Allgäu-Aussfern: Wieviel Tourismus verträgt unsere Region?

Das südliche Allgäu und Teile des Außerfern leben gut vom Tourismus. Die Übernachtungszahlen steigen beständig und damit auch die Wertschöpfung in unserer Region. Viele Arbeitsplätze hängen an der Tourismuswirtschaft. Auf der anderen Seite stehen die Verkehrsbelastung, steigende Mieten und Gastronomiepreise, prekäre Arbeitsverhältnisse und Naturbelastung. Die Maßnahmen von Behörden, die Negativfolgen in den Griff zu bekommen, werden oft von der Bevölkerung als Schikane empfunden. In Folge dessen, gab es bereits die ersten fremdenfeindlichen Aktionen. Grund genug zu hinterfragen, ob ein weiteres Wachstum des Tourismussektors wünschenswert ist und wie man mit den Folgen des Overtourism umgehen sollte.

Fast 13 Millionen Gästeübernachtungen gab es lt. IHK im Jahr 2015 im Allgäu (Oberallgäu, Kempten, Ostallgäu und Lindau)  Im Außerfern waren es  lt. WKO 3.759.645. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich beim Allgäu um vier Landkreise handelt, beim Ausserfern um  einen Bezirk, der von der Größe her einem Landkreis entspricht.

Viele Bewohner leben direkt (z.B. Hotelier, Seilbahn) oder indirekt (Handwerker) vom Tourismus. Manch einer hat seiner Familie das Häuschen finanziert, in dem er einen Teil davon zunächst als Ferienwohnung vermietet hat.

Soviel zur wirtschaftlichen Notwendigkeit in einer Region, die sonst eher zu den sturkturärmeren Region zählen würde.

Wie würden unsere Regionen ohne Tourismus aussehen?

 

Seealpen 2.4.2018 3
Hier wohnt niemand mehr. Ein verlassenes Dorf auf dem Weg zum Monte Savi in Piemont.

Vergleichen wir unsere Region, die zum Glück nur lokal unter zuviel Tourismus leidet, mit Alpenregionen in Piemont. Hier gibt es in manchen Tälern keinen  Tourismus. Die Wege zur Arbeit sind lang. Die Menschen ziehen in die Städte am Alpenrand, da der tägliche Weg zur Arbeit einfach zu mühsam und zu aufwendig ist. Mit etwas Tourismus könnte man auch hier eine Perspektive zum bleiben bieten, sagt man.

Allerdings ist der Tourismus kein Allheilmittel. Qualifizierte Arbeitsplätze schafft er nur wenige. Somit pendeln gut qualifizierte Menschen trotz Wohlstand durch Tourismus aus den Alpentälern in die vorgelagerten Städte, die Arbeit in den Tourismusbetrieben wird oft durch Saisonsarbeitskräfte aus Ostdeutschland oder Osteuropa erledigt. Diese Arbeitskräfte drängen zusätzlich auf den eh schon angespannten Wohnungsmarkt.

Das bestätigen zwei Artikel der Tiroler Zeitung zur Situation im Außerfern.

https://www.tt.com/wirtschaft/standorttirol/15677630/abwanderung-im-ausserfern-mit-allen-mitteln-entgegensteuern

https://www.tt.com/wirtschaft/standorttirol/14756388/sommerfrische-kurbelt-tourismus-im-ausserfern-an

Trotz steigender Touristenzahlen muss man gegen die Abwanderung kämpfen.

Bevölkerungsentwicklung Alpen.jpg

Das bedeutet Arbeit im Niedriglohnsektor, keine dauerhafte Arbeitsstelle, keine Integration im Wohnort und keine dauerhafte Lebensplanung. Zudem drängen auswärtigen Saisonsarbeitskräfte noch auf den eh schon angespannten Wohnungsmarkt.

Recht interessant liest sich auch der nachstehnd zitierte Bereicht des Landratsamtes Oberallgäu.

