Archiv der Kategorie: Gedanken

Was passiert am Grünten?

Unter dem Markennamen „Grünten Berg Welt“ plant ein allgäuer Investor Nordseite des Berges die Modernisierung eines seit zwei Jahren brach liegenden Skigebietes, dazu eine Rodelbahn, den Neubau der Grüntenhütte, eine Walderlebnisbahn (was auch immer das ist) und vieles mehr. Was bedeutet das für uns Bergsteiger, Tourengeher, Kletterer und Naturfreunde?  Nachstehend möchte ich das Für- und Wider und die möglichen Folgen darstellen. Was passiert am Grünten? weiterlesen

Werbeanzeigen

Challange um den Titel: „Basiscamp für Umweltsünder“

Challange um den Titel:

„Basiscamp für Umweltsünder“

 

2017 hat die Zeitschrift „Alpin“ dem Schrecksee in der Gemeinde Bad Hindelang 2017 den Titel

Basiscamp für Umweltsünder

verliehen. Damit haben wir Hindelanger endlich einen Titel, mit dem sich keine andere Tourismusdestination im Alpenraum, ja sogar weltweit schmücken kann. Nachdem wir nicht das „erste deutsche Bergsteigerdorf“ geworden sind, das Marketingprojekt „Alpennester“ nur langsam in Fahrt kommt, andere Gemeinden schönere und höhere Berge haben, tut es gut, sich hier mit einem Titel positionieren zu können

Doch der Titel ist in Gefahr. Das Wasser in dem aktuell (01.04.2019) noch zugefrorenen See hat Trinkwasserqualität. Selbst im Sommer überwiegt das Grün der Bergwiesen, die bunte Vielfallt, einer Plasikmüllhalde, wie man sie von indischen und afrikanischen Stränden kennt sucht man hier vergebens. Aus diesem Grund hat die Gemeinde einen Aufruf an alle Umweltsünder gestartet, der dazu beitragen soll, den Titel zu verteidigen.

Challange um den Titel: „Basiscamp für Umweltsünder“ weiterlesen

Was wählt ein Allgäuer Bergsteiger?

Angesichts der  Bundestagswahlen 2017  hatte ich an die sechs Parteien, die am 24.9.2017 in den Bundestag gewählt werden  einige Fragen aus Sicht eines Allgäuer Bergsteigers gestellt. Da die Fragen allesamt lokalen Bezug haben, habe ich diese an die Abteilungen der jeweiligen Parteien im Landkreis Oberallgäu geschickt und zusätzlich an den Direktkandidaten für den Wahlkreis Oberallgäu-Lindau. Ebenfalls  ergingen die Fragen noch an zwei Parteien von regionaler Bedeutung.

Genauer gesagt an:

AfD, CSU, FDP, Freie Wähler, Grüne, Linke, ÖDP und SPD

Nun war ich mit meiner Frage wohl etwas zu spät dran, so dass relevante Rückmeldungen erst kurz vor dem Wahltag eingingen. Ich habe mich daher entschieden, die Antworten vor der Landtagswahl in Bayern zu veröffentlichen. Was wählt ein Allgäuer Bergsteiger? weiterlesen

Schrecksee – das Ausnahmeverbrechen und der böse Wolf

.

Ein Ausnahmeverbrechen ist eine Straftat, die so bedeutend ist, dass sie über Jahre hinweg immer wieder in den Medien präsent ist. Ein Mord, sofern er keinen muslimischen oder rechtsextremen Hintergrund hat, ist, gemessen an der Medienpräsenz kein Ausnahmeverbrechen. Die verbrannten Zaunpfähle am Schrecksee aber sehr wohl.

Dann war da in diesem Sommer noch ein Wolf, der zwischen zwei schlafenden Biwakieren einen Rucksack geklaut hat, um an die daran befindlichen Lebensmittel zu gelangen. Das sich ein Wolf so nahe an den Menschen annähert ist durchaus ungewöhnlich. Aber es zeigt, dass die Natur sich selbst, ohne Polizei, Schilder und Verbote gegen zu viel Biwakierer dort oben hilft. Schrecksee – das Ausnahmeverbrechen und der böse Wolf weiterlesen

Das Einhorn

Das Einhorn (lat. unicornis, griech. monókeros) ist ein Fabelwesen von Pferde– oder Ziegengestalt mit einem geraden Horn auf der Stirnmitte. Es wurde im Mittelalter besonders durch den Physiologus bekannt, gilt als das edelste aller Fabeltiere und steht als Symbol für das Gute.

Ein solches Fabelwesen ist mir in den Lechtaler Alpen erschienen. Ob wirklich etwas Gutes hinter seiner Geschichte steckt? Das Einhorn weiterlesen

Über die/den Nordwestgrat*In auf die Große Daumen – Neusprech für Alpinist*Innen.

