunächst setzte sich im März 2020 das unbeständige Westwetter des Februars fort. Das bedeutete ein stetes auf und ab der Schneefallgrenze. Pünktlich zum Wochenende 7.+8.3. 2020 erfolgte dann dass, worauf wir in diesem Winter so gut wie vergebens gewartet haben. Frischer Neuschnee bis in tiefe Lagen ohne Wind gefolgt von schönem Wetter. Danach folgte eine sonnige Wetterphase mit deutlich ansteigenden Temperatur, bis ein Kaltluftvorstoß am 22.3. die kälteste Wetterphase des gesamten Winters einleitete. Insgesamt ein Monat der durch überwiegend gute Tourenbedingungen aber auch durch Einschränkung der Bewegungsfreiheit geprägt war. Wärme – Trockenheit – Kälte Schneerückblick März 2020 weiterlesen

Das Virus, der Bergsteiger und der Blockwart

Es kam schleichend, lautlos und hat es innerhalb von vier Wochen das Europa, so wie wir es kennen hinweggefegt. Zuerst weit weg, dann plötzlich da. In Stein gehauen geglaubte Grundrechte, Reisefreiheit, Arbeitsplätze – weg. Dafür ist er wieder da. Der 1945 begrabene Blockwart. Freiwillig, im Dienst der plötzlich diktatorisch gewordenen Staatsmacht meldet er kleinste Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen. Statt einem europäischem Miteinander gilt nur wieder nationale Abgrenzung. In sozialen Medien stehen sich die „ich geh raus Fraktion“ und die „stay at home Fraktion“ zunehmend unversöhnlich gegenüber. Die Gesellschaft ist gespalten. Trotzdem gelingen noch kleine Fluchten in die Berge, weit weg von einem sorgenvollen Alltag. Das Virus, der Bergsteiger und der Blockwart weiterlesen

Winterraum 2.0

Die Gesellschaft, die menschlichen Werte und vieles ändert sich im Laufe der Zeit. So auch die alpine Ausrüstung, die Bergsteiger, deren Unterkünfte und damit auch die Winterräume. Vielfach hat der technische Fortschritt das Leben besser und leichter gemacht. Doch nicht alles, was neu ist, ist auch gut. Winterraum 2.0 ist in der real existierenden Form eher ein Rückschritt und eigentlich ein rechter Schmarren. Winterraum 2.0 weiterlesen

Winter 2020 – besser als sein Ruf

Sturm, Schneemangel, Regen und wieder mal Sturm. Der Winter 2019/20 genießt bei den Nordalpenbewohnern keinen guten Ruf. Zu Unrecht, denn die Möglichkeiten, die der Winter 2020 bisher geboten hat, stellen jene des Winters 2019 qualitativ und quantitativ weit in den Schatten. Allerdings musste man ein bisschen kreativ sein. Nicht jede Tour war machbar, aber das war 2019 auch so, wenn auch aus anderen Gründen. Winter 2020 – besser als sein Ruf weiterlesen

Zu vieleTourengeher? Dichtestress in Baad

Baad, am Ende des Kleinwalsertales gelegen ist bekannt für seine Schneesicherheit und seine schöne Auswahl an nicht zu langen, leichten bis mittelschweren Skitouren. Gerade dann, wenn in den Allgäuer Vorbergen zu wenig Schnee liegt und mangels Schnee in den Oberbayrischen Alpen sogar die Münchner dieses Schneeloch stürmen, wird es in Baad ganz schnell mal eng. Nach zwei sehr schneereichen und daher entspannten Wintern, gibt es im Winter 2019/-20 in Baad wieder Dichtestress. Bereits im Juni 2016 hatte der Bürgermeister auf seiner Sitzung von „skibergsteigen umweltfreundlich“ zugesagt, was die Streuung des zweifachen Zuganges Baad – Bärgunt angeht, nach einer für alle akzeptablen Lösung zu suchen. Bezüglich der Parksituation verwies der Bürgermeister auf Parkplätze in Bödmen und den Linienbus. Seit dem hat sich nichts geändert. Es wird weiterhin über die bösen Tourengeher hergezogen und Lösungen, die einfach umzusetzen wären, unterbleiben. Zu vieleTourengeher? Dichtestress in Baad weiterlesen

Watzmann: Gedanken um die höchste Ostalpenwand

Die Watzmann Ostwand gehört zu den Touren, die man gemacht haben muss. Das Faszinierende ist die gesamte Tour, nicht die Einzelstellen. Dazu gehören die Bootsfahrt über den Königssee, der Kontrast zwischen Massentourismus und dem spartanischen Ostwandlager. Der Fels ist überwiegend recht gut, zumindest wenn man als Vergleichsmaßstab die Allgäuer und Lechtaler Alpen annimmt. Die Schwierigkeiten gehen über kurze Stellen  im oberen Dritten Grad nicht hinaus. Meist liegen sie im Bereich I bis II, durchsetzt von exponiertem Gehgelände.  Dank eines guten Topos und zahlreichen Trittspuren ist auch die Orientierung nicht besonders schwierig. Wer sich im steilen II-III-er Gelände zügig bewegen kann wird an einem gewitterfreien Sommertag viel Spass in der höchsten Ostalpenwand haben. Watzmann: Gedanken um die höchste Ostalpenwand weiterlesen

Jägerkonflikte – Wann, wo und warum?

Es „herbschtlt“; die Tage werden kürzer, die Schatten länger und damit kommt auch die Zeit, in der konfliktbehafte Begegnungen mit Jägern häufiger und wahrscheinlicher werden.

Vom guten Gespräch über die sanften Rüge bis zur Beleidigung mit Gewaltandrohung. Eine analytische Betrachtung nach 30 Jahren Alpinismus. Welche Erkenntnisse kann man aus diesen Tabellen gewinnen? Jägerkonflikte – Wann, wo und warum? weiterlesen