Der SGB II-(Anmerkung: Aufstockung des Lohns durch den Staat, da dieser nicht zum Leben reicht) relevante Arbeitsmarkt im südlichen Oberallgäu ist durch Saisonarbeit und Niedriglohnbeschäftigungen in der Tourismusbranche,insbesondere im Hotel und Gaststättengewerbe, geprägt. Hauptsächlich in den Wintermonaten, aber auch zu Beginn der Sommersaison, ist seit Jahren eine starke Zunahme der Integration von SGB II-Leistungsbeziehern in den Arbeitsmarkt zu verzeichnen. Ebenso stark fällt der Rückgang derIntegrationen am Ende der jeweiligen Saison aus. Die Topographie des Landkreises, die oft ungünstigen und unregelmäßigen Arbeitszeiten im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie die damit einhergehenden Nahverkehrsprobleme – nicht jeder Betrieb ist zu jeder Zeit durch den öffentlichen Personennahverkehr erreichbar -, verlangen eine hohe Flexibilität von potenziellen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.Weiterhin ist für den Bereich des Hotel- und Gaststättengewerbes charakteristisch, dass viele Beschäftigte aufstockend Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende erhalten. Dies ist dem oft niedrigen Lohnniveau gerade in diesem Bereich geschuldet. Gerade bei diesen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern droht nach beendeter Saisontätigkeit das direkte Abrutschen in die Grundsicherung für Arbeitssuchende. Daraus ergibt sich:
– eine starke Abhängigkeit der regionalen Wirtschaft vom Tourismus,
– eine hohe Nachfrage nach Saisonkräften sowie
– ein hoher Anteil an Erwerbstätigen in niedrigen Einkommensschichten.

Quellen:

https://www.sgb2.info/SharedDocs/Downloads/DE/Service/Eingliederungsberichte/eb-oberallgaeu-2013.pdf?__blob=publicationFile&v=2

https://www.wko.at/service/t/zahlen-daten-fakten/BIZ-Reutte-2018-19_END_oS.pdf

Wunsch nach immer mehr!

Stolz verkündet die Allgäuer Gemeinde Bad Hindelang einen neuen Besucherrekord. Wir werben mit dem was wir haben. Mit unserer Landschaft. Eine Mischung aus ursprünglicher Bergnatur und der durch die Landwirtschaft geprägten Kulturlandschaft. Nicht nur ich, auch unsere Gäste wissen dieses Landschaftsbild zu schätzen. Für viele Einheimische bedeutet die Zimmervermietung einen willkommenen Zusatzverdienst, ohne den man sich den Ausbau des elterlichen Bauernhofes zu Wohnraum für die Kinder und Enkel gar nicht leisten könnte. Auch ich bin mit meinem Skitourenführer Allgäu zum touristischen Akteur geworden.

Auf der anderen Seite klagt man über zu viel Verkehr, zugeparkte Ortschaften und darüber, dass es kaum noch ruhige Flecken im Gebirge gibt.

Werbung und Wahrheit?

Ein schöner Werbefilm über das Allgäu. Bereits jetzt jammern Jäger, Umweltschützer und Anwohner über die hier dargestellten Freizeittätigkeiten.  Im Einzelnen:

0.23 Das Hahntenjoch liegt in Tirol. Hier drehen eh schon viele durch und fordern Maut und Sperrungen.
0.33 Mit dem Auto zum Giebelhaus fahren, dass dürfen nur wenige Berechtige, aber mit Sicherheit nicht der Urlaubsgast
1.25 Canyoning, wurde im Ostertal, (Gunzesried) letztes Jahr verboten
1.45 Offtrail Mountainbiken. Da kriegen sämtliche Allgäuer Ökos und Empörungsbeauftragte die Schnappatmung und fordern Lenkung, Strafen und Verbote
3.00 Schneeschuhgänger latschen überall kreuz und quer umher, jammern Ökos und Jäger und fordern Lenkung und Verbote
3.17 GANZ BÖSE. Mit dem Motorrad über den Jochpass. Einfach googlen „Jochpass+Motorrad+Lärm“ Da findet man 1000e Treffer.
3.33 Feuer im Flussbett. Da schreien unsere Ökos wieder, eventuell kommt deshalb auch mal die Polizei
4.00 Auf dieser Riesenbank darf man gar nicht sitzen.

 

Wer also die hier beworbenen Dinge tut, schafft sich meist keine Freunde. Wenn das ein paar machen, ist das wurscht, es sollten nur nicht mehr werden. Wer all das ohne Stress tun will, besucht besser den gebirgigen Balkanstaat Montenegro

 

 

 

Bezüglich der Wahrnehmung der Touristen durch die  Einheimischen gibt es einen vierstufigen Irritationsindex:

  1. Die Phase der stolzen Neugier

Der Einheimische ist interessiert warum jemand seine Region, Stadt oder Dorf besucht. Er nimmt sich Zeit, sucht den Kontakt und versucht dem Gast stolz das beste von seiner Heimat zu zeigen. Finanzielle Interessen sind nicht vorhanden.

