Das Aus für eine Schöne Bergtour?

Seit nunmehr 56 Jahren  erleichtert ein kurzes Drahtseil die Ersteigung eines kleinen, turmartigen Nebengipfel im Hintersteiner Tal. Im Gipfelbuch aus dem Jahr 1964 stehen vor allem Einheimische aus dem Ostrachtal. Natürlich auch ein paar Touristen, aber das macht nichts. Wir leben ja vom Tourismus. Der Gipfel hat längst auch seinen Platz in der alpinen Literatur gefunden, so dass der Ortsunkundige auch eine Beschreibung fand, wenn er danach gesucht hat.

Dann aber kamen Outdooractive, GPS Tour und Instagram und in Folge immer mehr Menschen. Als 2020 Corona und zeitweilige Grenzschließungen brachte, wurden es noch mehr. Viele sind es immer noch nicht. Trotzdem soll der kleine Steig nun nach 56 Jahren wegen ungeklärter Haftung, angeblichen Massenandrang und Inkompetenz des DAV nun abgebaut werden.

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Gold-Grauer Oktober 2020

Golden war der Oktober 2020 bisher nur an wenigen Tagen. Das Wettergeschehen wurde häufig von polarer Kaltluft bestimmt, verbunden reichlich Niederschlag, Schnee in den Bergen und nur wenig Sonne. Um so schöner waren dann die Momente, als sich die Wolken lichteten und der Oktober seine Farbenpracht entfalten konnte.

Während manch einer über das kühle Schnee und Regenwetter schimpft, aber zu gleich die Gletscherschmelze schrecklich findet, freue ich mich genau deshalb über diese Wetterlage. Die Schmelzphase der Gletscher war 2020 bereits im September vorbei. Eine Atempause für die Alpengletscher.

Nachstehend ein paar Eindrücke aus dem Oberallgäu. Gold-Grauer Oktober 2020 weiterlesen

Ein ganz verborgener Berg

wenn ein Berg als der schwierigste, oder einer der schwierigsten seiner Region zählt, so ist er entweder heiß begehrt oder völlig vernachlässigt. Bei unserem Berg ist letzteres der Fall. Als nächstes stellt sich die Frage, wie man „der schwierigste“ definiert. Mit einem glatten V-er Normalweg wäre unser Gipfel ganz oben mit dabei. Allerdings ist der Zustieg relativ bequem, und die Schwierigkeiten beschränken sich auf 25 m. Von den Gesamtanforderungen gibt es in den Lechtaler Alpen deutlich anspruchsvollere Ziele, auch wenn die technischen Schwierigkeiten geringer sind. Als letztes stellt sich die Frage, nach der Gipfeleigenschaft. Mit 50 Meter Schartenüberhöhung ist unser Berg damit auch dabei. Ein ganz verborgener Berg weiterlesen

Seitenblicke in Obersteheran

Schlendert man im Herbst 2020 durch Oberstdorf und beobachtet seine Mitmenschen, so stellt man fest, dass ich etwas verändert hat. Etwas ist anders geworden. Ein klein bisschen erinnert mich die Stimmung und das Verhalten der Menschen an meine Beobachtungen in Teheran. Doch nicht nur in Oberstdorf hat sich etwas geändert, auch im gesamten Alpenraum sind Veränderungen spürbar, wenn auch sehr unterschiedlich ausgeprägt.

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Tannheimer Tal und Kleinwalsertal – Ausflüge und Urlaub im Risikogebiet.

Mit ihrer pauschalen Einstufung der österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg zu Coronarisikogebieten hat das Robert Koch Institut bewiesen, dass dort nicht sauber, wissenschaftlich und differenziert gearbeitet wird. Ein vernünftiges Risikomanagement sieht anders aus. Es kommt nämlich drauf an, was man im Urlaub macht und wo genau man hinfährt.  Im Allgäu und Oberbayern drohen nun wieder Überlastungserscheinungen und Dichtestress, während im Nachbarland Existenzen vernichtet werden.  Die Einstufung ist nichts weiter als politische Panikmache ohne epidemiologischen Nutzen und hat mit einer seriösen, wissenschaftlichen Expertise nichts zu tun.

