Archiv der Kategorie: Touren

Winterraum 2.0

Die Gesellschaft, die menschlichen Werte und vieles ändert sich im Laufe der Zeit. So auch die alpine Ausrüstung, die Bergsteiger, deren Unterkünfte und damit auch die Winterräume. Vielfach hat der technische Fortschritt das Leben besser und leichter gemacht. Doch nicht alles, was neu ist, ist auch gut. Winterraum 2.0 ist in der real existierenden Form eher ein Rückschritt und eigentlich ein rechter Schmarren. Winterraum 2.0 weiterlesen

Winter 2020 – besser als sein Ruf

Sturm, Schneemangel, Regen und wieder mal Sturm. Der Winter 2019/20 genießt bei den Nordalpenbewohnern keinen guten Ruf. Zu Unrecht, denn die Möglichkeiten, die der Winter 2020 bisher geboten hat, stellen jene des Winters 2019 qualitativ und quantitativ weit in den Schatten. Allerdings musste man ein bisschen kreativ sein. Nicht jede Tour war machbar, aber das war 2019 auch so, wenn auch aus anderen Gründen. Winter 2020 – besser als sein Ruf weiterlesen

Zu vieleTourengeher? Dichtestress in Baad

Baad, am Ende des Kleinwalsertales gelegen ist bekannt für seine Schneesicherheit und seine schöne Auswahl an nicht zu langen, leichten bis mittelschweren Skitouren. Gerade dann, wenn in den Allgäuer Vorbergen zu wenig Schnee liegt und mangels Schnee in den Oberbayrischen Alpen sogar die Münchner dieses Schneeloch stürmen, wird es in Baad ganz schnell mal eng. Nach zwei sehr schneereichen und daher entspannten Wintern, gibt es im Winter 2019/-20 in Baad wieder Dichtestress. Bereits im Juni 2016 hatte der Bürgermeister auf seiner Sitzung von „skibergsteigen umweltfreundlich“ zugesagt, was die Streuung des zweifachen Zuganges Baad – Bärgunt angeht, nach einer für alle akzeptablen Lösung zu suchen. Bezüglich der Parksituation verwies der Bürgermeister auf Parkplätze in Bödmen und den Linienbus. Seit dem hat sich nichts geändert. Es wird weiterhin über die bösen Tourengeher hergezogen und Lösungen, die einfach umzusetzen wären, unterbleiben. Zu vieleTourengeher? Dichtestress in Baad weiterlesen

Watzmann: Gedanken um die höchste Ostalpenwand

Die Watzmann Ostwand gehört zu den Touren, die man gemacht haben muss. Das Faszinierende ist die gesamte Tour, nicht die Einzelstellen. Dazu gehören die Bootsfahrt über den Königssee, der Kontrast zwischen Massentourismus und dem spartanischen Ostwandlager. Der Fels ist überwiegend recht gut, zumindest wenn man als Vergleichsmaßstab die Allgäuer und Lechtaler Alpen annimmt. Die Schwierigkeiten gehen über kurze Stellen  im oberen Dritten Grad nicht hinaus. Meist liegen sie im Bereich I bis II, durchsetzt von exponiertem Gehgelände.  Dank eines guten Topos und zahlreichen Trittspuren ist auch die Orientierung nicht besonders schwierig. Wer sich im steilen II-III-er Gelände zügig bewegen kann wird an einem gewitterfreien Sommertag viel Spass in der höchsten Ostalpenwand haben. Watzmann: Gedanken um die höchste Ostalpenwand weiterlesen

Jägerkonflikte – Wann, wo und warum?

Es „herbschtlt“; die Tage werden kürzer, die Schatten länger und damit kommt auch die Zeit, in der konfliktbehafte Begegnungen mit Jägern häufiger und wahrscheinlicher werden.

