Archiv der Kategorie: Gedanken

Alpines Risiko- das chronologische Paradoxon mit der Restlebenszeit

Es gibt kaum eine sinnlosere Beschäftigung als mit hohem zeitlichen und finanziellen Aufwand  und mit einem mehr oder weniger hohen Risiko irgendwelche Falten der Erdkruste zu besteigen. Warum aber nimmt das Risiko, dass man bereit ist einzugehen, um seine alpinen Wünsche zu befriedigen mit zunehmen Alter ab, wenn gleichzeitig der Einsatz, die zu erwartende Restlebenszeit immer geringer wird. Das ist irgendwie nicht logisch. Alpines Risiko- das chronologische Paradoxon mit der Restlebenszeit weiterlesen

Klimawandel pragmatisch: 3. Warum die Energiewende nötig ist

Man kann dem Menschen die alleinige Schuld am Klimawandel geben oder seinen Einfluss aufs Klima verleugnen. Man kann das Thema ideologisch oder pragmatisch sehen, globale oder regionale Lösungen anstreben. Egal wie man das sieht. Eine Energiewende, weg von fossilen Brennstoffen ist nötig? Warum? Klimawandel pragmatisch: 3. Warum die Energiewende nötig ist weiterlesen

Klimawandel pragmatisch: 2. Das Geschäft mit der Angst

Von den überregionalen Krisen, von den Themen die die Menschen in den letzten Jahren bewegten, haben in Deutschland zwei Parteien profitiert. Die AfD und die Grünen. Bei aller Verschiedenheit, sind sich die Parteien ähnlicher als man glaubt und als es vor allem deren Anhänger glauben. Sie sind wie Nord- und Südpol, wie Yin und Yang. Beide Parteien entstanden, da die etablierte Politik gewisse Themen und Sorgen nicht ausreichend berücksichtigt hat. Beide Parteien wurden und werden in ihrer Anfangsphase ausgegrenzt und verteufelt. Was für die einen der Klimawandel ist für die anderen die Zuwanderung und der Islam. Eine schwer greifbare Bedrohung! Der besorgte Bürger wählt die AfD oder die Grünen. In Verbindung mit soziale Medien tragen diese Parteien mehr zur Polarisierung bei anstatt pragmatische Lösungsansätze zu präsentieren. Klimawandel pragmatisch: 2. Das Geschäft mit der Angst weiterlesen

Klimawandel pragmatisch: 1. Historische und Globale Aspekte

Der Klimawandel, genauer die vom Menschen verursachte Klimakatastrophe hat sich schon längst zu einer Ersatzreligion bzw. einer Ideologie entwickelt. Wenn jedoch ein Thema aus religiöser oder ideologischer Sicht betrachtet wird, bleiben der nüchterne Pragmatismus  und  Lösungsansätze auf der Strecke. Das wahre Problem der Menschheit ist die Überbevölkerung und das Bevölkerungswachstum. Über dieses Thema schweigen sich die Medien aus. Wenn wir dieses Problem nicht weltweit in den Griff bekommen, droht früher oder später die humanitäre Katastrophe, egal wie viele Klimakonferenzen wir abhalten und wie oft wir das ausgelutschte Unwort der Nachhaltigkeit strapazieren. Klimawandel pragmatisch: 1. Historische und Globale Aspekte weiterlesen

Jägerkonflikte – Wann, wo und warum?

Es „herbschtlt“; die Tage werden kürzer, die Schatten länger und damit kommt auch die Zeit, in der konfliktbehafte Begegnungen mit Jägern häufiger und wahrscheinlicher werden.

Vom guten Gespräch über die sanften Rüge bis zur Beleidigung mit Gewaltandrohung. Eine analytische Betrachtung nach 30 Jahren Alpinismus. Welche Erkenntnisse kann man aus diesen Tabellen gewinnen? Jägerkonflikte – Wann, wo und warum? weiterlesen

Alpentransit, ein verkehrspolitisches Totalversagen?

Dokumentiert seit der Römerzeit, vermutlich aber schon früher strebten die Europäer danach, die Alpen so bequem als möglich von Nord nach Süd und umgekehrt zu überwinden. Mit Anstieg  der Bevölkerung, des Tourismus und dem freien Warenverkehr innerhalb der EU wuchs und wächst die Zahl der transportierten Güter  als auch der Menschen die die Alpen überqueren oder in den Alpen leben, arbeiten oder Urlaub machen. Anders als im Flachland, lassen sich die Transitwege im Alpenraum geographiebedingt nicht beliebig ausbauen. Genau dass wird aber zunehmend zum Problem, da der Ausbau von touristischen Attraktionen, Hotels aber auch der Warenverkehr zunehmen, die Anpassung der Verkehrswege jedoch auf der Strecke bleibt. Den Warenverkehr und den Tourismus zurückfahren oder teure Tunnellösungen? Alpentransit, ein verkehrspolitisches Totalversagen? weiterlesen

Allgäu-Aussfern: Wieviel Tourismus verträgt unsere Region?

Das südliche Allgäu und Teile des Außerfern leben gut vom Tourismus. Die Übernachtungszahlen steigen beständig und damit auch die Wertschöpfung in unserer Region. Viele Arbeitsplätze hängen an der Tourismuswirtschaft. Auf der anderen Seite stehen die Verkehrsbelastung, steigende Mieten und Gastronomiepreise, prekäre Arbeitsverhältnisse und Naturbelastung. Die Maßnahmen von Behörden, die Negativfolgen in den Griff zu bekommen, werden oft von der Bevölkerung als Schikane empfunden. In Folge dessen, gab es bereits die ersten fremdenfeindlichen Aktionen. Grund genug zu hinterfragen, ob ein weiteres Wachstum des Tourismussektors wünschenswert ist und wie man mit den Folgen des Overtourism umgehen sollte. Allgäu-Aussfern: Wieviel Tourismus verträgt unsere Region? weiterlesen

Wann wird mal wieder richtig Sommer?