Warum – das wird nachstehend erläutert

Warum man ohne eine Quarantäne zu befürchten trotzdem einen Ausflug oder einen Urlaub unternehmen kann auch. Tannheimer Tal und Kleinwalsertal – Ausflüge und Urlaub im Risikogebiet. weiterlesen

Septemberschnee – Frühherbstskitour

Der September gehört in den Alpen neben dem August zu den schlechtesten Skitourenmonaten. Wenn dann doch mal gute Bedingungen herrschen, gilt es die Gunst der Stunde im wahrsten Sinne des Wortes zu nutzen. Denn skitourentauglicher Septemberschnee hält sich meist nur einen kurzen Zeitraum. Septemberschnee – Frühherbstskitour weiterlesen

Das selbe in Grün – Firn oder Gras

Klassische Hochtouren sind die Königsdisziplin im klassischen Alpinismus. Auf einem scharfen Firngrat im Morgenlicht der Sonne entgegen zu steigen, dass sind die Augenblicke im Gedächtnis bleiben, die das Bild des Bergsteigens prägen.  Ein gezackter Felsgrat mag ebenso spannend sein, vom Ambiente reicht er meist nicht an die scharfe Firnschneide heran. Eine alpine Besonderheit stellen die messerscharfen Grasgrate dar, wie sie in Teilen der Allgäuer- und Lechtaler Alpen typisch sind. Vom Gefühl her, fast wie ein Firngrat. Hier kann man wirklich sagen: Das selbe in grün Das selbe in Grün – Firn oder Gras weiterlesen

Winterrückblick 2019/-20

Einen Winterrückblick mitten im Sommer? Nun ja. In gewisser Weise gehört der Juni schon noch in solch einen Rückblick hinein, ist es doch ein Monat, der gerade für die Entwicklung der Gletscher eine entscheidende Rolle spielt. Ein Monat, dessen Temperatur und Niederschlagsverlauf üblicher Weise großen Schwankungen unterliegt. Aber  beginnen wir wie üblich im November und betrachten den spannenden Winter 2019/-20 von Beginn an. Winterrückblick 2019/-20 weiterlesen

Schöner als der Schrecksee – Alternativen zum angeblich schönsten Bergsee der Alpen.

Er wurde schon als „der schönste Bergsee der Alpen“ bezeichnet. Der Schrecksee. Nur ist er das wirklich? Gut schön ist es da oben schon – sehr schön sogar. Aber der schönste? Inzwischen ist der See zum touristischen Hotspot geworden. Eine Pflichtlocation für das perfekte Instagramfoto oder Youtube-Video. Dafür sollten  Licht, Sonnenstand, Gras- und Schneeverhältnisse passen, was die wenigsten berücksichtigen. Gibt es Alternativen? Vielleicht sogar noch schönere Plätze fürs perfekte Foto? Vielleicht sogar welche, an denen man ungestört biwakieren kann? Schöner als der Schrecksee – Alternativen zum angeblich schönsten Bergsee der Alpen. weiterlesen

Auf und um den Hochvogel

Der Hochvogel gehört zu den markantesten Gipfeln der Allgäuer Alpen. Seine Besteigung kann als straffe Tagestour von Hinterstein oder Hinterhornbach durchgeführt werden. Schöner ist es allerdings, die Gipfelbesteigung in eine zweitätige  Rundtour einzugliedern und dabei den Berg zu überschreiten.  Die Runde von Hinterhornbach über den Fuchsensattel, den Hochvogel zum Prinz-Luitpold-Haus und anderntags über das Himmeleck, das Hornbachjoch und den Kanzberg zurück nach Hinterhornbach offenbart wie kaum eine andere Runde die ganze Vielfalt und Schönheit der Allgäuer Alpen.

Am Ende dieses Artikels gibt es Hinweise zur aktuellen Situation zu Felssturzgefahren, Hüttenübernachtungen, Parken und Biwakieren, die je nach Situation angepasst werden. Auf und um den Hochvogel weiterlesen