Vom guten Gespräch über die sanften Rüge bis zur Beleidigung mit Gewaltandrohung. Eine analytische Betrachtung nach 30 Jahren Alpinismus. Welche Erkenntnisse kann man aus diesen Tabellen gewinnen? Jägerkonflikte – Wann, wo und warum? weiterlesen

Nadelgrat: Hochtouren und Gletscherschmelze

Nichts ist für die Ewigkeit, auch nicht die Berge. Sie wachsen, so wie die Alpen, oder die erodieren von stolzen Spitzen zu runden Hügeln, so wie der Schwarzwald. Auch die Gletscher wachsen und schmelzen wieder dahin.  Während das Wachstum der Alpen so langsam von statten geht, dass es für die Dauer eines Menschenlebens nicht wahrnehmbar ist, können wir  das  Wachsen und Schrumpfen der Gletscher deutlich mitverfolgen. Am Beispiel des Nadelgrates möchte ich über Probleme, Chancen und Risiken der geänderten Verhältnisse sprechen. Nadelgrat: Hochtouren und Gletscherschmelze weiterlesen

Torkopf – ein Allgäuer Giftzwerg

Dem mehre Kilometer langen Wandabbruch der Oberen Gottesackerwände nördlich vorgelagert, fällt der Torkopf kaum auf. Seine Eigenständigkeit sticht nur ins Auge, wenn man sich von Osten aus dem Mahdtal oder von Westen, von Sibratsgäll aus nähert. Dieser kleine Gipfel fällt von seiner Form völlig aus dem üblichen Landschaftsbild des Ifengebietes heraus, in dem sonst Plateaus und langezogene Wandabbrüche charakteristisch ist. Vom Charakter her ähnelt der Torkopf stark anderen, geologisch dem Helvetikum zuzurechnenden Gipfel in den den Vorbergen der Westalpen, wie zum Beispiel dem Girenspitz im Alpsteinmassiv. Die kurze Bergtour eignet sich als Halbtagestour. Einfach und zu unterschätzen ist sie jedoch nicht. Torkopf – ein Allgäuer Giftzwerg weiterlesen

Eindrücke rund ums Prinz-Luitpold-Haus

Am vergangen Wochenende 13+14.7.2019 habe ich im Rahmen einer Bergwachtübung das Prinz-Luitpold-Haus besucht. Seit dem Pächterwechsel hat sich dort einiges zum Positiven geändert. Zudem gibt es nachstehend noch einen Überblick über die aktuelle Schneelage und die sonstigen Bedingungen. Eindrücke rund ums Prinz-Luitpold-Haus weiterlesen

Schneereicher Frühsommer Segen und Fluch zugleich!

Ein schneereicher Januar und ein deutlich zu kühler Mai haben dafür gesorgt, dass weite Teile der Alpen Mitte Juni 2019 noch unter einer dicken Schneedecke liegen. Eigentlich ein Segen. Doch die Jammerei über den vielen Schnee ist groß. Manche Hütten haben die Öffnung verschoben, weil das bevorzugte, oftmals etwas unbeholfene Fernwanderpublikum kaum bereit ist, sich auf eine Situation einzustellen, die es in den 80ger Jahren noch regelmäßig gab. Der Skitourengänger freut sich über die Saisonsverlängerung. Die Gletscherschmelze ist zumindest für eine Weile ausgebremst. Klimahysteriker und Klimawandelleugner suchen anhand eines örtlich und zeitlich begrenzten Phänomen nach ihnen passenden Argumenten. Ein schneereicher Frühsommer bietet auf jeden Fall tolle Tourenmöglichkeiten, tut der Natur gut, birgt aber auch Gefahren. Nachfolgend ein paar Eindrücke und Tipps. Schneereicher Frühsommer Segen und Fluch zugleich! weiterlesen

Rückblick auf den Traumwinter 2018/-19

Der Traumwinter 2018/-19 begann schleppend – und viel zu warm. Nach dem Hitzesommer 2018 war durchaus zu befürchten, dass uns das viel zu warme Wetter erhalten bleibt und wir schneetechnisch auf einen Totalausfall zusteuern würden. Doch Wetter und Klima lassen sich nicht über einen längeren Zeitraum vorhersagen. Was dann folgte war ein Traumwinter mit Rekordschneemengen in Teilen der Ostalpen und in Folge viel Sonne und beste Bedingungen. Meine Betrachtungen finden ihren Schwerpunkt in den Allgäuer und den Lechtaler Alpen mit einigen Blicken über den Tellerrand hinaus. Rückblick auf den Traumwinter 2018/-19 weiterlesen