(Teile von Iran- außer Isfahan und der Region um den Damavand, gelegentlich in Tadjikistan und Albanien)

IMG_1548
Zu Gast im Iran. Der Kontakt zum Touristen (in diesem Fall zu uns) erfolgt teilweise aus Interesse ohne finanziellem Hintergrund
Einladung in Tadjikistan
Hinweisschild in Albanien. Hier vollzieht sich der Übergang zur zweiten Stufe. Der Gast ist dort geschätzt, ermöglicht er doch einen bescheidenden Wohlstand in abgelegenen Gebirgstälern
  1. Die Phase des geschätzten Kunden

Der Einheimische sieht den Touristen als Kunden und zum Teil  Freunde.  Man ist auf Touristen eingerichtet, freut sich, wenn sie kommen, man behandelt sie als Kunden und hofft auch auf entsprechende Einnahmen, weil man seine Existenz darauf aufgebaut hat.

(wenige abgelegene Täler in Tirol, fast der gesamte Balkan außer an den Küsten, teilweise noch im Allgäu, abseits der Touristenzentren)

Gramais in den Lechtaler Alpen. Hier ist man von Dichtestress und Overtourism weit entfernt. Wäre ein idealer Platz für den Outdoortourismus mit einer hüttenähnlichen Talunterkunft.
Altstädten im Allgäu. Ein Ort mit gesunder ländlicher Struktur, abseits von Stau und Overtourism
  1. Die Phase der Sättigung – Der Tourist als Ware

In der Tourismusindustrie weicht die natürliche Freundlichkeit einem professionellen rationalem Umgang. Die Wertschöpfung pro Übernachtung steht im Vordergrund. Einheimische wollen zunehmend unter sich bleiben und grenzen sich ab. Wer nicht direkt vom Tourismus lebt, reagiert zunehmend genervt auf Negativerscheinungen wie Verkehr, hohe Preise und zu viele Leute

(teilweise im südlichen Allgäu, Tannheimer Tal, Ötztal, Dolomiten, häufig in Peru)

Zimmer belegt

 

Schmugglersteig 1
Die Region ist auf den Touristen eingestellt. Sie bietet Attraktionen. Die Belastungen überschreiten noch nicht das sozial verträgliche Maß
Stau Fischen B19
Rückreiseverkehr aus den Bergen. B19 von Oberstdorf in Richtung Norden. Da solche Szenen auf wenige Tage im Jahr beschränkt sind  und es zudem noch Ausweichstrecken gibt, ist das Ganze noch akzeptabel.

 

  1. Overtourism und Fremdenfeindlichkeit

Die Tourismuswirtschaft arbeitet professionell. Teile der Bevölkerung, die nicht vom Tourismus profitieren reagieren fremdenfeindlich. Hohe Preise für Nahrung und wohnen führen dazu, dass der Einheimische benachteiligt ist. Der Tourist wird als Problem angesehen.  Die Verkehrsbelastung ist lästig.  Demonstrationen, Sabotage, Enteignungen,  Blockaden, schikanöse Maßnahmen, Abzocke und Dichtestress sind die Begleiterscheinungen.

(Machu Picchu, Teile von Cuzco, Venedig, Region Reutte/Tirol , Füssen, Venedig,  Amsterdam, Barcelona)

Straßenblockade im Raum Reutte

Peru Preisliste Macchu Pichu
Ausländerfeindliche Preisliste in Peru. Würde man die Preise in Deutschland oder Österreich so gestalten, so würden Nazivorwürfe laut.
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Flugblattaktion in Weißenbach/Tirol. Während Einige sich vom Tourismus überrannt fühlen, ist die Aktion anderen Einheimischen eher peinlich und die Touristiker sind um Schadensbegrenzung bemüht. Auch ein Symptom des Dichtestress
Stau Tourismus Allgäu
Staudiskussion auf Facebook im Raum Füssen
Gerhard Wolf Facebook 2
Staudiskussion auf Facebook im Raum Reutte. Straßensperren und Transitstreit wirken sich negativ auf die nachbarschaftlichen Beziehungen aus.
facebook Kommentar Gehrad Wolf
Symptome des Overtourism im Raum Reutte. Wenn die Fahrt in den Nachbarort wegen Urlauber und Transitverkehr kaum noch möglich ist, so ist es verständlich, dass manche durchdrehen und keinen Urlauber mehr sehen möchten.
Wandschmiererei in Barcelona. Im Allgäu ist so etwas zum Glück noch nicht vorgekommen. Hoffentlich bleibt das auch so.

