Skitourenstatus 21/22 Nr. 3 Der Winter ist zurück

Der Winter 2021/-22 hat uns schon so einige Wetterkapriolen beschert. Ein pünktlicher Start mit reichlich Schnee, dann Tauwetter mit positiven Rekordtemperaturen zum Jahreswechsel. Inzwischen hat sich der Winter zurückgemeldet und die Bedingungen schauen ganz gut aus. Aber nicht überall. Skitourenstatus 21/22 Nr. 3 Der Winter ist zurück weiterlesen

Repulverisierung – D´ Kälte frisst dr` Deckel-

Der aufmerksame Skibergsteiger hat sich vielleicht schon mal darüber gewundert, dass ein lästiger Bruchharschdeckel nach einiger Zeit wieder verschwindet und sich in feinen Pulverschnee verwandelt. Ein nivologischer Fachbegriff für dieses Phänomen ist mir nicht bekannt. Ich nenne es ganz einfach Repulverisierung oder auf allgäuerisch ausgedrückt: D‘ Kälte frisst dr Deckel. Repulverisierung – D´ Kälte frisst dr` Deckel- weiterlesen

Skitourenstatus 21/22 Nr. 2 Bruchharsch

Der Winter 21/22 begann vielversprechend. Überdurchschnittliche Schneemengen auf gesetzter Unterlage. Doch dann kam der Regen. Hinterlassen hat er eine dünne Harschkruste. Meist zu dünn um tragfähig zu sein, aber dick genug um fast jeden Fahrgenuss zu vereiteln. Wie ist die Situation aktuell? Skitourenstatus 21/22 Nr. 2 Bruchharsch weiterlesen

Skitourenstatus 21/22 Nr. 1 Winterstart

Er kam schleichend, der Winter 21/22, aber jetzt  ist er da und die Aussichten sind nicht schlecht.  Noch ist die Datenlage dürftig, aber es zeichnen sich bereits große regionale Unterschiede in Bezug auf Menge und Schneedeckenstabilität ab. Daneben konnte man einige interessante Wetterphänomene beobachten. Skitourenstatus 21/22 Nr. 1 Winterstart weiterlesen

(Steil)- grastouren

Steilgrastouren stellen eine besondere Spielart im Alpinismus dar. Irgendwo zwischen Wandern, Klettern und Hochtour gelegen, kann man die Grastouren am ehesten dem klassischen Bergsteigen zuordnen. Typisch für solche Steilgrasberge ist die Lage in Niederschlagsreichen Regionen, der geologische Aufbau aus sog. „sauren Sedimenten“ * und die schlechten, oder ganz fehlenden Sicherungsmöglichkeiten.  Nachfolgend ein paar Eindrücke.

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Nicht anlagengebundene Freizeitnutzung

nicht Anlage gebundene Freizeitnutzer“ ist sogenanntes Neusprech. Der Begriff entspringt einer schwarz-grünen, im Allgäu sehr präsenten Geisteshaltung.  Der „nicht anlagengebundene Freizeitnutzer“ wird gelegentlich als Problem angesehen.

 Auf deutsch bedeutet dieser Begriff:  Der normale, sportliche Alltagsallgäuer. Also wir. Nicht anlagengebundene Freizeitnutzung weiterlesen

Zwei mal Schreckhorn

Zwei mal war es mir vergönnt, das Schreckhorn zu besteigen. Jung und unerfahren, komplett bei „fair means“ standen Klaus und ich am 15. August 1991 auf dem Gipfel, der in der Literatur oft zu den schwierigsten 4000ern gezählt wird. Fast auf den Tag, 30 Jahre später, nämlich am 14. August 2021 glückte die Besteigung zum zweiten mal. Dieses mal haben wir in der Hütte übernachtet, Halbpension gebucht und uns 400 Höhenmeter mit durch Seilbahnnutzung erspart. Finanzielle Mittel, Komfortbedürfnis, Absicherung und nicht zuletzt die Gletscher haben sich in den letzten Jahren geändert. Ein paar Gedanken zu einer der eindrucksvollsten Hochtouren in den Alpen. Zwei mal Schreckhorn weiterlesen

Österreich – Kein Winterurlaub 21/22 möglich?

Die Sommersaison lief/läuft in Österreich, als auch in Bayern und sonst wo im Alpenraum halbwegs normal, wobei es auch hier große, regionale Unterschiede gibt. Was die kommende Wintersaison betrifft, so sehe ich für Österreich allerdings schwarz, denn die Regierung Kurz hat Gesetze und Verordnungen erlassen, die einen Winterurlaub für breite Schichten praktisch verunmöglichen. Interessant allerdings, dass selbst die omnipräsente Tourismusindustrie in Westösterreich die drohende „Impffalle“ noch nicht wahrgenommen hat und auf Änderungen drängt. Österreich – Kein Winterurlaub 21/22 möglich? weiterlesen

Abgelegener Steilgrasberg in den Lechtalern

Juli ist Steilgrassaison. Das heißt Zeit für Höfats,  Himmelhorn, Pfeilspitzte, Feuerstein usw. Daneben gibt es in den nordwestlichen Kalkalpen noch ein reichliches Betätigungsfeld für die Liebhaber (fast) vertikaler Blumenwiesen. Natürlich fragt man sich in der heutigen Zeit, ob die Veröffentlichung einer nahezu unbekannten Tour nicht zu Overtourism, Fremdenfeindlichkeit, Besucherlenkungen und Parkplatzverteuerungen führt. Nun diese Erscheinungen  sind gelegentlich  in Teilen der Bayrischen und Allgäuer Alpen, sowie in den touristisch versauten Teilen des Außerferns festzustellen. Nicht aber im nur mühsam erreichbaren Zentralbereich der Lechtaler Alpen. Da der Gipfel eh schon im alten AV Führer beschrieben ist und eh nur für eine überschaubare Zahl von Steilgrasliebhabern, Gipfelsammlern und Bruchspezialisten interessant erscheint, sehe ich kein Problem, die Überschreitung von Planken- und Spießrutenspitzen vorzustellen. Abgelegener Steilgrasberg in den Lechtalern weiterlesen