Mit politkorrekter Sprache, Gender und ähnlichen gesellschaftlichen Trends des Zeitgeistes hat man als Bergsteiger eher selten zu tun. Dieser Themenkomplex hat eher das Potential zur Belustigung an einem   feucht-fröhlichen Hüttenabend, als alpine Relevanz. Da gibt es eine Uni, bei der Lehrkräfte mit „Herr Professorin“ anzusprechen sind (ernst gemeint!!), eine Partei stellt einen Antrag, mit Formulierungen , wie „der/die ComputerIn“ die Gendergerechtigkeit herzustellen. Der Alpenverein hatte in seiner Geschichte nicht selten die Vorreiterrolle, die politkorrekten Dämlichkeiten des jeweiligen Zeitgeistes in den Alpinismus einzuführen. So werden  inzwischen in der Knotenpunkt genannten Kolumne des DAV Panorama fleißig mit * Sternchen und großem I Worte auseinander gerissen um die Gendergerechtigkeit herzustellen.  Na dann wollten wir mal nicht so sein und liefern daher eine 100% gendergerechte und politkorrekte Tourenbeschreibung. Über die/den Nordwestgrat*In auf die Große Daumen – Neusprech für Alpinist*Innen. weiterlesen

Bergsteigerdorf Hinterstein – War wohl nix! Gibt es Alternativen?

Groß war die Euphorie als sich Bad Hindelang mit seinem Ortsteil Hinterstein im Jahr 2015 um den Titel „erstes deutsches Bergsteigerdorf“ beworben hatte. Man versprach sich eine Belebung des Tourismus, mehr Übernachtungen bei geringen Investition. Denn Bergsteigerdörfer leben vor allem von einer naturnahen, alpinen Landschaft. Doch daraus wurde nichts. Wegen dem geplanten Baus eines Wasserkraftwerkes, hat der Alpenverein den Titel Bergsteigerdorf nicht vergeben. Schade eigentlich, denn das Wasserkraftwerk hätte einen vergleichsweise geringen Eingriff in die Natur dargestellt, wenn es auch nicht mit der großstadt-grün-ideologisierten Denkweise des DAV Dachverbandes kompatibel gewesen wäre. Trotzdem bin ich heute froh darüber, dass der Titel nicht vergeben wurde, wenn auch aus anderen Gründen. Bergsteigerdorf Hinterstein – War wohl nix! Gibt es Alternativen? weiterlesen

Wollt ihr den totalen Berg!

Was im Allgäu im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz schief läuft.

Wollt ihr den totalen Berg? Dieses Plakat, dass an einer Bushaltestelle bei Fischen angebracht war, musste ich einfach fotographisch festhalten. Als ich am nächsten Tag meine Kamera  dabei hatte, war es schon nicht mehr da. Aber nach einigen Recherchen habe ich doch noch ein Bild davon bekommen. Schon der Stil der 40er Jahre hat das Potential Empörung auf Knopfdruck auszulösen und Aufmerksamkeit zu erregen.

Anderseits habe ich bewusst  mit diesem Artikel gewartet, bis sich der Sturm der Entrüstung über die Änderung des Alpenplans, die Grundlage dafür ist, dass die Skischaukel am Riedberger Horn genehmigt werden kann, gelegt hat.

Bisher wurden nur die rechtlichen Grundlagen geschaffen, dass die Skischaukel genehmigt werden kann. Nicht mehr. Gleichzeitig lässt man am Grünten ein etabliertes Skigebiet in die Pleite rutschen, dass ohne ökologisch sensible Gebiete zu beeinträchtigen, ohne langwierige Prozesse leicht zu modernisieren gewesen wäre. Wollt ihr den totalen Berg! weiterlesen

Gipfelbücher

September 2017. Innerhalb einer Woche habe ich drei einsame Gipfel in den Allgäuer Alpen bestiegen. Der Blick ins Gipfelbuch ist auf solchen Bergen immer recht interessant, da man die Personen hinter den meisten Einträgen kennt. Interessant auch, wer im Winter oben war und wie sich die Besucherzahlen entwickeln.

Leider habe ich drei mal  anstatt einer interessanten Lektüre einen nassen Papierklumpen in einer mehr oder weniger zerrissenen Plastiktüte gefunden. Schade.

Tupperboxen, Gurkengläser und Keksdosen eigenen sich nicht  als Depot für ein Gipfelbuch. Auf Dauer kann  nur eine doppelte, also Innen und Außenkassette, oder eine Kassette, denen Deckel die Gesamte Höhe der Box umschließt,  das Buch anständig schützen. Gipfelbücher weiterlesen