Abwägungen.

Im südlichen Allgäu ist die Grenze des sozial verträglichen zum Teil erreicht. In der Region Reutte kommt zum Verkehr der Einheimischen, der Urlauber und der Tagesgäste noch der Alpentransit hinzu. Damit ist dort die vierte Irritationsstufe erreicht, was sich in fremdenfeindlichen Einzelaktionen und Gegenmaßnahmen der Behörden äußert. Nicht jeder lebt vom Tourismus. Entsprechend unterschiedlich ist die Toleranzschwelle. Während es also der Hotelier noch akzeptiert, wegen dem Reiseverkehr mal im Stau zu stehen, sehen die Arbeiter und Angestellten der Industriebetriebe einfach nur den Alltagsablauf gestört und reagieren  entsprechend fremdenfeindlich. Dem Urlauber empfehle ich daher, die Region Reutte, Weißenbach, Heiterwang und ggf. Füssen zumindest in den Ferienzeiten  zu meiden. Den Einheimischen reicht es einfach, was sich in Straßensperren, fremdenfeindlichen Aktionen und den Rückbau von Attraktionen, wie zum Beispiel die Parkplätze am Weißenbacher Baggersee äußert.  Das lässt die Region zunehmend unattraktiv erscheinen. Wer möchte  schon gerne im Stau stehen, fremdenfeindliche Zettel am Auto finden oder sich vor irgendwelchen Kalkmützen rechtfertigen warum man  von der Hauptstraße abfahren möchte. Irgendwo habe ich auch Verständnis dafür, wenn Termine platzen oder die Fahrt in den Nachbarort Stunden dauert.

Tourismus gerechter verteilen.

Wer im südlichen Oberallgäu Urlaub machen möchte, sollte die Sommer- und Weihnachtsferien meiden. Ansonsten ist hier in dieser Hinsicht die Welt noch in Ordnung. Im Außerfern empfehle ich das Lechtal mit seinen Seitentälern. Ähnliche Landschaftsbilder wie im Oberallgäu und im Außerfern findet man auch in Montenegro. Die Flüge dorthin sind ebenso günstig, wie die Preise vor Ort und die Bewohner benötigen die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr dringender als der übersättigte Alpenraum.

Zitate von Werner Bätzing:

https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_B%C3%A4tzing

Tourismus, über den zwar viel gesprochen und sehr viel geschrieben wird, der aber dennoch nur ein Nischentourismus ist. Weit unter zehn Prozent der Nächtigungen im Alpenraum gehen meiner Ansicht nach aufdessen Kosten. Verlässliche Zahlen gibt es hier leider nicht. Klar ist aber, dass das ein sehr kleines Segment ist, von dem ich mir aber wünschen würde, dass es in Zukunft größer wird. Dieser Tourismus sollte ausgebaut werden und ich selbst versuche ja auch, diese Form aktiv zufördern, indem ich selbst Wanderbücher für die piemontesischen Alpenschreibe, um in dieser Abwanderungsregion ganz gezielt einen umwelt-undsozialverträglichen Wandertourismus zu stärken.

Klassisches Beispiel für solche Problemlösungen ist die räumliche Entflechtung von Fremdenverkehr (prioritär in den Bayerischen Alpen) und Naherholung (prioritär im Voralpenraum) bzw. von Naherholung (an geeigneten Stellen im Voralpenraum) und Erholung im Wohnumfeld (am Stadtrand von München oder in innerstädtischen Grünanlagen), was eng mit der Verkehrsplanung verbunden ist (Verbesserung der Erreichbarkeit, um überlastete Erholungsstandorte zu entlasten).