So lautete ein Schlager, der in meiner Kindheit auf und ab gespielt wurde, bis man ihn nicht mehr hören konnte.

Die Eltern erzählten, dass es soviel Regen und Kälte früher im Sommer nicht gab. Tatsächlich  kann ich mich gut daran erinnern, dass Mitte der 70ger bis Anfang der 80er Jahre es auch im Juli und August immer mal wieder bis unter 2000 m geschneit hat. Die seit etwa 100 Jahren schrumpfenden Alpengletscher stießen kurzzeitig nochmal vor. Die Tage, an denen man abends noch draußen sitzen konnte, waren gezählt.Obst wurde, wenn überhaupt nur an der Hauswand reif.   Es war völlig normal, dass man, bei einer Hochvogelbesteigung entweder über die Kreuzspitze ging, oder Steigeisen und Pickel für den Kalten Winkel dabei hatte.  So auch bei meiner ersten Hochvogelbesteigung im Alter von 11 Jahren mit meinem Vater. Heute hört man die Leute schon jammern, dass am Hochvogel immer noch soviel Schnee liegt.

 

Jetzt ist er da, der Sommer wie ihn sich mit Rudi Carrell Millionen gewünscht haben und was machen wir? Wir jammern über die Hitze und zeigen düster-heiße Zukunftsprognosen auf. So wie in meiner Kindheit auch, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Denn damals drohte uns eine neue Eiszeit. Wissenschaftlich begründet waren die Zukunftsprognosen damals wie heute.

Ein Freund sagte mir mal. Es ist Segen und Fluch zugleich, dass du dich an jeden Scheißdreck, jede Schlagzeile und jede Aussage in den Nachrichten von früher erinnern kannst.  Das ist natürlich übertrieben, aber trotzdem erinnere ich mich noch an die Fotomontage in der Bild mit einem vorrückenden Gletscher am Stadtrand von München irgendwann um 1980 rum.

Vergangenheit verklärt? Stimmen die Erinnerungen?

Stimmt den die subjektive Erinnerung an nasskalte Sommer, einen alten Schlager, ein paar Zukunftsprognosen und Politikeraussagen eines Kindes/Jugendlichen mit der damaligen Wirklichkeit überein, oder neigen wir alle dazu die Vergangenheit als heile Welt zu verklären?

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Vergleicht man meine Erinnerungen an die wissenschaftlich belegte Gletscherentwicklung, so sieht man, dass  es tatsächlich von 1975 bis 1980 nochmal eine Phase von wachsenden Gletschern gab. Ausgelöst vor allem durch nasskalte Sommer. Somit passt auch der Schlager von Rudi Carrell zum damaligen Zeitgeist.

 

Wie geht es weiter?

Da möchte ich seriös bleiben und mich nicht mit Spekulationen hingeben.

Es gab in den letzten 40 Jahren genug Katastrophenszenarien, Prognosen von Politikern und Wissenschaftlern, die so wie angekündigt nicht eingetreten sind. Gut oder blöd, dass ich mich meist dafür interessiert habe und mich erinnern kann. Das macht mich skeptisch gegenüber aktuellen Prognosen.

Fakt ist nur: Nichts ist beständiger als der Wandel.

Dazu noch zwei Links. Welchem sollen wir glauben?

https://www.focus.de/wissen/klima/klimaerwaermung/neue-eiszeit-neue-eiszeit_id_8487796.html

https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-klimawandel-umwelt-vorhersagen-1.4539824?fbclid=IwAR1QW_34MIH46C8d2unIClbzwe9B6EOuNx8hbT1NqKCwuwlRjh6_TAaRLaE

Biken im Wildental. Teil 2

In der letzten Zeit haben mich Nachrichten erreicht, dass die Bikesperre im Wildental aufgehoben wäre, bzw. gar keine Schilder mehr vorhanden seinen. Aus diesem Grund wollte ich diesen Artikel löschen. Vorher habe ich allerdings noch einen Ausflug mit dem Bike ins Wildental unternommen, um mir ein Bild zu machen. Ich werde nun die Sache noch eine Weile beoabchten und den Artikel vermutlich bald löschen.

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Was passiert am Grünten? Teil 2

Es entspricht meiner liberalen Einstellung, jedem seine Erfüllung, sein Hobby, sein Glück und sein Auskommen zu gönnen. Wenn allerdings einer Gruppe nur ständig naturschädliches Verhalten, Sachbeschädigungen, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung  und die Missachtung von Regeln vorgeworfen wird und in sozialen Medien  pauschale Unterstellungen, Lügen und der Versuch eine Nutzergruppe vom Berg zu verbannen verbreitet werden, neige ich rasch zu Gegenpositionen, die auch mal übers Ziel hinausschießen. Frei nach dem Motto „keine Toleranz gegen die Intoleranz“. Um so schwieriger ist es, sich beim Thema Grüntenerschließung eine Meinung zu bilden und objektiv abzuwägen. Ich möchte es trotzdem versuchen. Was passiert am Grünten? Teil 2 weiterlesen