Eindrücke rund ums Prinz-Luitpold-Haus

Am vergangen Wochenende 13+14.7.2019 habe ich im Rahmen einer Bergwachtübung das Prinz-Luitpold-Haus besucht. Seit dem Pächterwechsel hat sich dort einiges zum Positiven geändert. Zudem gibt es nachstehend noch einen Überblick über die aktuelle Schneelage und die sonstigen Bedingungen.

Hütte und Wirt

Seit Anfang Juni 2019 bewirtschaften Ulli und Christoph Erd das Prinz-Luitpold-Haus. Das Wirtspaar hat sich schon auf dem Staufner Haus einen guten Ruf erschaffen. Entsprechend hoch waren die Vorschusslorbeeren und die Erwartungen.

Um es rasch und einfach zu sagen: Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Schon vor dem Betreten der Hütte fallen nette Kleinigkeiten auf, wie Blumenschmuck oder eine Art großer Aschenbecher für die Raucher. Im Eingangsbereich gibt es kleine Schließfächer für die Wertgegenstände und schließlich gibt es jede Menge Hüttenschuhe. Letzteres ist zwar auf schweizer Hütten selbstverständlich, auf Ostalpenhütten such man häufig vergebens danach. In der Gaststube sind die Tische liebevoll gedeckt und die Speisekarte ist ansprechend. In der Gaststube liegen alpine Zeitschriften und ein paar Spiele aus.

Zwar genießt man als Mitglied der örtlichen Bergwachtbereitschaft auf der heimischen Hütte eine privilegierte Behandlung, jedoch konnte man durchwegs feststellen, wie freundlich und professionell die Wirtsleute und das Personal sämtliche Gäste bedient haben.66623957_2593142890718756_4394492790738780160_n

Man spürt, dass Christoph gelernter Koch ist. Das Essen war durchwegs gut. Besonders lecker empfand ich den Kaiserschmarren und die selbstgemachte Marmelade zum Frühstück.

 

Zu den Tourenverhältnissen

(Stand Mitte Juli 2019)

Es liegt trotz der Hitzewelle Ende Juni 2019 noch reichlich Schnee. Der Hüttenzustieg vom Gieblehaus ist schneefrei. Ohne relevanten Schneekontakt kann man den den Jubiläumsweg zum Schrecksee und zur Landsberger Hütte begehen oder den Hüttenzustieg von Hinterhornbach über den Fuchsensattel. Am Laufbacher Eck gibt es ostseitig noch ein kleines Schneefeld, das für Ungeübte lästig sein kann.

Zum Hochvogel

Ja ganz wichtig, die meisten Hüttengäste zieht es auf diesen im Zerfall befindlichen Geröllriesen. Im Kalten Winkel gibt es ein größeres Schneefeld. Nach einer Strahlungsnacht kann dies natürlich auch gefroren sein. Dann benötigt man Steigeisen und Pickel. Ohne diese Ausrüstungsgegenstände kommt man über die Kreuzspitze zum Hochvogel.

Also für das Laufbacher Eck und den Hochvogel über den Kalten Winkel ruhig einen Pickel und eventuell Steigeisen mitnehmen!

Rund um die Hütte:

Das Gebiet hat mehr zu bieten als nur den Hochvogel. Gerade jetzt im Sommer verwandeln sich die Grasflächen rundherum in wahres Blütenmeer. Als leichte Gipfeltour empfehle ich den Glasfelderkopf oder den etwas anspruchsvolleren Wiedemerkopf (I-II gem. UIAA)

So viel Schnee??

Na und. In den 80er Jahren war es ganz normal, dass im Kalten Winkel ganzjährig Schnee lag. Erst zur Jahrtausendwende ist dieses kleine Restgletscherchen verschwunden. Damals hieß es ab Augsut immer: Steigeisen oder Pickel oder über die Kreuzspitze. Also nicht jammern. Wir finden die Gletscherschmelze und die Erwärmung alle schrecklich, aber wir wollen Sonne und Wärme und in Turnschuhen  auf trockenen Wegen auf Berge wie den Hochvogel? Ist nicht ganz logisch. Ich finde es schön, dass noch Schnee liegt, so wie damals, als ich mit meinem Vater das erste mal auf dem Hochvogel war.

Hochvogel
Abenstimmung auf der Nördlichen Fuchskarspitze im Herbst

Parken:

Wohl als Kontra gegen die Politik des DAV Dachverbandes in Sachen Bergsteigerdorf Hinterstein und Bürgerkraftwerk Älpele hat die Gemeinde Hindelang ein Nachtparkverbot am Ortsende in Hinterstein (Auf der Höhe) verhängt. Zumindest wird das hin und wieder so erzählt. Das ist  natürlich lästig und es trifft vor allem die Übernachtungsgäste auf der Schwarzenberghütte und dem Prinz-Luitpold-Haus.  Man parkt etwa einen Kilometer vor Hinterstein und nimmt ab dort den Linienbus und muss zum Giebelhaus einmal umsteigen. Wer von Hinterhornbach aufsteigt, hat zwar einen längeren Aufstieg, jedoch keine Parkprobleme und lästiges Umsteigen.  Den Hochvogel kann man allerdings nicht mehr überschreiten. Es verbleibt die Route über den Kalten Winkel und dort liegt, wie oben erwähnt noch Schnee.

Parken hinterstein
Die Parkregelungen in Hinterstein sind sehr nachteilig für die Hüttengäste.

Tipp für eine Wochenendrundtour für Bergwanderer

Hinterhornbach – Hornbachjoch- Himmeleck- Prinz-Luitpold-Haus-Hochvogel-Kalter Winkel-Fuchsensattel Hinterhonbach.

 

 

 

 

Infos zum Klettern gibt es hier

Die anspruchsvolle Route auf den Hochvogel über den Ostgrat ist hier beschrieben

Wegen des schlechten Wetters gibt es in diesem Beitrag keine aktuellen Bilder. Alle Fotos stammen aus den vergangen Jahren.

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