Fazit

Ich wünsche mir eine gastfreundliche Region für Einheimische, Urlauber und Nachbarn. Der zweitweise auftretende Overtourism gerade in der Region Füssen/Reutte und der Transitstreit wirken sich negativ aus. Den Verantwortlichen sei geraten, auf keinen Fall die Kapazitäten zu erhöhen. Für Einheimische sollten mehr vom Tourismus unabhängige Lebensgrundlagen geschaffen werden. Die Verkehrswege müssen an die Kapazität der touristischen Infrastruktur angepasst werden oder aber die Übernachtungsmöglichkeiten müssen reduziert werden, wenn man die Verkehrswege nicht anpassen möchte. Selbst wenn wir in naher Zukunft mit CO² neutralen Elektroautos fahren würden, so mindert das nicht den Stau und die Notwendigkeit von bedarfsgerechten Verkehrswegen. Bei der Wahl der Unterkunft  wenn möglich solche berücksichtigen, die etwas abseits des Massenbetriebs liegen.

Tourismus sollte in einem Maß stattfinden, den den Alltagsablauf nicht wesentlich beeinträchtigt.

Weiterführende Links

https://freieberge.wordpress.com/2015/09/06/touris-auf-unseren-strassen/

https://freieberge.wordpress.com/2015/08/17/besucherklassen-im-gebirge/

https://www.all-in.de/kempten/c-lokales/zu-viel-tourismus-im-allgaeu-eine-frage-der-wahrnehmung_a5036391

http://raiffeisenkompakt.tgweb.at/ausgaben/2018-september-raiffeisen-kompakt/sind-die-tiroler-tourismusmuede/

https://www.nzz.ch/international/ich-habe-auch-keine-freude-wenn-ich-mich-mit-den-bayerischen-freunden-freundlich-austauschen-muss-versichert-der-landeshauptmann-von-tirol-doch-die-verkehrslawine-treibt-die-alpenregion-in-die-rebellion-gegen-deutschland-ld.1499693?reduced=true

https://freieberge.wordpress.com/2017/09/02/uebernachtungsprobleme-wir-brauchen-huetten-im-tal/

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/tourismusmanager-warnt-vor-overtourism-wir-alle-denken-wir-reisen-so-individuell/23647312-3.html

 

 

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2 Kommentare zu „Allgäu-Aussfern: Wieviel Tourismus verträgt unsere Region?“

  1. Yoa, viel Arbeit, schön geschrieben und am Ende bleibts ein frommer Wunsch.
    Die Hotellerie bekommt den Hals nicht voll, selbst die abseitigsten Alpen finden einen Pächter der sie bewirtschaftet und die scheiss e-biker brauchen noch mehr Platz als die mtb’ler von denen auch nur die wissen wie man sich verhält die auch hier wohnen.

    Der Rest orientiert sich an Werbe- und Actionfilmchen und scheisst sich halt da hin wo man nicht wohnt sondern nur zum urlauben hinfährt.

    Solange es hier boomt sollte man das Konzept Besucherlenkung und sanften Tourismus (also ohne „-ing“-„action“-sportlerei) fördern und aber Leute die abseits unterwegs sind nicht sanktionieren.

    Die EU wird dennoch dafür sorgen dass die Alpen vor die Hunde gehen, die Tiroler haben ja den Tag nix zu tun als nach Subventionen zu schreien und inzwischen sieht dort jedes Tal wie ein Tagebau aus weil zu jeder kleinen Hütte ein aufhausiger Weg gekiest wird mit EU-Mitteln versteht sich.

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    1. Nur als einen frommen Wunsch würde ich das nicht bezeichnen. In Füssen hat eine Bürgerinitiative gerade ein neues Luxushotel verhindert. Gut so, denn im Raum Füssen herrscht Vollbeschäftigung. Die für das Hotel notwendigen Arbeitskräfte würden zum größten Teil aus Osteuropa kommen und in der Region auf den eh angespannten Wohnungsmarkt drängen. https://allgaeu.life/videos_artikel,-hotelbau-oder-schliessung-wie-gehts-jetzt-weiter-am-festspielhaus-_arid,2331335.html
      Tourismus ja, aber nicht in einem Maß, dass dadurch wohnen unbezahlbar wird, lenkende Maßnahmen ergriffen werden, eine Fahrt in den Nachbarort zur Geduldsprobe wird oder schlicht weg nicht mehr möglich ist. Im Tannheimer Tal setzt man noch auf Wachstum. Gerade erst wurde am Haldensee ein neuer Hotelkomplex fertig gestellt. Gleichzeitig jammert man dort, wie fast überall im Tirol über den Verkehr und die Auswirkungen des Massentourismus.
      Von daher finde ich es gut, dass man in Füssen auf die Bremse getreten ist, anstatt die Folgen des Massenandrangs versucht mit Sperrungen, Schikanen oder preislich in den Griff zu bekommen.

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